Haus des Jahres 2019

Mit Sitz im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ist die Scanplan GmbH der Ytong Bausatzhaus Partner für Berliner und Brandenburger Bauinteressierte. Vom gemütlichen Bungalow bis zum 1500 qm Mehrfamilienhaus hat das Team um Dipl.-Ing. Architekt Florian Spieß schon jede Art von Wohnhaus entworfen und gebaut. Die Kernkompetenz der Scanplan GmbH liegt neben dem Konzept des Bausatz- bis Ausbauhauses in der qualitativ und fachlich hochwertigen Hausplanung und Bauausführung des Unternehmens.

Bauratgeber-Deutschland: Herr Spieß, warum sollte man sein Haus selbst (mit)bauen?

Florian Spieß: Häuser, die selber gebaut wurden, haben mehr Liebe und Leben. Da steckt mehr Herzblut drin. Außerdem führt das Thema selber bauen einfach zu einer größeren Verbundenheit mit dem Haus und zu einer viel tieferen Kenntnis der Konstruktionen und einem besseren Umgang damit. Ich möchte mal behaupten, dass unsere Bauherren im Schnitt deutlich weniger Scheidungen haben, obwohl sie eine sehr viel anstrengendere Bauphase hinter sich haben. Das schweißt anscheinend mehr zusammen als ein traditionell schlüsselfertig gekauftes Haus. Das müsste man mal wissenschaftlich untersuchen, aber ich bin mir da relativ sicher [lacht]. Hinzu kommt, dass Selberbauer im Kern mindestens so gut, wenn nicht besser und präziser als die klassische Maurerkolonne bauen.

Bauratgeber-Deutschland: Was beinhaltet ein Bausatzhaus?

Florian Spieß: Das ist bei jedem Bauherren verschieden. Wir besprechen Gewerk für Gewerk, wo es im persönlichen Netzwerk des Interessenten Partner gibt oder an welchen Stellen der Bauherr selbst Aufgaben übernehmen kann. Oft sind das die Familie, engere Freunde oder der Vater, der z. B. Heizungsbauer oder auch Elektriker ist. Viele der Partner des Bauinteressenten bauten ihr eigenes Haus schon selbst. Zu DDR-Zeiten haben die Bürger ihre Häuser mehr oder weniger alle selber gebaut. Diese Prägung aus der älteren Generation, die kommt regelmäßig bei unseren Bauherren mit. Aber, wie gesagt, alle Punkte gehen wir individuell durch: Wo gibt es Hilfe? Wo weiß der Bauherr gar nicht wie es funktioniert? Welche Gewerke erledigen wir für unseren Bauinteressenten? Das alles wird individuell in unseren Angeboten aufgeführt. Unsere Bauherren können aber, und das ist ja das Wesentliche, von Anfang an, auch schon bei der Bodenplatte, Eigenleistung erbringen. Im Kern natürlich vor allem beim Mauerwerk.

Bauratgeber-Deutschland: Wie verhält es sich mit der Gewährleistung in einem Bausatzhaus?

Florian Spieß: Die Gewährleistung haben Bauherren zum einen als Garantie auf das Material. Da wir die Bauherren auch in der Ausführung bauleitend und unterstützend ergänzen, sind wir zum anderen auch hier immer in der Gewährleistung.

Bauratgeber-Deutschland: Warum ist gerade Porenbeton für ein Bausatzhaus geeignet?

Florian Spieß: Ytong lässt sich sehr einfach bearbeiten. Der Stein wird planeben auf der Baustelle angeliefert. Er kann sehr einfach, fehlerfrei und auf den Millimeter genau mit einer Bandsäge bearbeitet werden. Wenn man den Stein mauert, kann man keine Wärmebrücken einbauen, weil das Material in allen Richtungen die gleichen Wärmedämmeigenschaften aufweist. Zusätzlich baut sich mit Ytong recht einfach eine fertige Wand, da man diese nur innen und außen verputzt, ohne dass man Dämmstoffe auf die Wand bringen muss.

