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Banken verlangen für Baufinanzierung umfangreiche Unterlagen

Für eine Immobilienfinanzierung gibt es eine Reihe von Unterlagen, die von den Banken zur Prüfung benötigt werden. Dabei können zwei wichtige Bereiche unterschieden werden. Zum einen werden Unterlagen geordert, damit eine Bonitätsprüfung vorgenommen werden kann. Darunter sind zunächst die Einkommensnachweise zu verstehen. Bei Arbeitnehmern sind dies die letzten zwei bis drei Gehaltsnachweise und der aktuelle Einkommensteuerbescheid. Selbständige und Freiberufler müssen in der Regel die jüngsten zwei Jahresabschlüsse und eine aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung vorlegen (BWA). Dabei hilft meist der Steuerberater.

Zusätzlich zu den Einkommensnachweisen erwarten die Banken, dass eine Selbstauskunft ausgefüllt wird. In der Selbstauskunft werden auch Informationen zur Vermögenssituation und zu bestehenden Verbindlichkeiten abgefragt. In der Regel werden dazu ebenfalls Nachweise, d.h. Kopien von Tagesgeldkonten, Wertpapierdepots oder weiterer Darlehen verlangt. Darüber hinaus stimmen Bauherren im Rahmen dieser Prüfungen auch einer Prüfung der Bonität bei der Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) zu. Bei der Schufa erfährt die Bank, ob bereits Kredite bestehen und ob diese bisher immer fristgerecht zurückgezahlt wurden.

Die weitere wichtige Prüfung betrifft die Immobilie selbst. Dazu gehört der Lageplan der Immobilie. Hier kann der katasteramtliche Lageplan verwendet werden, der ohnehin für den Bauantrag verwendet wird. In der Regel handelt es sich dabei um eine Liegenschaftskarte entweder im Maßstab 1:1.000 oder 1:500. Erhältlich ist ein derartiger Lageplan abhängig vom Bundesland entweder beim Katasteramt, öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren oder Bausachverständigen.

Die Baubeschreibung wird ebenfalls benötigt. Sie ist eine detaillierte Darstellung des zu errichtenden Gebäudes. Dazu gehört die Art der Bauausführung und der verwendeten Materialien. Da die Baubeschreibung ohnehin Bestandteil des Bauvertrags wird, sollte diese entsprechend sorgfältig angefertigt werden.

Mit der Gesamtkostenaufstellung reichen Bauherren eine Übersicht der zu erwartenden Kosten ein, die beim Kauf oder Erwerb einer Immobilie anfallen. Dazu gehören der Anschaffungspreis plus Nebenkosten wie Gebühren und Steuern, das eingesetzte Eigen- und Fremdkapital sowie die dafür anfallenden Kosten wie etwa Zinsen und Gebühren. Diese Daten werden dann in einem Finanzierungsplan aufgenommen.

Kreditinstitute erwarten für ihre Darlehen entsprechende Sicherheiten vom Kreditnehmer. In der Regel sichert sich die Bank darüber ab, ob das Darlehen durch die Immobilie plus Boden für die Rückzahlung der Immobilie ausreicht. Dafür wird ein Beleihungswert berechnet. Dazu werden der aktuelle Grundbuchauszug, die Baugenehmigung, die Wohnflächenberechnung sowie die Brandversicherungspolice eingereicht.

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