Aktuell Bau GmbH

Außen zurückhaltend, innen geräumig und individuell: So präsentiert sich das Contzen-Max-Haus II in einem Vorort von Berlin. Eine klare Formensprache prägt dieses kubistische Einfamilienhaus in Holzständerbauweise, das vom Unternehmen MAX-HAUS errichtet wurde.

MAX-HAUS-Geschäftsführer Burkhardt Schröder lud den Bauratgeber Deutschland zur Besichtigung des Contzen-Max-Hauses II ein. Mit ihm sprachen Jan Schwalme und Marcel Gäding.

Bauratgeber Deutschland: Herr Schröder, wer dieses schöne Einfamilienhaus betritt, hat sofort den angenehmen Geruch von Holz in der Nase. Wir finden es an den Decken im Erdgeschoss ebenso wie im Fußbodenbereich.

Burkhardt Schröder: Für unser Unternehmen steht der ökologische Gedanke beim Bauen im Vordergrund. MAX-HAUS setzt auf natürliche Materialien wie Holz oder Holzfasern bei der Dämmung. Das sorgt für gesundes Wohnen. Außerdem ist Holz ein Material, das mitdenkt. Der Wandaufbau ist diffusionsoffen. Im Klartext heißt dies, dass Feuchtigkeit aufgenommen und wieder abgegeben werden kann. Unter anderem beugt dies Schimmel vor. Die Wände werden zudem mit OSB-Platten verstärkt, die ebenfalls aus Holz sind.

Bauratgeber Deutschland: Schon im Eingangsbereich spürt man die Großzügigkeit, mit der das Contzen-Max-Haus II konzipiert wurde. Vom großen Flur blickt man über bodengleiche Fenster in den Garten und auf einen See.

Burkhardt Schröder: Das war ja das Prinzip bei diesem Entwurf. Die Bauherren legten Wert darauf, dass das Contzen-Max-Haus II von der Straßenseite her schlicht wirkt und von innen seine wahre Größe zeigt. Die 172 Quadratmeter Wohnfläche verteilen sich auf zwei Etagen. Unten befinden sich die offene Küche mit dem Übergang in das Wohnzimmer inklusive Kamin. Das Erdgeschoss beherbergt zudem das Gäste-Bad mit bodengleicher Dusche, ein Gästezimmer, den Arbeitsbereich und den Hauswirtschaftsraum. Der Fußboden wurde mit gebürstetem und geöltem Eichenparkett ausgestattet. Über die offene Treppe geht es ins galerieartige Obergeschoss mit dem eigenen Spa- und Wellnessbereich, sowie dem Schlafzimmer. Dort finden sich im Bad eine Sauna mit Tageslicht und Blick auf den anliegenden See, eine freistehende Badewanne und eine bodengleiche Dusche. Wer von außen auf das Haus zugeht, wird nicht vermuten, was sich hinter den Türen und Fenstern verbirgt.

Bauratgeber Deutschland: Verraten Sie uns doch bitte, wie es zu dem Namen Contzen-Max-Haus II kam.

Burkhardt Schröder: Hinter dem Begriff Contzen steht der Name des renommierten Hanauer Designers Lars Contzen, mit dem MAX-HAUS in Aschaffenburg bereits ein Einfamilienhausprojekt verwirklichte. Herr Contzen hat sich bislang mit Projekten im Architektur- und Innenarchitektursektor einen Namen gemacht, vorwiegend für Industrieunternehmen. Als ich ihn kennenlernte, stimmte zwischen uns sofort die Chemie. Er ist der Künstler, wir die Pragmatiker, die seine Ideen umsetzen.

Sein Design können Sie auch im gesamten Contzen-Max-Haus II wiederfinden. Das beginnt in der Küche, deren Wände mit dem Design MICRO in frischem Grün versehen wurde. Wie ungleichmäßige Zellen reihen sich die Netzwaben aneinander. Was niemand sieht: Das Material der Wände ist unterschiedlich, ein Teil besteht unter anderem aus wasserabweisendem ResopalSpa®. Im Übrigen steuerte Resopal auch die Fassadenplatten bei. Hier entschied sich der Bauherr für das Design „HEXAGRID“ in leuchtendem rot. Teilabschnitte der Fassade im Erdgeschoss wurden mit Putz auf Holzweichfaserplatten versehen.

