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Jedes Bauvorhaben muss bei der Behörde beantragt werden

Grundsätzlich ist jedes Bauvorhaben – ganz gleich ob Neubau oder Anbau – genehmigungspflichtig. Allerdings gibt es einige Sonderfälle, in denen ein Baugenehmigungsverfahren nicht erforderlich ist. Dies gilt vor allem für Bauten (u.a. auch Wohnbauten), die nach der jeweils geltenden Bauordnung nicht zu den Sonderbauten zählen. Wer als Bauherr von einem Genehmigungsverfahren befreit ist, spart nicht nur Zeit sondern auch Kosten.

Jedoch kann nicht jedes Bauvorhaben von einer Genehmigung freigestellt werden und es gilt besondere Anforderungen einzuhalten. So muss das geplante Bauvorhaben im Geltungsbereich eines gültigen Bebauungsplans liegen und bereits erschlossen sein. Alle Festsetzungen im Bebauungsplan müssen eingehalten werden, da diese bestimmte Gestaltungsrichtlinien für die Bebauung definieren (z.B. Anzahl des Geschosse, Dachform, Dacheindeckung etc.)

Welche Unterlagen zur Vorlage bei der zuständigen Baubehörde eingereicht werden müssen, regelt die jeweilige Landesbauordnung. Neben dem Antragsformular sind das in der Regel eine Baubeschreibung, ein Lageplan sowie die erforderlichen Bauzeichnungen. Die Behörde kann dem geplanten Bauvorhaben innerhalb eines Monats nach Antragstellung widersprechen. Geschieht dies nicht, kann nach Ablauf dieser Frist von vier Wochen unmittelbar mit dem Bau begonnen werden.
Da für das Bauvorhaben allerdings auch keine Baugenehmigung erteilt wird, bedeutet das in jedem Fall für den Architekten eine wesentlich höhere Verantwortung, weshalb in der Praxis eher das Vereinfachte Genehmigungsverfahren Anwendung findet.

Alle Beiträge beruhen auf individuellen und langjährigen Erfahrungen unserer Autoren und ersetzen keine rechtliche und fachliche Beratung.

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