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Gestaltung der Grünflächen kann mitunter anspruchsvoll sein

Gestandene Hausbesitzer kennen das: Die eigenen vier Wände wollen gepflegt werden. Umso verständlicher ist der Wunsch vieler Häuslebauer, den Aufwand beim Anlegen und bei der Pflege eines Gartens so gering wie möglich zu halten. Schnell muss die Frage beantwortet werden, ob ein naturnaher Garten entstehen soll oder eine Anlage mit kurzem, gepflegten englischen Rasen.

Zunächst muss an der Stelle mit einem Vorurteil aufgeräumt werden: Auch ein naturnaher Garten benötigt Zeit und Pflege. Bevor man auf seinem Grundstück einen naturnahen Garten anlegt, sollte man einige Fragen klären. Welche Pflanzen sollen im Garten wachsen? Und kommen sie mit den Boden- und Lichtverhältnissen zurecht? Auch an Sichtachsen sollte man denken: Sie schaffen Tiefenwirkung und eine angenehme Ästhetik.

Bestandteil eines naturnahen Gartens ist auch die eigene Kompostieranlage: Gartenabfälle landen in einem dafür vorgesehenen Behälter. Nach einiger Zeit dient der Kompost als nahrhafter Dünger für den Boden. Heimgärtner sollten im naturnahen Garten ohnehin nur mit natürlichen Stoffen düngen. Chemische Erzeugnisse hingegen haben im Garten nichts zu suchen. Um die Pflanzen gesund zu halten und vor Schädlingen zu schützen, helfen Jauchen oder Brühen oder biologische Nützlinge. Eine verlässliche Partnerin ist die Brennnessel, die als Sud angesetzt wahre Wunder in Blumenbeeten bewirkt.

In Sachen Bewässerung kommt es nicht auf die Menge an, sondern darauf, wie oft eine Fläche bewässert wird. Als Faustregel gilt: Lieber mehrere Male am Tag und dafür kurz als einmal in einer großen Menge. Bodendecker schützen vor Austrocknung. Heimische Pflanzen und Gehölze sind widerstandsfähiger und weniger anfällig. Ungefüllte Blütenpflanzen sind insektenfreundlicher. Frühblüher wie Krokus, Tulpen, Schlüsselblume, Buschwindröschen und Weiden sind ein Paradies für Insekten. Einige Arten sind wahre Schmetterlingsmagneten wie Blaukissen, Sommerflieder, Aster, Lavendel, Majoran, Dost, Distel, Sedum, Verbene, Borretsch, Mohn und Beinwell.

Wer den Garten mit Bäumen gestalten möchte, muss berücksichtigen, dass ein Baum auch seinen Platz braucht und dem Nachbarn bei zu geringem Abstand mitunter das Licht nimmt. Um im Vorfeld Ärger zu vermeiden, sollte der Standort eines Baumes genauestens überlegt sein. Im Herbst herabfallendes Laub ist gut geeignet, Tiere wie Igel überwintern zu lassen. Es sollte daher – bis auf die Rasenflächen – zu kleinen Haufen zusammengeharkt werden.

Eine Trockenmauer, ein Gartenteich, eine Kräuterspirale, ein Totholzhaufen oder unberührte Hecken sind ebenfalls Bestandteil eines naturnahen Gartens. Viel Natur versprechen auch eine Dachbegrünung, lebendige Gartenwege oder Nisthilfen.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Naturschutzbund Deutschland e.V.:

Naturschutzbund (NABU) Berlin e.V.
Fachgruppe Naturgarten
Wollankstr. 4
13187 Berlin-Pankow
Tel. 030 9860837-13 oder 030 98608370
Fax 030 9867051

Internetseite des NABU

Aktuell Bau GmbH

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