Kreditinstitut würdigt energiebewusstes Bauen mit günstigen Krediten

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), auch kurz KfW-Bank genannt, ist ein Kreditinstitut. Es wird von Bund und Ländern getragen und hat zum Ziel, soziale, wirtschaftliche und ökologische Lebensbedingungen zu verbessern. Die KfW vergibt Förderungen und zinsgünstige Kredite an Bauherren, die besonders energiebewusst bauen oder sanieren.

Beim Bau eines Passivhauses oder eines KfW-Effizienzhaus können die Baukosten ohne Grundstück mit bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit gefördert werden. Entscheidend für eine Förderung sind in erster Linie der Jahres-Primärenergiebedarf und der Transmissionswärmeverlust. Der Jahres-Primärenergiebedarf bezeichnet die Menge an Energie, die zur Trinkwassererwärmung, Heizung, Anlagetechnik und allen Prozessketten außerhalb des Gebäudesystems, innerhalb eines Jahres benötigt wird. Der Transmissionswärmeverlust bezeichnet die Wärmemenge, die das Haus verliert, wenn die Außentemperatur kleiner ist als die Innentemperatur.

Folgende Förderbegriffe werden im Zusammenhang mit der KfW benutzt: Es gibt derzeit verschiedene förderungswürdige Standards. Die energiesparendsten Modelle sind das Passiv- oder das KfW-Effizienzhaus 40. Das KfW-Effizienzhaus 40 verbraucht nur 40 Prozent des in der EnEV 2009 vorgeschriebenen Jahres-Primärenergiebedarfs. Zusätzlich soll der Transmissionswärmeverlust lediglich 55 Prozent im Vergleich zum Referenzgebäude betragen.

Das KfW-Effizienzhaus 55 setzt voraus, dass nur 55 Prozent des festgeschriebenen Jahres-Primärenergiebedarfs benötigt werden. Außerdem soll der maximale Transmissionswärmeverlust der EnEV 2009 um weitere 30 Prozent gesenkt werden.

Beim KfW-Effizienzhaus 70 handelt es sich um ein Haus, das nur 70 Prozent des gesetzlichen Jahresbedarfs benötigt. Hier darf der Transmissionswärmeverlust nicht mehr als 85 Prozent betragen.

Anträge für eine KfW-Förderung des Programms „Energieeffizient bauen“ kann von allen Bauherren gestellt werden, die Gebäude zur Selbstnutzung oder Vermietung bauen und die Auflagen erfüllen. Das gilt für Privatpersonen, Wohnungsgenossenschaften, Wohnungsunternehmen und allen Institutionen des öffentlichen Rechts. Die Anträge müssen vor Beginn der Bauarbeiten eingereicht werden.

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