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Gesetzgeber schreibt ehrgeizige Ziele fest

Neben den bekannten fossilen Energieträgern wie Öl und Gas treten angesichts des Klimawandels in den letzten Jahren zunehmend erneuerbare, regenerative Energien aus Sonne, Wasser, Wind, Biomasse und Geothermie in den Blickwinkel. Diese sollen zukünftig einen großen Teil der elektrischen Energieversorgung aber gerade auch der Wärmeversorgung sicherstellen. Durch die Nutzung erneuerbarer Energien, die unbegrenzt und kostenlos zur Verfügung stehen, kann ein Hausbauer große Teile seines verbrauchten Stroms und seiner verbrauchten Heizwärme selbst erzeugen und damit erheblich Kosten sparen.

Erneuerbare Energien Gesetz EEG Das der Bundesregierung schreibt dafür bis 2020 ehrgeizige Ziele fest und fördert die Bereitstellung und Nutzung regenerativer Energien sowohl zur Stromversorgung als auch zur Wärme- und Kälteerzeugung im Neubausektor und in den letzten Jahren verstärkt auch im Bestand.

Weit verbreitet auf deutschen Dächern sind mittlerweile Photovoltaikanlagen , für deren Betreiber eine Einspeisung des erzeugten Stroms in das öffentliche Stromnetz hoch subventioniert wird. Eine andere Möglichkeit ist die Gewinnung von Energie durch Windkraft und die großen Windparks sind bereits seit mehreren Jahren ein gewohnter Anblick. Doch auch für das eigene Haus kann mit einer Kleinwindanlage Energie erzeugt werden. In den Anschaffungskosten liegen diese Kleinwindanlagen in etwa gleich mit Photovoltaikanlagen, jedoch wird für die Einspeisung von selbst erzeugtem Windstrom im Vergleich nur sehr wenig bezahlt. Auch kann der Lärm, den eine solche Kleinwindanlage verursacht, zu einem Problem für die Bauherren und ihre Nachbarn werden. Wind ist außerdem ein weniger zuverlässiger Partner als die Sonne. In einigen Gebieten gibt es durchschnittlich so niedrige Windgeschwindigkeiten, dass eine Kleinwindanlage kaum Sinn macht. Wer „grünen“ Strom und Energieunabhängigkeit für sein Haus möchte, sollte sich vorher gut beraten lassen, ob die Anschaffung für das jeweilige Baugebiet Sinn macht und sich auch langfristig rentiert.

Seit 2009 fördert die Bundesregierung verstärkt den Einsatz erneuerbarer Energien im Bereich der Wärme- und Kälteerzeugung. Neben der Stromerzeugung über Photovoltaikanlagen kann die Sonnenstrahlung über Solarthermieanlagen auch direkt zur Erzeugung von Wärme genutzt werden, die dem Heizkreislauf zugeführt und zur Warmwasseraufbereitung genutzt wird. Ebenso kann über Geothermieanlagen die in der Erdkruste gespeicherte Wärme genutzt werden, deren relativ niedrige Temperaturen durch Wärmepumpen in nutzbare Heizwärme umgewandelt werden. Wärmepumpen kommen auch zum Einsatz, um über die sogenannte Wärmerückgewinnung die noch enthaltene Wärme aus der Abluft oder dem Abwasser eines Hauses nutzbar zu machen. All diese Maßnahmen dienen dazu, einen Teil der benötigten Heizenergie über diese alternativen Energieträger sicherzustellen und somit den Heizenergiebedarf eines Hauses entscheidend zu senken.

Auch das Blockheizkraftwerk (BHKW) ist mittlerweile eine Alternative, da hier auf höchst effektive Weise die bei der Stromproduktion erzeugte Wärme für die Gebäudeheizung genutzt wird.

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