Bauratgeber-Deutschland: Was erwartet mich als Baukunde explizit bei Ihnen bzw. der Scanplan GmbH in Berlin?

Florian Spieß: Wir haben besonderes Know-How im Bereich Architekturplanung, Ausführungsplanung, Statik, Überwachung bis hin zu spezielleren Projekten wie z. B. Townhäuser und Mehrfamilienhäuser. Auch in der Beratung sind wir sehr gut aufgestellt: Besitzt der Bauherr ein Grundstück, schauen wir uns an, welche Ideen er hat und was das Baurecht hergibt. Wir sprechen sehr offen über Kosten. Wichtige Themen sind z. B.: Was kann ein Gewerk kosten? Wo kann man mit Eigenleistungen etwas rausholen? Nach der Bestandsaufnahme und Grundlagenermittlung bereiten wir ein Angebot vor, das wir mit dem Interessenten ausführlich durchsprechen. Unsere intensive Beratung während dieser Schritte und unsere hohe Bauqualität führten dazu, dass wir mittlerweile einen sehr hohen Empfehlungskundenbestand haben.

Bauratgeber-Deutschland: Wie sieht der Hausbau durch die Bauherren in der Praxis aus?

Florian Spieß: Als Bauherr erhalten Sie von uns Ausführungspläne für Ihr Haus. Diese Ausführungspläne, die sehr plastisch und plakativ in der Darstellung sind, sind eine wichtige Anleitung. Unser Bauleiter leitet die Bauherren bei den Bauabläufen an und kontrolliert das Ergebnis. Er ist übrigens ein früherer Bauherr, der sich später als Bauleiter bei uns bewarb.

Bauratgeber-Deutschland: Sie bezeichnen Ihre Häuser als vollmassiv. Was bedeutet vollmassiv und warum sollte man so bauen?

Florian Spieß: Wir bauen konsequent einschalig und rein mineralisch. Neben den Mauern gehört dazu auch das Ytong-Massivdach. Mit einem Ytong-Stein erfüllen wir, bauphysikalisch gesprochen, sehr einfach alles, was eine Hauswand können muss: Eine Ytong Wand hat einen sehr guten Schallschutz von ca. 47 dB und einen sehr guten Wärmeschutz mit einem Lambda-Wert von 0,09 bei einer Wandstärke von 36,5 cm. Zusätzlich hat die Wand einen optimalen Dampfdiffusionswiderstand, nämlich keinen, der größer wird von innen oder außen, sondern im Prinzip gleichbleibend ist, da der Stein komplett homogen ist. Das heißt, dass wir mit Ytong ein Haus bauen, das ein sehr gutes Feuchteausgleichsverhalten hat. Die Feuchtigkeit kann in alle Richtungen ausweichen, sprich, im Sommer zur Innenseite und im Winter zur Außenseite, also immer zur kalten Seite.

Bauratgeber-Deutschland: 60.000 EUR kann man laut der Werbung mit einem Bausatzhaus sparen. Wie setzen sich diese zusammen?

Florian Spieß: Die setzen sich zusammen aus ersparten Aufwendungen für Lohnleistungen, die Sie durch Eigenleistung ersetzen. Sie müssen z. B. keinen Maurer bezahlen, da Sie dessen Arbeiten selbst übernehmen. Oder Sie verlegen die Unterdämmung für die Fußbodenheizung oder sogar die Fußbodenheizungsleitungen. Dann wird natürlich eine entsprechende Druckprüfung durchgeführt und eine Gewährleistung gegeben. Handwerker kosten heute schnell 40 bis 50 € pro Stunde netto. Da kommt relativ schnell eine ganze Menge zusammen, wenn Sie zwei bis drei Gewerke zusammenfassen. Das ist natürlich auch abhängig von der Hausgröße.

