Einnahmen und Ausgaben entscheiden über die Höhe der Kreditrate

Die Zinssätze für eine Finanzierung sind inzwischen für Bau- und Kaufinteressierte von Immobilien im historischen Vergleich sehr gering. Dennoch sollten Bauherren bereits direkt am Anfang für sich selbst eine genaue Finanzierungsplanung und Kostenaufstellung vornehmen. Sinnvoll ist es, bei den Planungen Kosten für die Zinssätze und so genannte Risikoaufschläge zu kalkulieren. Wer zum Beispiel heute eine zehnjährige Zinsbindung mit einem Zinssatz von vier Prozent vereinbart, weiß heute nicht, welchen Zinssatz er in zehn Jahren neu vereinbaren kann.

Wer eine Immobilie oder einen Hausbau finanzieren möchte, sollte vorher einen Überblick über das Eigenkapital sowie die Einnahmen und Ausgaben gewinnen. Nur so erkennen Bauwillige, welche monatliche Belastung sich ergibt. Wesentliche Voraussetzung für ein Baudarlehen ist das Eigenkapital. Die Banken verlangen in der Regel eine Finanzierung von 20 Prozent der Gesamtkosten durch Eigenkapital. Für den Kreditnehmer gilt allerdings, dass er so viel wie möglich von seinem Kapital in die Finanzierung mit aufnehmen sollte.

Allerdings sollte nicht das gesamte Eigenkapital in die Finanzierung fließen. Ein Teil sollte auch als Reserve für unvorhergesehene Anschaffungen zurückgelegt werden. Das erspart am Ende die Aufnahme eines teuren Konsumentenkredits.

Basis einer jeden Baufinanzierung ist eine Gegenüberstellung der monatlichen Einnahmen und Ausgaben zur Ermittlung der monatlichen Belastbarkeit durch einen Kredit. Bei den Einnahmen sind das monatliche Nettoeinkommen, eventuell Kindergeld sowie Einnahmen aus Miete, Rente oder sonstigem Kapital zu berücksichtigen, exklusive des 13. Monatsgehalts sowie des Weihnachts- und Urlaubsgeldes. Diese letztgenannten Zusatzeinnahmen sollten als finanzielles Polster dienen, um unvorhergesehene Ausgaben ausgleichen zu können. Bei der genauen Berechnung der Ausgabenseite müssen neben den Fixkosten auch die Netto-Lebenshaltungskosten inklusive sämtlicher versteckter Posten beachtet werden, wie zum Beispiel Zeitungsabonnements und Vereinsbeiträge. Die Kreditgeber rechnen allerdings mit Durchschnittswerten.

Die monatliche Belastbarkeit ist der Differenzbetrag zwischen Einnahme- und Ausgabenseite. Die Raten eines Kredits dürfen diesen Differenzbetrag nicht übersteigen. Daneben muss auch die Laufzeit eines Kredits bedacht werden, da er noch vor Eintritt der Rente abbezahlt sein sollte. Die Einkünfte verringern sich mit Eintritt der Rente in den allermeisten Fällen, dementsprechend sinkt die monatliche Belastbarkeit im Alter.

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