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System sammelt Sonnenstrahlen ein und wandelt sie in Energie um

Überall auf deutschen Dächern findet man heute Photovoltaikanlagen , die das Hausdach zum eigenen Stromerzeuger werden lassen. Über Photovoltaik-Module wird die direkte und diffuse Sonnenstrahlung „eingesammelt“ und in Solarstrom umgewandelt. Dieser kann dann entweder für die Eigenversorgung genutzt (hier spricht man von Inselsystemen) oder in das öffentliche Stromversorgungsnetz eingespeist werden (netzgekoppelte Systeme).

Die Größe der Photovoltaik-Anlage richtet sich dabei im Wesentlichen nach der Größe der zur Verfügung stehenden geeigneten Dachfläche, dem Jahresstromverbrauch und nicht zuletzt nach dem finanziellen Rahmen des Bauherren. Doch als Tipp sei genannt, dass der in das Stromversorgungsnetz eingespeiste Solarstrom nachdem Erneuerbare Energien Gesetz EEG der Bundesregierung nicht unerheblich vergütet wird und demnach eine hohe Solar-Stromproduktion für die Betreiber durchaus rentabel macht. Doch um in den Genuss dieser Vergütung zu kommen, müssen Photovoltaik-Anlagen bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden. Eine Ausnahme bilden Anlagen die ausschließlich den eigenen Strombedarf abdecken (Inselsystem) und demnach keinen Strom in das öffentliche Netz einspeisen. Eine neue Photovoltaik-Anlage ist spätestens zum Zeitpunkt ihrer Inbetriebnahme, frühestens jedoch zwei Wochen vorher über das Meldeportal der Bundesnetzagentur anzumelden.

Doch bevor man als Bauherr über den Zeitpunkt der Anmeldung nachdenken kann, sind erst einmal einige wichtige Parameter zu beachten, bevor die Anlage überhaupt gebaut wird. Photovoltaik-Anlagen funktionieren sowohl mit direkter als auch diffuser Strahlung – also auch wenn der Himmel bedeckt ist oder es regnet. Die optimale Ausnutzung dieser Strahlung hängt von der Ausrichtung der Anlage und der Neigung, mit der die Anlage installiert werden soll. Idealerweise sollte die Anlage direkt nach Süden ausgerichtet sein. Jede kleine Abweichung nach Südosten oder Südwesten bringt bereits Strahlungsverluste mit sich. Auch sind Photovoltaik-Anlagen stets mit einer Neigung zu installieren. Diese sollte 15 Grad nicht unterschreiten, denn sonst kann sich die Anlage nicht mehr selbst „reinigen“ bzw. ohne Fremdeinwirken von Laub oder Schnee „befreien“. Der optimale Neigungswinkel für Photovoltaik-Anlagen beträgt 30 Grad und sollte 50 Grad nicht übersteigen. Doch selbst bei einer Verwendung von Photovoltaik-Modulen an Fassaden können noch bis zu 90 Prozent der Energie aufgenommen werden. Allerdings sollten diese Fassaden keine Vorsprünge wie Balkone oder Erker aufweisen. Denn: Bei Solaranlagen ist unbedingt jegliche Art von Verschattung zu vermeiden, wie sie etwa durch Bäume oder angrenzende Bebauung verursacht werden kann.

Zudem ist vor der Installation einer solchen PV-Anlage zu prüfen, ob für den Standort besondere baurechtliche Auflagen gelten, wie etwa durch den Denkmalschutz, aber auch durch bestimmte Gestaltungssatzungen in der Gemeinde oder durch Vorgaben im Bebauungsplan. Außer in diesen Fällen ist eine Photovoltaik-Anlage in der Regel jedoch nicht genehmigungspflichtig. Da die Bestimmungen jedoch variieren, sollte ein Bauherr sich vorab beim zuständigen Bauamt informieren.

Photovoltaik-Anlagen werden über vergünstigte Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW oder im Rahmen des Marktanreizprogrammes der Bundesregierung gefördert.
Weitere mögliche Förderungen können Sie unter folgenden Links abfragen:

Meldeportal der Bundesnetzagentur:
http://www.solartechnikberater.de/downloads/
http://www.foerderdata.de/

Aktuell Bau GmbH

1 KOMMENTAR

  1. Ein wirklich interessanter und informativer Artikel. Wichtig in der heutigen Zeit ist definitiv noch die Anbindung eines Photovoltaik Speichers um die Stromkosten soweit ruter zu fahren, das der Energieversorger fast leer ausgeht. Ziel muss eine Vollkomende Unabhängigkeit sein. VG

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