„Wir stapeln nicht lieblos Steine“ André Behnisch ist der Chef der Argon-Haus GmbH. Er verspricht „Häuser mit Herz“, energiesparend und voller Innovationen.

www.bauratgeber-deutschland.de: Herr Behnisch, das Motto der Argon-Haus GmbH lautet „Häuser mit Herz“. Was dürfen wir uns darunter vorstellen?

André Behnisch:
Zunächst bedeutet dies, dass wir ein sehr herzliches Team sind. Wir stapeln nicht lieblos Steine, sondern wir bauen Häuser mit Leidenschaft und sehr viel Liebe zum Detail. Wir wenden sehr viel Zeit auf, um am Ende die Wünsche unserer Kunden zu erfüllen. Unser ganz großer Vorteil ist: Wir beraten von allen Seiten, wenn es um den Bau eines Hauses geht. Da wäre zum einen der von uns angebotene, eigene Grundstücksservice. Unsere Datenbank
enthält mehr als 900 Grundstücke in der Region Berlin und Brandenburg. Zum anderen klären wir im ersten Beratungsgespräch, welches Budget einem Kunden zur Verfügung steht und mit welchen groben Bau- und Nebenkosten er rechnen darf. Dabei steht immer der Wunsch eines Bauherren im Vordergrund. Im zweiten Schritt geht es darum, über unser hauseigenes Architektenteam schon sehr konkret eine visualisierte Planung vorzulegen, eine genaue Kalkulation aller Kosten zu erstellen und ein entsprechendes Finanzierungskonzept zu erarbeiten.

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Was ist denn die Stärke von Argon-Haus?

André Behnisch:
Ganz klar: Wir setzen die Wünsche unserer Kunden um! Früher haben wir zu 90 Prozent Häuser von der Stange vertrieben. Inzwischen hat sich das Bild gewandelt. Mittlerweile entstehen mit unserer Hilfe 90 Prozent frei geplante Häuser. Ich erinnere mich da beispielsweise an einen Mann, der mal mit einem Köfferchen zu uns ins Büro kam. Darin hatte er ein Lego-Haus, das er mal als Kind baute. Das Haus wollte er nun unbedingt gebaut haben. Fünf andere Anbieter hatten ihn zuvor für diesen Wunsch belächelt. Wir hingegen konnten ihm schnell und unkompliziert helfen.

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Wie haben Sie das gemacht?

André Behnisch:
Am Anfang stand das erste Beratungsgespräch. Dann haben unsere hauseigenen Architekten das Haus seiner Kindheit eins zu eins in eine Planung übertragen und die Kosten dafür berechnet. Hier ging es schon sehr präzise und ehrlich um die Frage, was der Traum aus Kindertagen konkret kosten wird. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sind wir da von Anfang an sehr ehrlich zu unseren Kunden. Bereits in der Planung berücksichtigen wir die Frage, ob das Wunschhaus auch im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten eines Bauherren liegt.

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Nun ist es häufig so, dass vielen Bauherren erst mit Baubeginn noch Wünsche in den Sinn kommen. Das führt häufig zu Kostensteigerungen.

André Behnisch:
Genau hier haben wir mit Gutachtern und Psychologen ein Konzept entwickelt – die so genannte Ambientanalyse. Wir erstellen quasi in der Bauplanungsphase eine Art Psychogramm. Dabei analysieren wir exakt die Wünsche eines Kunden – und finden so heraus, welche Dinge ein Bauherr bevorzugt. Ist es eher ein Klassiker mit Hang zum Landhaus oder ein moderner Mensch, der klare Linien bevorzugt bzw. ein farbenfroher, romantischer Mensch, der den mediterranen Wohnstil liebt und Urlaubsflair in den eigenen vier Wänden spüren möchte? Wir ermitteln über spezielle Fragen ganz gezielt, welchen Wohn- und Baustil jemand favorisiert und welche Eigenschaften in Größe und Funktion jeder Raum des zukünftigen Traumhauses haben sollte. In unserem Bemusterungszentrum werden dann bereits während der Planungsphase alle Details zur Ausstattung festgelegt. Am Ende entsteht ein Konzept, das passgenau die Wünsche von Kunden berücksichtigt und vor allem auch in seinem Wunschbudget liegt. Unsere Trefferquote liegt hier bei 99 Prozent! Dabei gehen wir sehr feinfühlig an die Sache heran. Eben mit Herz.

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Herzblut haben auch die Teilnehmer eines Wettbewerbs bewiesen, den Sie vor einiger Zeit ausgelobt hatten. „Junge Architekten“ sollten das Haus der Zukunft planen. Was ist dabei herausgekommen?

André Behnisch:
Zunächst einmal haben sich bundesweit mehr als 500 junge Menschen daran beteiligt – vom Kindergartenkind bis zum Studenten. Die hatten durchaus pfiffige Ideen. Ein Junge entwickelte ein komplett rundes Haus, dessen Dach mit Solarzellen komplett bedeckt wurde. Ein anderer bastelte das Modell eines Hauses mit Flachdach, auf dem Hubschrauber landen können. Die Studenten hingegen erarbeiteten eine Vision von schwimmenden Häusern in der Ostsee.

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Konnten Sie mit den Ideen auch etwas anfangen?

André Behnisch:
Ja, das konnten wir. Das runde Haus entsteht derzeit in Köpenick als 360-Grad-Variante. Wir haben es Argon 360 genannt. Das Gebäude hat eine Fläche von 135 Quadratmetern und ein auf Wunsch ein Solardach. Wir haben errechnet, dass wir allein über die Solarenergie den kompletten Strom- und Heizbedarf einer vierköpfigen Familie decken können.