Bauratgeber-Deutschland: Eine kleine Vorschau: wie wirken sich die steigenden Grundstückspreise in den nächsten Jahren aus?

Florian Spieß: Ich erlebe als Architekt, dass ausländische Investoren massiv mit Geld in den Markt drängen, weil sie wissen, dass Berlin relativ zu anderen Metropolen sehr preiswert ist. In Paris und London zahlen Sie z. B. im Schnitt 30 Euro Nettokaltmiete pro qm. Wir haben eine Internationalisierung in Berlin. Und die Entwicklung wird weiter nach oben gehen. Dies verläuft sich allerdings schnell, wenn ich von der Hauptstadt weggehe. Als Bauherr muss ich in Zukunft einfach bereit sein, noch mal fünf oder zehn Kilometer weiter zu fahren. Dort stoße ich nicht, wie in Bayern und Baden-Württemberg, sofort auf die nächste Wirtschaftsregion. In den süddeutschen Regionen befindet sich in jedem Ort ein Weltmarktführer und jeder Ort ist dementsprechend teuer. Der Berliner muss sich einfach nur eine halbe Stunde in den Zug setzen, dann kriegt er immer noch sehr preiswert ein Grundstück. Das ist das Glück des Berliners heute und in Zukunft.

Bauratgeber-Deutschland: Welchen Einfluss haben die steigenden Preise auf den Hausbau?

Florian Spieß: Verrückterweise gilt, dass in dem Maße wie die Grundstücke teurer und wertvoller werden und wie relativ preiswert im Verhältnis zur Gesamtinvestition das Haus ist, die Investitionskosten für das Haus eine geringere Rolle spielen. Ein Beispiel: Ein Schulfreund von mir hat in Zürich ein Grundstück gekauft und ein Haus gebaut. Das Grundstück hat vor zehn Jahren etwa eineinhalb Millionen gekostet. So ein teures Haus können Sie gar nicht bauen, weil das Grundstück nicht sehr groß ist. Das heißt, es ist dort vollkommen egal, ob das Haus, das er baut, drei-, vier- oder 500.000 € kostet. Man baut einfach das beste und größte Haus, das auf dem Grundstück möglich ist. Im Prinzip bewegt sich das in Berlin auch in diese Richtung: Die Menschen, die bauen, errichten Ihre Häuser immer wertiger.

Bauratgeber-Deutschland: Haben Sie noch einen kleinen Tipp für unsere Leser?

Florian Spieß: Ich empfehle jedem Kunden auf Grundstückssuche, wenn sie ein Grundstück finden, bei dem das Herz schneller schlägt und das von der Investitionssumme passt, sich innerhalb von sehr kurzer Zeit zu entscheiden. Prüfen sollte man aber dann in jedem Fall das Baurecht, damit man hinterher keine bösen Überraschungen erlebt. Das übernehmen wir gerne, denn eine Baurechtsklärung ist eine Kernkompetenz von uns.

Ytong Bausatzhaus steht für etwa 13.000 oft in Eigenleistung gebaute Häuser und ist damit Marktführer im betreuten Selbstbau. Die Scanplan GmbH als Partner der ersten Stunde ist zuständig für das Hauptstadtgebiet. Hier erhalten Sie seit 20 Jahren Planung, Bausätze, Ausbauhäuser und schlüsselfertig erstellte Häuser auf hohem Niveau zum günstigen Preis. Homepage von Scanplan GmbH

Dipl.-Ing. Architekt Florian Spieß plant und baut seit über 25 Jahren Häuser in Berlin und Brandenburg. Der gebürtige Münchner wuchs in Hessen auf. In den 90er Jahren zog es ihn nach Berlin, wo er 1996 die Scanplan GmbH als Partner von Ytong Bausatzhaus gründete. Die langjährige Mitarbeiterin Frau Brigitte Schmidt-Kalinin ist in der Scanplan GmbH für Marketing und Organisation zuständig.

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