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Aufgrund der stetig steigenden Baulandpreise entscheiden sich immer mehr Bauherren, ein Haus mit Keller zu bauen. Denn ein Keller schafft zusätzlichen Stau- und/oder Wohnraum auch bei kleinen Grundstücken und ist in der Regel günstiger, als das Haus ein weiteres Stockwerk in die Höhe zu bauen. Damit der Keller bequem nutzbar ist, sollten jedoch einige Punkte beachtet werden. Von der idealen Lüftung über eine gute Beleuchtung bis zu praktischen Lichtschachtabdeckungen haben wir Ihnen die besten Tipps rund um den Kellerbau zusammengestellt.

Wohnkeller oder Nutzkeller?

Wenn Sie sich für einen Kellerbau entschieden haben, steht gleich die nächste Frage an: Soll der Keller nur als Lagerraum genutzt werden oder als zusätzlicher Wohnraum? Denn je nachdem, wie die Kellerräume verwendet werden sollen, müssen verschiedene Vorschriften beachtet werden. Sind Kellerräume zum dauerhaften Aufenthalt bestimmt, müssen sie genau den baulichen Vorschriften der jeweilig gültigen Bauordnung entsprechen, wobei die Vorschriften nicht in allen Bundesländern gleich sind. Dabei ist bei Wohnkellern eine Wärmedämmung der Wände gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV) vorzunehmen und es muss eine vorgeschriebene Raumhöhe eingehalten werden. Zudem müssen die Fenster so groß geplant werden, dass genug Tageslicht und eine ausreichende Belüftung gewährleistet werden.

Die richtige Belüftung

Um einen Keller risikolos nutzen zu können, muss genug Frischluft in die Kellerräume dringen. In der Regel kann das durch verschiedene Methoden erreicht werden:

  1. Der Keller wird zum Teil über der Erde geplant – als sogenannter Hochkeller. Dabei kann in einem Hochkeller auf normale Fenster zurückgegriffen werden. Der Hochkeller ist allerdings etwas teurer bei den Baukosten als ein unterirdischer Keller.
  2. Es werden Lichtschächte gegraben und mit entsprechenden Kellerfenstern unter der Erde kombiniert, die dann mit praktischen Lichtschachtabdeckungen vor Schmutz geschützt werden können.
  3. Es werden reine Be- und Entlüftungsschächte angelegt, die entweder zentral im Keller gelegen sind oder auf die einzelnen Kellerräume verteilt. Das andere Ende der Schächte ragt dann draußen aus dem Erdreich hervor.
  4. Mittels Kernbohrungen werden Lüftungskanäle ins Freie gebohrt und die einzelnen Kellerräume werden mit Lüftungsrohren verbunden.
  5. Bei Passiv- oder Niedrigenergiehäuser kann die Belüftungsanlage einfach auf die Kellerräume ausgeweitet werden.

Für Wohnkeller kommen allerdings nur die Varianten 1 und 2 infrage, da Kellerräume ohne Fenster nicht ständig bewohnt werden dürfen. Je nach Bundesland gibt es dabei unterschiedliche Vorgaben zur Größe der Fensterflächen. In Bayern, Hessen und Berlin muss die Fensterfläche mindestens 12,5 % der Grundfläche des jeweiligen Kellerraumes entsprechen, in den meisten anderen Bundesländern reichen 10 %. Dabei sollte beim Einbau der Fenster darauf geachtet werden, dass je nach Lage eventuell besser Fenster mit Wärmeschutzverglasung oder Schallschutzfenster gewählt werden sollten.

Die optimale Beleuchtung

Neben der Belüftung muss in einem Keller auch für eine entsprechende Beleuchtung gesorgt werden. Sowohl beim Hochkeller als auch bei Lichtschächten dringt das Tageslicht durch entsprechende Fenster in die Kellerräume, sodass hier nichts weiter beachtet werden muss.

Wird der Keller nur als Stau- und Lagerraum verwendet und mittels Lüftungskanälen oder Belüftungsanlage belüftet, dringt auch kein Tageslicht ins Kellergeschoss. In diesem Fall sollten die Lampen im Keller besonders großzügig geplant werden.

Auch bieten sich in Kellerräumen Bewegungsmelder an, die das Licht beim Betreten der Räume direkt einschalten. Denn oft hat man gerade nicht die Hände frei, wenn man Vorräte oder Ähnliches in den Keller trägt. Ein weiterer Vorteil von Bewegungsmeldern in Kellerräumen ist, dass sich das Licht nach einer gewissen Zeit wieder von selbst ausschaltet. Denn ein vergessenes angeschaltetes Kellerlicht kann viel Strom kosten, wenn es nicht schnell entdeckt wird, weil man den Keller nicht so oft betritt.

Die schützende Lichtschachtabdeckung

Da Hochkeller teurer sind als unterirdische Keller und fensterlose Keller schnell feucht und schimmelig werden, entscheiden sich die meisten Bauherren für Keller mit Lichtgräben bzw. Lichtschächten. Dabei werden die Lichtschächte in der Regel durch Lichtschachtgitter abgedeckt, damit niemand in den Kellerschacht treten und sich verletzen kann. Allerdings können Schmutz, Laub oder Insekten viele Gitter einfach passieren und in den Keller eindringen, sodass Lichtschachtabdeckungen als Schutzmaßnahme zu empfehlen sind. Dabei haben Lichtschachtabdeckungen gleich mehrere Vorteile:

  • Der Keller wird durch die Lichtschachtabdeckungen vor dem Eindringen von Laub, Schmutz und Ungeziefer und gegebenenfalls Regenwasser geschützt.
  • Die Kellerschächte müssen aufgrund der schützenden Lichtschachtabdeckungen nicht mehr mühsam gereinigt werden.
  • Je nach Modell und Material können Licht und Luft die Lichtschachtabdeckungen mühelos passieren.

Hochwertige Lichtschachtabdeckungen gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen und Materialien, wie Acryl, Polycarbonat, Edelstahl- oder Streckmetallgewebe, sodass sie sich optimal an die Optik des Hauses und die Begebenheiten vor Ort anpassen lassen.

Fazit Immer mehr Bauherren entscheiden sich bei einem Neubau für einen Keller. Denn ein Keller schafft zusätzlichen Stau- oder Wohnraum bei vergleichsweise geringen Kosten. Je nachdem, ob der Keller als Nutzkeller oder als Wohnkeller geplant werden soll, gibt es verschiedene Vorschriften zu beachten. Dabei sollte auch immer auf die richtige Belüftung und eine optimale Beleuchtung geachtet werden. Um den Wohnkomfort bei einem Keller mit Lichtschächten noch mal zu erhöhen, sind Lichtschachtabdeckungen sehr zu empfehlen, damit weder Regen noch Laub, Schmutz und Ungeziefer in den Keller eindringen können.

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