Aktuell Bau GmbH

Aus Sonnenenergie lässt sich Wärme gewinnen

Neben der Erzeugung von Elektrizität kann die Sonnenenergie auch direkt in thermische Energie umgewandelt und zur Warmwasseraufbereitung oder zum Heizen bzw. Kühlen eines Gebäudes verwendet werden. Dies geschieht über Solarkollektoren, in denen ein Wärmeträgermedium fließt. Dieses Medium wird durch die Sonnenstrahlung erwärmt und über eine Pumpe in gedämmten Rohrleitungen bis zum Warmwasserspeicher transportiert. Dort wird die gespeicherte Wärme über einen Wärmetauscher an das Speicherwasser abgegeben, das dem Haushalt als Warmwasser zum Duschen, Spülen oder Waschen oder über den Heizungskreislauf zugeführt wird.

Viele der heute auf dem Markt angebotenen Spül- und Waschmaschinen können heute mit vorgewärmtem Wasser betrieben werden, was den Stromverbrauch dieser Geräte entscheidend senken kann. Da in unseren Breitengraden die Sonnenstunden saisonal bedingt differieren, werden Solarthermieanlagen oft mit anderen Heizsystemen kombiniert. In den Sommermonaten, in denen demzufolge viel Energie erzeugt wird, kann diese über Pufferspeicher oder sogenannte Latentspeicher gespeichert und zeitversetzt oder sogar saisonal versetzt wieder zur Wärmeerzeugung abgegeben werden.

Generell sind die Ausrichtung des Daches (idealerweise nach Süden) und die verfügbare Dachfläche auf der die Sonnenkollektoren installiert werden entscheidend, um Sonnenenergie optimal ausnutzen zu können. Der ideale Neigungswinkel für die Kollektoren einer Geothermie-Anlage beträgt 45 Grad. Die Größe der Anlage richtet sich dabei nach dem Energiebedarf des Hauses. Als Bauherr sollte man darauf achten, dass die gewählte Dachfläche zu keiner Zeit des Tages verschattet wird. Denn der tatsächlich für die Warmwasseraufbereitung verwendete Anteil an den Energiekosten beläuft sich lediglich auf etwa 10 Prozent, so dass Kosten und Nutzen einer solchen Anlage vorab genau geprüft werden sollten – vor allem bei Haushalten mit einem niedrigen Wasserverbrauch.

Aktuell werden Solarthermieanlagen im Zuge des Marktanreizprogramms des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit BMU nur für Bestandsgebäude und nicht für Neubauten gefördert. Verantwortlich für Förderungen ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA .

Weiterführende Informationen zur Förderung von Solarthermieanlagen finden Sie unter folgendem Link:

http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erneuerbare_energien/index.html

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!

Ich akzeptiere

Please enter your name here