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Dafür müssen Sie dem kleinen Mann aber dankbar sein.

André Behnisch:
Das sind wir auch. Deshalb werden wir ihn zur Eröffnung des Hauses auch einladen. Schließlich war er unser Ideengeber.

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Welche Rolle spielen denn Kinder bei der Planung eines Hauses?

André Behnisch:
Eine sehr große! Denn Kinder sollen bei der Entstehung eines Hauses mitreden können und ihr eigenes Reich erhalten. Wir empfehlen Eltern beispielsweise immer, zwischen zwei geräumigen Kinderzimmern ein kleines Bad einzuplanen, das ausschließlich den Jüngsten vorbehalten ist. Auf diese Weise hat jede Generation ihren eigenen Bereich im Haus. Und die Eltern ärgern sich nicht ständig über herumliegende Handtücher oder offene Zahnpastatuben.

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Inzwischen wohnen ja auch immer häufiger die Großeltern mit im Haus. Viele Bauherren wünschen sich, die Oma und den Opa bei sich zu haben, statt sie ins Pflegeheim zu geben.

André Behnisch:
Genau hier setzen wir an: In Pankow bauen wir jetzt das Haus Camilla. Die jungen Leute bewohnen eine Fläche von 125 Quadratmetern, für die Eltern gibt es eine Wohnung mit drei Zimmern und 80 Quadratmetern. Ein Mehrgenerationenhaus hat viele Vorteile. Zum einen wird die finanzielle Belastung geringer, weil man sich die Grundstückskosten teilt. Zum anderen gibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eine doppelte Förderung. Und am Ende stocken die Eltern im Idealfall den Anteil des Eigenkapitals auf. Nicht zuletzt können Bauherren dann auch noch mit Mietzahlungen der älteren Bewohner rechnen und Vater Staat gewährt zusätzliche Steuervorteile.

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Kommen wir noch einmal zum Stichwort Energie. Auf Ihrer Internetseite bieten Sie unter anderem ein Null-Liter-Paket an. Was ist denn das?

André Behnisch:
Wie der Name schon sagt: Ein Paket, das unsere Kunden zu ihrem Haus dazubuchen können. Unser Ziel ist es, dass die Energiekosten einer Wärmepumpenheizung komplett durch die Erzeugung von Solarstrom auf dem eigenen Hausdach abgedeckt werden. Damit werden die höchsten Nebenkosten eines Eigenheimbesitzers, eben die Heizkosten, auf Null reduziert. Das Null-Liter-Paket ist sozusagen unsere größte Innovation: eine intelligente Wärmepumpe der neuen Generation, hocheffiziente Solarzellen, gepaart mit einer verbesserten Gebäudehülle.

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Wenn man sich Ihre Produkte so anschaut, stößt man auch auf Ausstattungspakete. Das erinnert ein wenig an den Kauf eines Autos, bei dem man auch Sonderausstattungen zum Spezialpreis erhält.

André Behnisch:
Da haben Sie völlig Recht. Nehmen wir mal unser Startpaket 2011: Da erhalten Sie unter anderem einen Kaminschornstein, eine Fußbodenheizung, Rollläden, eine Elektro-Ausstattung wie Licht-Dimmer, die Vorverkabelung für eine Dolby-Surround-Anlage und eine Lüftungsanlage für 2011,- Euro statt 10.000,- Euro. Mit anderen Worten: Wir sichern Ihnen einen immensen Preisvorteil von bis zu 80 Prozent. Das gelingt uns, weil wir unser Material direkt bei den Herstellern beziehen.

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Auch bei Ihren Haustypen haben Sie für die verschiedenen Bedürfnisse Serien entwickelt.

André Behnisch:
Richtig, das ist die Starlight-Version mit einem Haus in sehr guter Qualität zum niedrigen Preis, ohne teure Details, dafür aber in kurzer Bauzeit. Oder die Argon-Komfort-Serie, die durch viele optische Details wie z.B. einen Wintergarten, einen Erker oder serienmäßigen Dachgauben glänzt. Oder die Ambient-Häuser, unsere hochwertige Serie für Menschen mit hohen Ansprüchen an Wohnstil und -ausstattung. Von der Hausplanung bis zur
Innenausstattung sind wir dabei ein verlässlicher Partner. So übernehmen wir die Möbelplanung und setzen auch schon mal ausgeklügelte Konzepte für ein eigenes Heimkino mit Beschallungsanlage um.

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Bei Ihnen stößt man auch auf die Argon-TSerie. Was verbirgt sich dahinter?

André Behnisch:
Das ist eine große Innovation unseres Unternehmens, nämlich das mitdenkende Haus. Hier können wir intelligente Netzwerke anbieten. Von der Lichttechnik über die Heizungssteuerung bis zu den Rollläden und der Alarmanlage lässt sich alles über einen Monitor steuern. Den können die Hausbewohner mit der Hand spielend einfach bedienen und man kann das Haus übers Handy sogar aus der Ferne kontrollieren. Wenn ich beispielsweise aus dem Winterurlaub komme, kann ich übers Mobiltelefon von unterwegs festlegen, dass mein Haus schon mal auf kuschelige 22 Grad vorgeheizt wird. Das mitdenkende Haus hat aber auch Sensoren, die offene Fenster melden, die Wohntemperatur steuern oder das Licht je nach Tageszeit einstellen. Auf diese Weise sparen Sie bis zu 30 Prozent Energie. Und am Ende auch Geld!

Herr Behnisch, wir danken Ihnen für das herzliche und erkenntnisreiche Gespräch!

Interview als Download (PDF)

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