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Für Mitarbeiter zahlreicher Berufsgruppen ist das Tragen von Sicherheitsschuhen unerlässlich. Bei einer falschen Wahl können schwere gesundheitliche Schäden die Folge sein. Doch welche Schuhe eignen sich für welchen Beruf? Welche Anforderungen müssen Sicherheitsschuhe erfüllen? Diesen und weiteren Fragen rund um das Thema Sicherheitsschuhe gehen wir in diesem Beitrag auf den Grund.

Unterschiedliche Anforderungen je nach Branche und Berufsfeld

Das Tragen von Sicherheitsschuhen ist in vielen Berufsfeldern gesetzlich vorgeschrieben. Je nach Einsatzort und beruflicher Tätigkeit müssen Sicherheitsschuhe spezielle Eigenschaften aufweisen und technische Anforderungen erfüllen. Die Anforderungen sind nach einer europäischen Norm in sieben verschiedene Schutzklassen unterteilt.

Einfluss von Sicherheitsschuhen auf die Gesundheit

Die falsche Wahl der Sicherheitsklasse ist eine ebenso häufige Ursache für Arbeitsunfälle, Verletzungen und schwerwiegende gesundheitliche Probleme wie minderwertige Qualität bei der Wahl des Schuhwerks. Durch eine hochwertige Qualität zeichnen sich beispielsweise die Sicherheitsschuhe bei Reno aus.

Verschiedene Eigenschaften von Sicherheitsschuhen

Sicherheitsschuhe müssen verschiedene Anforderungen erfüllen, welche sich je nach Schutzbedarf in verschiedene Sicherheitsklassen unterteilen lassen. Die entsprechende Klassifizierung stellen wir Ihnen im Text weiter unten vor.

Rechtliche Grundlagen

Die Schutzausstattung und Beschaffenheit geeigneter Sicherheitsschuhe sind gesetzlich genauso festgelegt wie das Tragen und Bereitstellen der Schuhe. Je nach Berufsgruppen müssen Sicherheitsschuhe unterschiedliche Anforderungen erfüllen und Eigenschaften mit sich bringen, um für eine bestimmte berufliche Tätigkeit eingesetzt werden zu dürfen.

Arbeits- versus Sicherheitsschuhe

Wenn Sicherheitsschuhe gemeint sind ist häufig die Rede von Arbeitsschuhen und umgekehrt. Zwischen Arbeits- und Sicherheitsschuhen bestehen jedoch genau genommen große Unterschiede.

Arbeitsschuhe

Arbeitsschuhe sind nicht mit Fußschutzkappen ausgestattet. Sie müssen jedoch mindestens einen Sicherheitsaspekt vorweisen können. In vielen Fällen handelt es sich hierbei um eine rutschhemmende Fußsohle.

Sicherheitsschuhe

Sicherheitsschuhe verfügen immer über eine Schutzkappe, welche jedoch aus verschiedenen Materialien bestehen kann. Die Möglichkeiten reichen dabei von Kunststoff über Aluminium bis hin zu Stahl. Durch die Schutzkappe sollen Zehen und Füße vor Druckeinwirkungen und Stößen von außen geschützt werden. Sicherheitsschuhe weisen zudem verschiedene sicherheitstechnische Merkmale wie beispielsweise eine durchtrittssichere Fußsohle auf.

Die verschiedenen Schutzklassen

Sicherheitsschuhe erhalten Sie in sieben verschiedenen Schutzklassen. Der Schutz entspricht dabei der Gefahr, die bei den jeweiligen beruflichen Tätigkeiten vorherrscht und unterscheidet sich hinsichtlich des Materials, der Beschaffenheit und der Schutzfunktion. Dass Handwerker einen anderen Schutz benötigen wie Küchenpersonal, lässt sich nicht erahnen. Welche Schutzklasse für welche Berufsgruppe vorgesehen sind wird nach einer Gefährdungsbeurteilung festgelegt, deren Kriterien sich in den einzelnen Schutzklassen widerspiegeln. Gemäß der Berufsgenossenschaftlichen Regel für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit werden Sicherheitsschuhe in sechs verschiedene, genormte Kategorien unterteilt, die wir Ihnen im Folgenden kurz vorstellen.

Schutzklasse SB

Die Sicherheitsschuhe der Schutzklasse SB verfügen über einen geschlossenen Zehenbereich, einen Zehenschutzkappe und Rutschhemmung. Der Fersenbereich kann entweder offen oder geschlossen sein. Typische Einsatzgebiete des Sicherheitsschuhs sind Krankenhäuser, Pflegestationen und Großküchen.

