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Im Haushalt werden unterschiedlichste Materialien genutzt, um Oberflächen und Fronten möglichst gekonnt in Szene zu setzen. Darunter fallen einerseits die Böden, andererseits aber auch viele unterschiedliche Möbel wie Schränke, Kommoden und Sideboards. Neben den Wohnräumen wird außerdem in der Küche sehr viel Wert auf stilvolle Fronten der Einbauschränke gelegt – mittlerweile finden diesbezüglich vor allem Kunststoffe vermehrt Anwendung, aber auch hochwertige Hölzer und nicht zu vergessen der rustikale, aber beständige Stein ist in vielen Wohnungen und Häusern anzutreffen.

Zwischen diesen Untergründen und Oberflächen gibt es jedoch so manchen Unterschied, den Hausherren vor der Anschaffung bedenken sollten.

 
1. Hochglanzfronten und -oberflächen
Vor allem Hochglanzoberflächen sind in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden, verleihen sie der Küche oder den Wohnräumen doch ein besonders aufgeräumtes und „cleanes“ Erscheinungsbild. Ihr modernes Design trifft den aktuellen Zeitgeist, denn einerseits sorgt es tagsüber für ein stilvolles Erscheinungsbild, andererseits kann es aber auch zur Abendstunde gekonnt in Szene gesetzt werden. Am beliebtesten sind dabei wohl die klassischen weißen Oberflächen, die sich als zeitlos und für alle Wohnungsgrößen passend etabliert haben. Auch in Kombination mit Anthrazit und Schwarz – beispielsweise als Wandfarben – machen sich die Fronten und Oberflächen gut.

Vorteilhaft an Hochglanzoberflächen ist ihre unkomplizierte Beschaffenheit, denn in der Regel genügt bereits ein feuchtes Tuch, um sie zu säubern. Andererseits können trockene Staubtücher auf ihnen jedoch Kratzer hinterlassen und auch herkömmliche Mikrofasertücher mit ihren schleifenden Fasern sind nicht für die glatten Oberflächen geeignet – langfristig würden sie mehr und mehr feine Kratzer in den Lack schleifen, wodurch die Hochglanzoberfläche irgendwann matt und stumpf wirkt. Letztendlich kommt es aber auch hier auf die Qualität des gewählten Materials an, denn Hochglanz ist nicht gleich Hochglanz: Unterschieden wird meist zwischen Arbeitsplatten und Möbeln mit einer Oberfläche aus Acryl, Lack, HPL oder Laminat.

Weiterhin besteht außerdem die Möglichkeit, auf die preisgünstigeren Folienfronten zurückzugreifen, die einfach an die entsprechende Front geklebt werden. Dass letztere Variante dabei allerdings weniger hermacht als beispielsweise ein edles Möbelstück, das mit Lack überzogen ist, versteht sich wohl von selbst. Wie vielseitig und optisch ansprechend die Hochglanzkreationen mittlerweile sein können, zeigt ein Blick auf Vladon.

Einen nicht zu vernachlässigenden Nachteil haben die modernen Oberflächen allerdings auch: Auf ihnen sind Spritzer (etwa durchs Kochen) oder Fingerabdrücke sofort zu sehen, sodass sie je nach Nutzungsgewohnheit gegebenenfalls häufiger abgewischt werden müssen.

 
2. Holzoberflächen und -böden
holz
Eine klassischere Oberflächenvariante stellt hingegen das Holz dar. Wenngleich es auch hier Hochglanzoptiken gibt, so werden Holzmöbel oder Arbeitsflächen in der Regel matt ausgeliefert. Grundsätzlich sprechen für den Baustoff Holz viele unterschiedliche Gründe, darunter sicherlich auch der Umweltaspekt. Denn Holz gilt als nachwachsender Rohstoff, der oft auch noch aus heimischen Gefilden stammt und sich recyceln lässt. Zudem kann kein anderer Baustoff ähnlich energiesparend hergestellt werden. Allerdings muss auch hier differenziert werden, denn nicht jedes Holz ist gleichermaßen unbedenklich und ökologisch. Genaueres weiß BR.de zu berichten.

In den Wohnräumen ist es aber vor allem die für das Holz typische Stimmung, die viele Verbraucher zu dem Material greifen lässt. Denn Holz bringt Atmosphäre in die Wohnung, sei es durch die natürliche Maserung oder kleine Schönheitsfehler, die ein charmantes Altbau-Feeling schaffen. Nicht umsonst findet sich Holz in einem Großteil der Haushalte Deutschlands als Bodenbelag wieder, etwa in Form von Dielen. Gleichzeitig strahlt Massivholz in Form eines Kleiderschranks oder anderer Möbel außerdem eine hohe Wertigkeit aus, vermittelt Wärme und Geborgenheit und hat einen ganz eigenen Charakter. Im Gegensatz zu sterilen Hochglanzoberflächen sorgt es also für Gemütlichkeit, hat aber meist einen eher rustikalen statt modernen Schick.

