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Kommunen und Kirchen bieten eigene Immobilien zur Bebauung an

Für Bauherren, denen nur ein geringes Eigenkapital zur Verfügung steht, ist jede mögliche finanzielle Erleichterung wichtig. Eine Idee dazu ist die Erbbaupacht. Dies bedeutet, dass Bauherren ihren Baugrund nicht kaufen, sondern für einen Zeitraum von meist 99 Jahren pachten. Nach dem Ende dieser Pacht geht das Haus in den Besitz des Pachtgebers über.

Dafür zahlen Bauherren monatlich eine Gebühr, den so genannten Erbbauzins. Der jährliche Erbbauzins liegt meist zwischen drei und fünf Prozent des Grundstückswerts. Dieser Zins steigt jedoch in der Regel alle drei oder alle zehn Jahre an, sodass genau geprüft werden muss, ob die Zinsen auch noch in einigen Jahren oder Jahrzehnten erschwinglich sein werden.

Anbieter von solchen Erbbaupachten sind häufig Kommunen oder Kirchen. Gerade Familien mit Kindern haben bei kirchlichen Erbpachtgebern die Chance auch Vergünstigungen beim Zins oder Abschläge beim Grundstückswert zu erhalten.

Bevor ein Erbbaupachtvertrag abgeschlossen wird, sollten jedoch einige Details genau geklärt werden. Zum Beispiel ist es wichtig festzulegen, wie hoch die Ausgleichszahlung für das Haus nach dem Ablauf der Pachtfrist sein soll. In der Regel sind zwei Drittel des Verkehrswertes festgelegt. Wer verhindern will, dass das Haus nach Ende der Pacht den Besitzer wechselt, sollte eine Bauherrenoption in den Vertrag mit aufnehmen. Dies bedeutet, dass der Bauherr die Möglichkeit erhält, das Grundstück nach Ablauf der Frist zu erwerben. Ebenfalls im Vertrag geklärt wird die Frage, wann ein verfrühter Heimfall, also die Rückgabe von Grund und Haus an den Erbbaugeber vor Ablauf der Frist, eintritt. Dies kann der Fall sein, wenn die Bauherren die Zahlung mehrerer Monatsraten versäumen.

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