Schutzklasse S1

Sicherheitsschuhe der Schutzklasse S1 verfügen ebenfalls über einen geschlossenen Zehenbereich und eine Zehenschutzkappe. Ihr Fersenbereich ist jedoch immer geschlossen. Zudem zeichnet sich der Schuh durch seine stoßdämpfenden, antistatischen und benzin-  und ölresistenten Eigenschaften auf. Der Sicherheitsschuh kommt beispielsweise in Lagern, Logistikunternehmen und Großküchen zum Einsatz.

Schutzklasse S1P

Der Sicherheitsschuh der Schutzklasse verfügt über dieselben Eigenschaften wie der Sicherheitsschuh S1, ist jedoch zudem durchtrittsicher. Da er metallfrei ist und in den meisten Fällen aus Leder oder Kunststoff besteht, ist er nur für den Innenbereich geeignet.

Schutzklasse S2

Schuhe der Schutzklasse S2 haben einen geschlossenen Zehenbereich und eine Zehenschutzkappe. Der Fersenbereich ist geschlossen, stoßdämpfend, antistatisch, durchtrittsicher, öl- und benzinresistent. Der Schaft ist zudem widerstandfähig gegen Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme. Das Einsatzgebiet des Sicherheitsschuhs ist sowohl im Innen- als auch im Außenbereich.

Schutzklasse S3

Der Sicherheitsschuh der Schutzklasse S3 verfügt über einen geschlossenen Zehenbereich, eine Zehenschutzkappe und einen geschlossenen Fersenbereich. Der Schuh ist zudem stoßdämpfend, antistatisch, resistent gegen Öl und Benzin, durchtrittsicher und verfügt über eine profilierte Laufsohle. Sein Schaft ist resistent gegen Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme. Der Sicherheitsschuh wird unter anderem im Tief- und Gerüstbau eingesetzt.

Schutzklasse S4

Bei der Schutzklasse S4 handelt es sich um Sicherheitsstiefel, welche bis zum Knie reichen. Sie verfügen über einen geschlossenen Zehenbereich und eine Zehenschutzklappe. Zudem sind sie wasserdicht, antistatisch, öl- und benzinresistent und verfügen im Fersenbereich über eine hohe Energieaufnahme. Die Sicherheitsstiefel der Schutzklasse S4 kommen beispielsweise in Molkereien wie auch in Fleisch- und Fischverarbeitenden Betrieben zum Einsatz.

Schutzklasse S5

Die Sicherheitsstiefel der Schutzklasse S5 reichen ebenfalls bis zu den Knien und verfügen über einen geschlossenen Zehenbereich sowie eine Zehenschutzkappe. Sie sind wasserdicht, antistatisch, öl- und benzinresistent, durchtrittssicher und verfügen im Fersenbereich über eine hohe Energieaufnahme. Weiter zeichnen sie sich durch eine profilierte Laufsohle aus.

Vorteile von Sicherheitsschuhen im Vergleich zu Berufsschuhen

Sicherheitsschuhe verfügen über zahlreiche Vorteile. Für Arbeitnehmer gehören sie zur Schutzausrüstung, die während der Arbeitszeit getragen werden muss. Mit dem Tragen von Sicherheitsschuhen können Sie sich vor folgenden Gefahren schützen:

  • Nägel
  • Glas- und Metallteile
  • Umfallende Gegenstände
  • Elektrizität
  • Funken
  • Elektronische Aufladung
  • Öle
  • Kraftstoffe
  • Säuren
  • Laugen
  • Fette
  • Hitze
  • Kälte
  • Brennende Gegenstände und Flüssigkeiten
  • Stolpern
  • Ausrutschen
  • Umknicken

Wer kommt für die Kosten der Sicherheitsschuhe auf?

Gehören Sicherheitsschuhe zu Schutzkleidung einer Berufsgruppe, muss der Arbeitgeber für die Kosten der Sicherheitsschuhe aufkommen. Werden die Sicherheitsschuhe jedoch außerhalb der Arbeitsstätte aus persönlichen Gründen getragen, kann es sein, dass der Arbeitnehmer die Schuhe selbst bezahlen muss.

Fazit In zahlreichen Branchen ist das Tragen von Sicherheitsschuhen Pflicht. Die Anforderungen an Sicherheitsschuhe können sich je nach Tätigkeitsfeld stark voneinander unterscheiden. Zum Schutz der eigenen Gesundheit sollten Sie genau darauf achten, welche Sicherheitsvorschriften für die Ihre Berufsgruppe gelten. Die Kosten für die Sicherheitsschuhe übernimmt in der Regel der Arbeitgeber.

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