Alle Faktoren auf einem Blick

Das Maß der baulichen Nutzung wird durch folgende Faktoren bestimmt:
die Grundflächenzahl (GRZ), die Geschossflächenzahl (GFZ), die Anzahl der Vollgeschosse, die maximale Anzahl der Wohnungen, Höhe (z.B. Wandhöhe, Traufhöhe, Firsthöhe) der baulichen Anlage, Vorschriften für Stellplätze und Erschließung, Grundstücksgrenzen, Abstandsflächen, Baugrenzen, Baulinien und die Eigenart der näheren Umgebung.

Die Grundflächenzahl (GRZ)
Die Grundflächenzahl, kurz GRZ, legt die maximal überbaubare Fläche eines Grundstücks fest und wird im Bebauungsplan
als Zahl mit Dezimalstellen angegeben. Für ein 300 m² Grundstück mit einer GRZ von 0,4 bedeutet das beispielsweise, dass maximal eine Fläche von 120 Quadratmetern (300 Quadratmeter x 0,4 = 120 Quadratmeter) überbaut werden darf.

Neben der Grundfläche des Hauses zählen allerdings auch Flächen für Garagen
oder andere betonierte Flächen auf dem Grundstück als überbaute Flächen. Nebengebäude, wie etwa Gartenhäuser oder Geräteschuppen, werden nur anteilsmäßig mit 50% als überbaubare Fläche angerechnet.

Die maximal zulässige überbaubare Fläche eines Grundstücks
ist vor allem für Bauherren eines Bungalowhauses wichtig, da diese Hausvariante als eingeschossiger Bau eine deutliche höhere Grundfläche benötigt, als etwa ein zweigeschossiges Haus.

Die Geschossflächenzahl (GFZ)
Die Geschossflächenzahl, kurz GFZ, gibt vor, wie viel Quadratmeter Geschossfläche insgesamt in allen Geschossen auf dem Grundstück gebaut werden dürfen. Wie auch die Geschossflächenzahl bezieht sich die Grundflächenzahl auf die Grundstücksgröße und wird als Zahl mit Dezimalstellen angegeben.

Für ein 300 Quadratmeter Grundstück mit einer GFZ von 1,2 bedeutet das beispielsweise, dass maximal eine Gesamt-Geschossfläche von 360 Quadratmetern zulässig ist. Die Gesamt-Geschossfläche eines Gebäudes errechnet sich ausschließlich aus den Geschossen, die nach BauNVO als Vollgeschosse gelten.

Die Anzahl der Vollgeschosse
Im Bebauungsplan
sind die maximal zulässigen Vollgeschosse durch römische Zahlen angegeben. Die Anzahl der Vollgeschosse werden in der Regel im Bebauungsplan festgeschrieben, um die Höhe der Bebauungen in einem Baugebiet festzulegen. Unter bestimmten Bedingungen sind auch weitere Geschosse zulässig, die nicht als Vollgeschosse gezählt werden. Das kann zum Beispiel ein so genanntes Staffelgeschoss sein, also ein zusätzliches Geschoss, welches maximal 75 Prozent der Fläche des darunterliegenden Vollgeschosses einnimmt. Ebenso gelten Dachgeschoss und Keller in der Regel nicht als Vollgeschosse. Jedoch muss ein Bauherr vor der Entscheidung zur Planung weiterer nutzbarer Geschosse zuvor genau prüfen, ob der Bebauungsplan keine zusätzlichen Auflagen enthält, die die Genehmigung solcher zusätzlichen Geschosse nicht erlauben. Je nach Bundesland variieren hier die Regelungen zu den Vollgeschossen. Mit dem Bauantrag ist zudem ein Nachweis einzureichen, dass es sich bei solch zusätzlichen Nutzgeschossen nicht um Vollgeschosse handelt.

Die Dachvorgaben
Bei den Dachvorgaben wird z.B. die Ausrichtung des Dachfirstes, die Art der Dacheindeckung und die Dachneigung vorgeschrieben. Diese Vorgaben – beispielsweise zu Firsthöhe oder Traufhöhe – beeinflussen maßgeblich die Wahl des Haustypus. Daher sollte ein Bauherr alle im Bebauungsplan
festgeschriebenen Vorgaben kennen und bedenken.

1 KOMMENTAR

  1. Vor Ca 20 Jahren erstellte ich ein Gartenhaus mit Baubewilligung
    Ca.vor 10 jhren erstellte ich eine Voliere davor und jetzt kommt die Gemeinde das mein gartenhaus nicht mehr Zweckmässig gebraucht wird frage was darf ich den im Gartenhaus haben ,sind Tauben als Notstand nicht zweckmässig oder Futtervorat

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