Im Gästezimmer wurden die Wände ebenfalls im Contzen-Design gestaltet, das sich auf den strukturierten Tapeten wiederfindet, ebenso im Schlafbereich und im Badezimmer. Mit Hilfe der Resopalplatten wurde auch auf Fugen im Badbereich verzichtet. Das Design ist dezent verteilt. Bei den Materialien habe ich dem Bauherren empfohlen, auf verschiedene Hersteller und Materialien zu setzen. Im Haus wurden unter anderem Produkte von nora systems und A.S. Creation Tapeten AG als größter deutscher Tapetenhersteller verarbeitet.

Bauratgeber Deutschland: Diese Vielfalt überrascht, vor allem im Fertighausbereich.

Burkhardt Schröder: Das ist durchaus so gewollt. Denn der Schwerpunkt von MAX-HAUS liegt auf Schwedenhäusern, Modulhäusern und eben Architektenhäusern. Mit dem Contzen-Max-Haus II zeigen wir, wie beim Contzen-Max-Haus in Aschaffenburg, wie leistungsfähig wir sind und was im Bereich Holztafelbauweise alles möglich ist. Bei uns ist fast jedes Haus individuell geplant. Ein Architektenhaus wie das Contzen-Max-Haus II benötigt aber viel mehr Planungsaufwand. Unser Credo ist es, individuell und schlüsselfertig zu bauen. Mir war es wichtig, mit dem Contzen-Max-Haus II den Beweis anzutreten, was alles möglich ist. Im Prinzip ist innen wie außen vom Material her alles möglich.

Hinzu kommt, dass wir unsere Häuser auch energieeffizient bauen. Das Contzen-Max-Haus II beispielsweise verfügt über eine kontrollierte Be- und Entlüftung. Photovoltaik nutzen wir für eine energieeffiziente Wärmepumpe, Solarenergie für die Unterstützung der Warmwasserbereitung und der Heizung. Sehen lassen können sich auch die Dämmwerte, die durch das natürliche Baumaterial noch verstärkt werden. Außerdem sind die Fenster dreifachverglast.

Bauratgeber Deutschland: Wen möchten Sie mit individuellen Architektenhäusern im Contzen-Stil erreichen?

Burkhardt Schröder: In jedem Fall Menschen, die Ihrem Haus eine persönliche Note verleihen wollen. Ich kenne in Deutschland kein Fertighausunternehmen, das derart individuell baut. Wir bauen lieber weniger, dafür aber individueller. Interessanterweise sprechen wir vor allem ältere Bauherren an, die sich risikobereit zeigen und mit einem Entwurf wie dem vom Contzen-Max-Haus etwas wagen. Ältere sind bereit, etwas Außergewöhnliches zu machen. Das Design ist aber an kein Alter gebunden.

Bauratgeber Deutschland: Herr Schröder, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Das Unternehmen: Die MAX-HAUS GmbH wurde 2003 im brandenburgischen Ruhlsdorf gegründet. Im ersten Jahr baute das Fertighausunternehmen vier Häuser, aktuell sind es pro Jahr etwa 25. Vor Ort werden 23 Mitarbeiter beschäftigt, ein Teil davon ist in der MAX-HOLZ-Systemtechnik GmbH angestellt. Dieses Unternehmen liefert unter anderem Dachstühle. Die MAX-HAUS GmbH versteht sich als regionales Hausbauunternehmen in der Region Berlin und Brandenburg. Der Schwerpunkt liegt auf Schwedenhäusern, Modulhäusern und Architektenhäusern. Gebaut wird energieeffizient und nachhaltig mit natürlichen Materialien.

Der Unternehmer: Burkhardt Schröder ist 51 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Prenzlau (Uckermark). Er schloss 1987 sein Ökonomie-Studium an der Berliner Humboldt-Universität ab. Nach der Wende arbeitete Schröder als Firmenkundenberater für verschiedene Bankhäuser. 1995 übernahm er zusammen mit einem Geschäftspartner einen Holzbaubetrieb, aus dem heraus die MAX-HAUS GmbH gegründet wurde. Das Unternehmen trägt den Namen von Schröders Sohn Max, der Architektur studiert und die Firma später weiterführen soll.

Kontakt
MAX-HAUS GmbH
Hauptsitz und Produktion
Prendener Straße 48
16348 Marienwerder
Tel. (03 33 95) 509 50
Fax. (03 33 95) 509 19
E-Mail: mail@max-haus.com
Web: www.max-haus.com

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!

Ich akzeptiere

Please enter your name here