Holzmöbel müssen in der Regel jedoch etwas intensiver gepflegt werden. Zwar sind die Oberflächen in vielen Fällen geölt oder gewachst (oder sollten es zumindest sein), diese elastische Schutzschicht muss jedoch von Zeit zu Zeit erneuert werden. Wann der Zeitpunkt dafür gekommen ist, hängt vor allem vom Standort und von der Beanspruchung des jeweiligen Möbelstücks ab. Während ein täglich genutzter Tisch also mindestens ein- bis zweimal pro Jahr einer Pflegekur unterzogen werden sollte, so genügt dies bei einem Schrank, der nicht direkt der Heizung oder dem Sonnenlicht ausgesetzt ist in einem Zweijahresrhythmus.

Für geölte Oberflächen gilt zudem:
Die alltägliche Pflege kann mit einem leicht feuchten Tuch stattfinden.
Wird das Holz trocken, so sollte der sogenannte Wassertropfen-Test durchgeführt werden. Dabei wird überprüft, ob ein einzelner Tropfen schnell in das Holz einzieht. Ist dies der Fall, so sollte die Oberfläche unbedingt wieder neu geölt werden.
Ist die Holzoberfläche durch Flecken und Kratzer beschädigt, so kann zu feinkörnigem Sandpapier gegriffen werden, um die betroffene Stelle danach wieder neu zu ölen.
Für gewachste Oberflächen:
Die alltägliche Pflege von gewachstem Holz kann ebenfalls mit einem leicht feuchten Tuch erfolgen.
Ist die Wachsschicht abgetragen oder schmutzig, so sollte sie erneuert werden. Dafür wird das Wachs hauchdünn mit einem Tuch oder Schwamm aufs gereinigte und trockene Holz aufgetragen.
Auch bei gewachstem Holz können kleine Kratzer durch feines Sandpapier wieder entfernt werden.
Für lackierte Oberflächen:
Ohne Druck mit einem nebelfeuchten Tuch können lackierte Oberflächen täglich behandelt werden.
Sollten Fingerabdrücke oder Fettspritzer sichtbar sein, so können diese mit einem Schuss Spiritus oder Flüssigreiniger im Wasser entfernt werden. Wichtig: Unbedingt trocken nachwischen.
Sollten Vergilbungen auf dem Lack entstehen, so gibt es hierfür aktuell leider kein nützliches Gegenmittel. Matte Flächen lassen sich jedoch immerhin mit passenden Reinigungsmitteln wieder zu neuem Glanz verhelfen.

Gerade die Pflege ist bei hochwertigen Holzmöbeln also ein relativ wichtiger Punkt, gute Möbel sind zudem auch nicht unbedingt günstig zu haben. Im Gegensatz zu einem Schrank aus Pressholz kann ein Möbelstück aus Massivholz weitaus teurer sein – dafür überzeugen die Möbel und Flächen jedoch durch ihren charakteristischen Charme und Holz auch noch einige weitere Vorteile, wie Holzbau-online.de weiß.

 
3. Stein in den unterschiedlichsten Ausführungen
fliesenboden
Ob als Fliesenboden, Arbeitsplatte aus Marmor oder klassisches Mauerstück, das besonders stilvoll hervorgehoben wird, in nahezu jedem Haushalt wird auf den Baustoff Stein zurückgegriffen. Abgesehen davon, dass die tragenden Mauern eines Gebäudes in vielen Fällen aus Stein und Zement sind, werden gerade seltene Gesteinsarten gerne in der Küche eingesetzt, als Bodenbelag kommen hingegen verschiedenste Naturbaustoffe wie etwa Granit, Schiefer, Quarzit oder Travertin zum Einsatz.

Ihr Vorteil liegt vor allem in der unkomplizierten Handhabung, denn Steine sind robust und sehr resistent. Das macht sie angenehm pflegeleicht, zugleich verfügen viele Steine wie beispielsweise Granit außerdem über einzigartige Muster, die jede einzelne Fliese zu einem Unikat machen. Hochwertig aufbereitet und abgeschliffen, dienen sie auch als stilvolle Arbeitsplatte in der Küche, wobei Designer mitunter auch darauf zurückgreifen, die Steine mit glänzenden Metallen und kleinen Steinen zu ergänzen, um so besondere Hingucker zu schaffen. Nichts desto trotz gilt Stein jedoch auch als sehr kühler und distanzierter Werkstoff, der nicht nur neutral und klinisch wirkt, sondern in der Tat auch für kalte Füße sorgt (Abhilfe schafft gegebenenfalls die Fußbodenheizung).

 

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