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Umfang der Arbeiten entscheidet über Gang zum Amt

Ein Haus verändert im Laufe der Zeit seine Bedeutung: Bewohner ziehen ein oder aus, werden älter oder vermehren sich. Hausbesitzer passen ihre eigenen vier Wände an – und entscheiden sich zu einem Umbau. Doch müssen Umbauten im Haus bei der Baugenehmigungsbehörde angezeigt oder vom Amt gar genehmigt werden? Entscheidend ist nach Ansicht von Fachleuten der Einzelfall. Auch die Frage, ob ein Haus unter Denkmalschutz steht, ist von großer Bedeutung.

Unproblematisch ist ein Umbau, wenn es sich um so genannte nicht tragende beziehungsweise nicht aussteifende Bauteile handelt. Das sind Elemente im Haus, die nicht mit der Standsicherheit und der sicheren Statik eines Gebäudes in Verbindung zu bringen sind. Werden diese Elemente wie Wände entfernt oder verschoben, bedarf es keiner Genehmigung.

Kompliziert wird es bei Bauteilen, die eine tragende Funktion haben: Da der Hausbesitzer hier Einfluss auf die Statik ausübt, muss er das Umbauvorhaben genehmigen lassen. Steht ein Wohngebäude unter Denkmalschutz, ist grundsätzlich der Gang zum Amt ratsam – denn denkmalschützerische Belange stehen oft in engem Zusammenhang mit einer eventuell erforderlichen Baugenehmigung .

Ist keine Baugenehmigung für den Umbau erforderlich, sind dennoch die Vorschriften der Bauordnung zu beachten. Auskunft hierzu erteilen Bausachverständige wie niedergelassene Architekten. Auch kann die Behörde Informationen zu offenen Fragen liefern.

8 KOMMENTARE

  1. Guten Tag
    es klingt ja toll wenn es so einfach wäre.ich bin Besitzer eines berliner mehrfamilien Hauses und im Dachboden ist ein Restteil des bodens nicht ausgebaut.es handelt sich hier um 60m2 potentiele wohnfläche .Ich habe ein Arhitekt und ein statiker beauftragt und ein Bauantrag gestellt. Bauamt behart auf einem ÖB Vermesser obwohl der arhitekt und statiker das als übeflusig halten das der dachboden zu 75%ausgebaut ist.Es zieht sich in die länge und die kosten steigen.Was tun ??? die bittere und teuere pille schlucken und bezahlen oder mit Bauamt Prozesieren oder ohne Baugenehmigung bauen???

  2. Zu den o.g. statischen Aspekten kommen auch Aspekte des Arbeitsschutzes und des Brandschutzes hinzu. sobald man ins gewerbliche kommt, steigen auch die Anforderungen (durch Größe und Nutzung).
    Wenn durch entfernen von nicht-tragenden Wänden Bereiche >400m² entstehen, müssen – je nach Art der Nutzung- zusätzliche bauliche, Rettungswege, RWA, Meldeanlagen etc. geschaffen werden. Hier spielt sogar die Raumhöhe eine Rolle.
    Verändern sich durch die Umbauten Arbeitsplätze (zb. dann nicht mehr natürlich belichtet), hat man als AG ein problem. Ein Bauantrag würde man so wohl auch nicht duchkriegen..

  3. ich möchte ein altes Haus zum Teil abreißen und den anderen teil um-bzw.ausbauen? brauche ich da einen
    bausachverständigen?

  4. ich möchte ein altes Haus zum Teil abreißen und den anderen Teil ausbauen.
    Brauche ich da einen Architekten oder Bauplaner?

  5. Ich habe eine grundsätzliche Frage, hoffentlich kann jmd. helfen. Wir haben eine Eigentumswohnung in einem komplex gekauft bei dem die Bauarbeiten noch nicht begonnen haben. Es handelt sich um eine 4 Zimmerwohnung 2 OG. Das WZ soll vergrößert werden und eine tragende wand durch stahlträger ersetzt werden im OG des Hauses erfolgt das auch so. Uns wurde jetzt gesagt es sei nun im 2 OG doch nicht möglich aus statischen Gründen, muss das so akzeptiert werden oder gibt es eigentlich immer die Möglichkeit eine tragende wand zumindest zum Teil durch stahlträger zu ersetzen??? Wie gesagt mit dem Bau wurde noch nicht begonnen.

    • Nun ist die Frage schon etwas zurück, eine Antwort gebe ich dennoch:
      In jedem Stockwerk müssen auch aussteifende Scheiben (zB Wände, Fachwerkverbände, oder biegesteife Rahmen) vorhanden sein, damit das Haus nicht wie ein Kartenhaus zusammenfallen kann wenn es seitlich „angestupst“ wird.
      Wenn diese besagte Wand also nicht einfach durch einen Stahlträger ersetzt werden kann, so ist es eine Wand die nicht nur die vertikalen Lasten nach unten tragen muss, sondern eine Wand die auch eine solche aussteifende Wirkung hat (wie oben beschrieben). Dann könnte nur überlegt werden ob nicht eine andere Wand anstelle dieser Wand die Aussteifung übernehmen könnte. Am besten wird es sein, mit dem Statiker persönlich zu telefonieren.

  6. Hallo sehr geehrte Damen und Herren,

    ich wollte erst meine Hauswand neu verputzen aber mir wurde gesagt das Schiefer länger hält und man dann keine Probleme mehr hat, wie alle paar Jahr neu streichen oder Verputzen. Daher möchte ich Kunstschiefer an meine Hauswand machen – darf ich das oder bedarf es einer Baugenehmigung?

    MFG
    Ingo

  7. Hallo, ich wohne in einem Reihenmittelhaus mit eigener Außenwand. Mein Nachbar hat nun einen Staglträgee eingebaut um das Wohnzimmer zu vergrößern, außerdem hat er in seine Außenwand (17,5 cm) alle Leitungen verlegt. Dann nur noch drüber verputzt. Seitdem höre ich auch leisere Musik,
    Fernseher und sprechen.
    Kann ich hier irgendwas machen?

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