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Übersicht über alle notwendigen Papiere für den Hausbau

Das Erstellen und Zusammenstellen eines Bauantrags ist ein wahrer Papierkrieg! Daher sollte ein Bauherr vor allem darauf achten, alle erforderlichen Unterlagen vollständig und unterschrieben bei der zuständigen Baubehörde einzureichen. Denn durch unvollständige Unterlagen kann sich das nun eingeleitete Baugenehmigungsverfahren verzögern. Je nach Landesbauordnung variieren die erforderlichen Unterlagen. Daher sollte man sich vorab genau bei der zuständigen Baubehörde informieren.

Der Verfasser des Bauantrags muss eine Bauvorlageberechtigung nachweisen können. In der Regel ist das ein in der Architektenkammer eingetragener Architekt.

Ein Bauantrag besteht aus den Formularvordrucken und mehreren Anlagen wie dem Planteil mit den Bauzeichnungen des geplanten Bauvorhabens, verschiedenen Berechnungen und Nachweisen sowie detaillierten textlichen Beschreibungen. Alle Unterlagen müssen in mindestens zweifacher Ausführung bei der zuständigen Behörde eingereicht werden.

Die Planunterlagen für das Bauvorhaben sind in der Regel im Maßstab 1:100 einzureichen und werden durch einen Lageplan im Maßstab 1:1000 ergänzt, der auf Grundlage eines Auszugs aus der Liegenschaftskarte des zuständigen Katasteramts zu erstellen ist. Ebenso sind in einer Zeichnung, dem sogenannten Entwässerungsplan, Aussagen zur Abwasserentsorgung und der Ableitung von Regen- und Schmutzwasser zu treffen

In der Baubeschreibung wird das geplante Vorhaben detailliert textlich beschrieben. Als Bauherr sollte man darauf achten, dass die Baubeschreibung so detailliert wie möglich formuliert wird, da sie als spätere Vertragsgrundlage definiert, welche Leistungen von einem Architekten oder den ausführenden Firmen tatsächlich zu erbringen sind. Für den Laien bietet es sich also an, die Baubeschreibung von einem unabhängigen Gutachter beurteilen zu lassen, denn unvollständige Angaben können für den Bauherrn unerfreuliche Nachforderungen nach sich ziehen. Eine vollständige Baubeschreibung sollte zum Beispiel auch detaillierte Angaben über sämtliche zu verwendenden Materialien, Ausstattungen und technischen Details enthalten.

Gleichzeitig sind für einen Bauantrag Berechnungen zur bebauten Grundstücksfläche, dem umbauten Raum, der Geschossflächenanzahl (GFZ)
und Grundflächenzahl (GRZ) sowie der Wohn- und Nutzfläche erforderlich. Ebenso ist dem Bauantrag eine Berechnung der Rohbau- und Gesamtkosten beizulegen.

Als geforderte technische Nachweise sind ein statischer Nachweis (Standsicherheitsnachweis), der Wärmeschutznachweis sowie in besonderen Fällen ein Nachweis zum Schallschutz zu erbringen.

Sobald alle erforderlichen Unterlagen komplett und unterschrieben bei der zuständigen Behörde eingegangen sind, wird dem Bauherren schriftlich mitgeteilt, wann er mit einer Entscheidung über sein Bauvorhaben rechnen kann.

Aktuell Bau GmbH

1 KOMMENTAR

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    warum muß ich einen Wärmeschutznachweis einreichen, der von keinem einzigen Landratsamt und dergleichen geprüft wird. Soviel ich weiß gibt es keine Prüfvorschriften, bzw. im Antrag kann auch kein Kreuzchen gesetzt werden, ob der Wärmeschutznachweis eingereicht wurde.

    Meine Bitte an Sie
    gibt es irgendwo § die den Wärmeschutznachweis regeln, wann dieser bei den Bauämtern eingereicht werden muß, bzw. wer das denn auch überprüft.
    Bisher ist der Wärmeschutznachweis in Bauantrag nicht vorgesehen. Dieses widerspricht sich mit dem Gesetzgeber bei Neubau. Jeder baut wie er will.

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