Haus des Jahres 2019

Wohnen ist nicht gleich schöner wohnen. Das bedeutet auch, dass jeder Bauherr in weiten Teilen seines eigenen Glückes – oder Wohngefühls – Schmied ist. Worauf es ankommt, um in vielen Facetten ein schönes Wohngefühl zu erreichen, zeigt diese Liste, die zahlreiche Inspirationen bietet.

1.)   Gute Luft = gutes Wohnklima

Natürlich tut es jedem gut, an der frischen Luft durchzuatmen. Doch wetterbedingt und auch lebensbedingt ist eben dies nicht immer möglich. Sei es, weil es in Strippen regnet oder, weil zumindest die meisten Menschen nachts im Bett schlafen – und ihr Nachtquartier nicht etwa draußen auf der Terrasse aufschlagen. Immer häufiger werden mitunter auch deswegen Lüftungs- und Klimageräte verbaut, die für gute Luft und ein damit einhergehendes gutes Wohnklima sorgen sollen. Die moderne Klimatechnik von Käuffer setzt mit ihrem Gerätepark an diesen Punkten an:

  • Die Fallkälte an der Fassade ist zu minimieren.
  • Hohe Energiekosten sind zu senken.
  • Kalte Füße sind unangenehm und machen krank.
  • Zugluft muss der Vergangenheit angehören.

Für den Privatbereich empfiehlt der Profi, auf eine kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) zu setzen. Dabei kommt frische Außenluft in den Raum, allerdings in aufbereiteter Form. Das heißt, dass das Prinzip der Wärmerückgewinnung greift und die Temperatur entsprechend kühlt, heizt oder befeuchtet. Ein Produktbeispiel aus der Firmengruppe Bosch wird bei Käuffer so näher beschrieben: „Die Regelungstechnik der Firma Bosch sorgt für eine gleichmäßige Vermischung der Raumluft mit der zugeführten Außenluft, so dass im gesamten Raum die gleichen Bedingungen herrschen. Die richtige Luftmenge wird in optimaler Qualität am richtigen Ort bereitgestellt, ohne Zugluft zu erzeugen und Luftschichten zu zerstören. Bei konventionellen Lüftungsanlagen werden diese Schichten häufig aufgelöst, so dass die heranströmende Luft durch die Haut erst wieder erwärmt werden muss – dieser Vorgang ist für das klassische Zugluftempfinden verantwortlich.“

2.)   Gesund Bauen mit gesunden Materialien

Ein Wohnraum kann nur so gesund erstrahlen, wie auch die Materialien sind, die ihm eine Hülle geben. Dabei muss ein jeder Bauherr insofern „umlernen“, als dass es bei der Auswahl der Baustoffe nicht nur um klassische Kennwerte wie Breite, Länge und Dichte gehen kann, sondern auch um Eigenschaften, die die Herstellung und Verarbeitung sowie die Nutzung und Entsorgung beschreiben. Eine wichtige Parallele ist in diesem Zusammenhang die Umweltverträglichkeit und die Verträglichkeit für den Menschen selbst.

Im Baunetzwissen wird dieser Zusammenhang so beschrieben: „Ein Produkt, welches in der Herstellung, Verarbeitung und Entsorgung umweltschonend ist, hat gute Voraussetzungen auch gesundheitsverträglich zu sein.Da es per se keine gesunden Baustoffe gibt, weil jeder Mensch individuell auf Einflüsse aus der Umwelt reagiert, sind Transparenz und Dokumentation unerlässlich. Transparenz bedeutet, dass sowohl die Art und Weise der Herstellung als auch die Zusammensetzung der Produkte bekannt sein muss. Gleichzeitig müssen Bauprozesse und verwendete Stoffe über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes hinweg dokumentiert werden.“

Eine Liste „guter“ und „schlechter“ Baumaterialien kann es demnach per se nicht geben. Wohl aber eine Empfehlung, was für einen guten Baustoff spricht:

  • Die Geruchs- und Emissionsfreiheit des verwendeten Materials.
  • Die Schadstofffreiheit mit Blick auf künstliche Mineralfassen, Formaldehyd, Asbest u.a.
  • Ein Hinweis auf Roh- und Inhaltsstoffe inklusive Zertifikat und Label.
  • Hinweise zur fachgerechten Verwendung.
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Eine moderne Innenraumgestaltung, vor allem mit Blick auf Wände und Decken, ist in jedem Fall erlaubt. Aber bei den Materialien ist darauf zu achten, dass sie nicht riechen, frei von Schadstoffen sind, ein Zertifikat über die Inhaltsstoffe ausweisen und fachlich richtig verlegt werden. Dasselbe gilt bereits für die erste Hülle des Hauses. Foto: pixabay.com © PIRO4D (CC0 Public Domain)

3.)   Im Innenbereich auf Optik und Zusammensetzung achten

Wer beim Bau auf gesunde Baustoffe setzt, der stellt die Weichen für ein gesundes, schönes Wohnambiente. Darauf sollte auch bei der Innenraumgestaltung geachtet werden. Das bedeutet: In den Bodenbelägen ist auf organische Lösungsmittel zu verrichten. Die Aktion pro Eigenheim rät: „Bauherren sollten nur Produkte einsetzen, die keine organischen Lösungsmittel enthalten, bei den Klebern für Bodenbelag orientieren sie sich am besten am EMICODE EC1plus Zeichen. Bei Holzböden ist eine offenporige Imprägnierung mit wasserlöslichen Pflanzenharzen und -ölen positiv. In Eingangsbereich, Küche und Bad kommen am besten Fliesen oder Natursteine zum Einsatz. Ist ein Teppich als Bodenbelag vorgesehen, kann dieser auch verspannt statt verklebt werden.“

Mit Blick auf Wand- und Deckengestaltung sind Naturstoffe wie Lehm und Kalk die erste Wahl. Auch mineralische Wandfarben, beispielsweise Silikatfarben, sind ein weiser Rat mit Blick auf ein angenehmes Raumklima. Wer trotz Trend zu verputzten und gestrichenen Wänden auf Tapeten setzen möchte, sollte auf Papiertapeten setzen. Egal ob Wände und Decken beklebt oder gestrichen werden, ausreichend zu lüften, ist auch nach dieser Maßnahme Pflicht.

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Die Innenraumgestaltung ist in weiten Teilen Geschmacksache. Darüber hinaus gilt es auf die Zusammensetzung von Boden-, Wand- und Deckenbelag zu achten. Foto: pixabay.com © edvaldocostacordeiro (CC0 Public Domain)

 

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