Haus des Jahres 2018

Sonnenenergie selbst erzeugen, nutzen und speichern

Photovoltaikanlagen erzeugen an einem sonnigen Tag mehr Strom als ein Haushalt verbrauchen kann – allerdings in den Mittagsstunden, wenn nur wenig davon gebraucht wird. Abends, wenn es dunkel ist und Waschmaschine und Fernseher laufen, haben die Photovoltaikanlagen Feierabend. Daher gelingt es den Haushalten kaum, mehr als 30 Prozent ihres eigenen Sonnenstroms selbst zu verbrauchen. Er kann zwar ins Stromnetz eingespeist werden, dies lohnt sich durch die Anpassung der staatlichen Förderung allerdings finanziell nicht mehr. Eine einzelne Photovoltaikanlage ist daher keine Ideallösung.

Deutlich verheißungsvoller sind Stromspeicher. In ihnen lässt sich der Strom für die Nacht oder sogar für die kommenden Tage speichern. Hausbesitzer können mit den Speichersystemen also einen Großteil ihres Jahresstrombedarfs abdecken und Geld sparen. Nicht zuletzt kann die Energiewende mitgestaltet werden.

Über Energiespeichersysteme sprach der Bauratgeber-Deutschland mit Christian Blanck, Leiter des Privatkundengeschäftes in der Geschäftsregion Brandenburg/Rügen des Energieunternehmens EWE.

Bauratgeber-Deutschland: Herr Blanck, für wen eignet sich ein Stromspeichersystem überhaupt?

Christian Blanck: Speicherlösungen sind ideal für die Betreiber einer Photovoltaikanlage und solche, die so eine Anlage planen. Bei Letzteren besteht die Chance, beides schon bei der Planung optimal aufeinander abzustimmen. Grundsätzlich eignen sich Stromspeichersysteme ideal für alle, die den nächsten Schritt zu einem energieeffizienten Zuhause gehen wollen und einen möglichst hohen Anteil ihres Energiebedarfs mit selbst erzeugtem, natürlichem Solarstrom decken wollen. Um diesen Eigenverbrauch zu optimieren und wirtschaftlich zu gestalten, sind Speichermöglichkeiten Grundvoraussetzung.

Bauratgeber-Deutschland: Welche Vorteile hat denn so ein System?

Christian Blanck: Die Stromspeichersysteme, die EWE anbietet, kombinieren als Komplettlösung eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher, Steuerungstechnik und Wechselrichter. Bis zu 70 Prozent des Jahresstrombedarfs können darüber abgedeckt werden. Das verschafft Unabhängigkeit und spart Geld. Da wir die Speichersysteme in verschiedenen Leistungsklassen anbieten, kann jedes System passend für die Situation vor Ort und für den persönlichen Energiebedarf des Kunden zusammengestellt und individuell konfiguriert werden. EWE hat übrigens deutschlandweit bereits fast 10.000 Stromspeichersysteme installiert. Hier in Brandenburg ist die Nachfrage im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Fast doppelt so viele Stromspeicher wie im Vorjahr haben wir vor allem im Berliner Speckgürtel installiert.

Bauratgeber-Deutschland: Herr Blanck, können Sie bitte kurz schildern, wie EWE Stromspeichersysteme funktionieren?

Christian Blanck: Das lässt sich am einfachsten an einem sonnigen Beispieltag erklären. Wenn es morgens noch dunkel ist, produziert die PV-Anlage noch keinen Strom. Dann werden Restkapazitäten aus dem Speicher vom Vortrag aufgebraucht. Sobald die Sonne scheint, erzeugt die PV-Anlage Strom. Der Bedarf des Haushalts wird damit voll gedeckt und der Überschuss in den Akkus gespeichert. Sobald die Sonne untergegangen ist, produziert die PV-Anlage keinen Strom mehr. Da der Speicher tagsüber aufgeladen wurde, ist genug Energie vorhanden, um den Bedarf des Haushalts vollständig zu decken und auch für den nächsten Morgen noch ausreichend Strom zu haben.

Bauratgeber-Deutschland: Und wenn kein Strom aus dem Speicher mehr zur Verfügung steht und die Sonne nicht scheint?

Christian Blanck: In diesem Fall bezieht der Haushalt seinen Strom ganz einfach über das Stromnetz. Übers Jahr gerechnet sind das etwa 30 Prozent der Jahresmenge, die ein Haushalt braucht.

Bauratgeber-Deutschland: Viele Kunden denken, dass Stromspeicher nicht unbedingt günstig sind. Gibt es Förderungen? Und wann rechnet sich ein solches System eigentlich?

Christian Blanck: Da die staatliche Förderung für die Einspeisung von Solarstrom sich immer weniger lohnt und gleichzeitig die Strompreise für Endkunden ansteigen, rechnet sich der Eigenverbrauch zunehmend. Auch fallen die Preise für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher immer mehr. Die Prognosen versprechen ebenfalls gute Bedingungen. Die Strompreise dürften weiter steigen und die Preise für Batteriespeicher weiter fallen. Um den Anschaffungspreis zu senken, gibt die KfW eine Förderung in Form eines Tilgungszuschusses. Sehr viele unserer Kunden nutzen diese Förderung auch. Als großes Plus der EWE Stromspeichersysteme sehe ich unsere Vollersatzgarantie, auch für die Batterien und den Wechselrichter. Letztlich wertet ein Stromspeicher ein Haus auf.

Bauratgeber-Deutschland: Warum bringt EWE die energetische Selbstversorgung seiner Kunden eigentlich so voran?

Christian Blanck: Wir nehmen ganz deutlich wahr, dass bei unseren Kunden ein Bedarf besteht, Energie selbst zu erzeugen und diese auch selbst zu nutzen. Und diese Nachfrage bedienen wir. Wir sehen uns ganz klar nicht nur als den Versorger unserer Kunden. Wir umsorgen sie vielmehr in allem rund um ein energieeffizientes Zuhause. Und dazu gehört eben auch die Selbstversorgung mit Sonnenstrom. Zudem leisten Speichersysteme einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Und dafür setzen wir uns schon seit vielen Jahren ein.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter EWE-mein Solarstrom. Anmeldung für eine Erstberatung gibt es in allen EWE ServicePunkten. Im Anschluss vereinbaren unsere EWE-Fachleute einen Termin und erörterten vor Ort beim Interessenten Punkte wie Realisierbarkeit und Förderung.

Die EWE VERTRIEB GmbH mit Sitz in Oldenburg ist ein moderner Energiedienstleister, der traditionell in der Ems-Weser-Elbe-Region sowie in Teilen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns verwurzelt ist. Das Unternehmen beliefert rund eine Million Stromkunden und 600.000 Erdgaskunden zuverlässig und kostengünstig mit Energie. EWE steht mit mehr als 40 Standorten für den persönlichen Kontakt vor Ort und unterstreicht damit seine Verbundenheit mit der Region.
Homepage EWE

Christian Blanck, 45, leitet den EWE-Privatkundenvertrieb in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Der Nachrichtentechniker ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit der Familie und auf dem Fahrrad oder werkelt an seinem Haus im Oderbruch.

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