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Die Immobilienpreise zeigen seit mehreren Jahren nur in eine Richtung – nach oben. Gleichzeitig sind die Zinsen auf sehr niedrigem Niveau. Daher überlegen viele Familien und Paare, sich eine Immobilie anzuschaffen. Nicht nur die niedrigen Zinsen locken, sondern ebenso mögliche Fördermittel. So beispielsweise der Kfw für energieeffizientes Bauen. Auf der anderen Seite erreichen die Mieten vor allem in Großstädten astronomische Höhen. Gute Gründe, sich einen Hausbau oder Hauskauf zu überlegen. Weder Paare noch Familien schütteln jedoch den Kaufpreis einfach aus dem Ärmel. Eine Möglichkeit ist, Lotto zu spielen und den Eurojackpot zu knacken. Der Gewinn von mindestens 10 Mio. Euro reicht locker für eine Villa in der Stadt – und es bleibt noch was übrig. Geht der Jackpot im Eurolotto allerdings vorbei, sind alternative Finanzmittel gefragt. Für die Kredithöhe spielt die Immobilienart eine wesentliche Rolle. Steht ein Hausbau zur Debatte oder der Kauf einer Bestandsimmobilie?

Hausbau oder Bestandsimmobilie?

Ist ein Hausbau der Weg ins Immobilienglück? Oder der Kauf einer bestehenden Immobilie? Beides hat Vor- und Nachteile. Plant die Familie, ein Haus zu bauen, benötigt sie zunächst ein Grundstück. Ob in Stadtrandlage oder auf dem Land ist ein finanzielles Thema. Dem Bauherrn steht es allerdings frei, seine Kosten durch Eigenleistungen zu senken. Eine günstigere Lösung ist ein schlüsselfertiges Eigenheim von einem Bauträger. Hier zahlt der Käufer einen Festpreis und kümmert sich nur noch um die Einrichtung. Er kann die Kosten senken, wenn er kein freistehendes Einfamilienhaus kauft, sondern eine Doppelhaushälfte oder ein Reihenhaus. Bei einer Bestandsimmobilie sucht der Kaufinteressent ein verfügbares Haus, das seinen Vorstellungen am nächsten kommt. Dabei kann er Glück haben und ein Schnäppchen ergattern. Bei älteren Häusern kann sich allerdings ein Überraschungsei dahinter verbergen. Dem vermeintlich günstigen Kaufpreis folgen dann hohe Sanierungskosten. Ob der potenzielle Immobilieneigentümer selbst baut oder ein bestehendes Haus kauft, ist Geschmackssache.

Finanzierung der Immobilie

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Foto: ©pixabay.com

Beim Bau oder Kauf einer Immobilie fallen nicht nur die Baukosten oder der Kaufpreis für das Grundstück an. Weitere Kosten, die anfallen, sind Notargebühren, Grunderwerbsteuer, Grundbucheintragung und eventuell eine Maklergebühr. Banken finanzieren die Immobilie auch nicht umsonst. Sie verlangen Zinsen, Bereitstellungsgebühren und Bearbeitungsgebühren. Eine realistische Einnahmen-Ausgaben-Rechnung sorgt dafür, dass der Immobilientraum nicht zum Alptraum wird. Dabei erspart sich der Interessent viel Ärger, wenn er die Finanzierung des Kaufpreises nicht „hinrechnet“. Die monatliche Belastung ist entscheidend. Bei der Berechnung nicht vergessen, dass unter Umständen die monatlichen Nebenkosten höher sind. Wie hoch, hängt wiederum vom Alter des Hauses ab. Ein Neubau, vor allem ein Passivhaus, benötigt viel weniger Energie als ein Altbau mit Ölheizung. Nachdem alle Kosten feststehen, berechnet der Bauherr seine monatliche Rate (Zins und Tilgung). In der Regel wird ein Haus über 30 Jahre finanziert. Das bedeutet, dass der Häuslebauer in diesem Zeitraum auch Renovierungen einrechnen muss. Zudem ist eine Risiko-Lebensversicherung einzurechnen, damit die Familie im Todesfall abgesichert ist. So schön ein eigenes Haus im Grünen ist, es muss finanzierbar bleiben. Übersteigt die monatliche Rate das Leistbare, ist es besser den Traum zu verschieben und erst Kapital anzusparen.

Tipps fürs Bauen und Kaufen

Sieht der Bauherr oder Käufer seine Immobilie als Altersvorsorge, berücksichtigt er am besten gleich die Barrierefreiheit.

Die Lage ist eine Grundregel beim Neubau und Kauf. Niemand kann sagen, ob er in 30 Jahren noch in der gewählten Umgebung wohnen möchte. Daher ist es nicht verkehrt, einen eventuellen Verkauf der Immobilie zu berücksichtigen. Die Lage und der Zustand entscheiden letztendlich über den erzielbaren Preis.

Bevorzugt der Bauherr den individuellen Hausbau nach seinen Vorstellungen, plant er realistisch mindestens ein Jahr bis zum Einzug. Weitere zwei bis drei Jahre braucht er, bis sein Grundstück eingewachsen ist.

Energieeffizienz spart Geld. Beim Neubau kann der Bauherr Energieeinsparungen gleich berücksichtigen. Bei der Bestandsimmobilie lohnt sich auf lange Sicht die energetische Sanierung.

Zeit nehmen. Zahlreiche Ratgeber und Portale informieren über die durchschnittlichen Immobilienpreise, berechnen den günstigsten Kredit, listen Fördermittel auf und zeigen die Bewertungen von Bauträgern oder Fertighaus-Herstellern an. Selbst vom Erfahrungsaustausch ehemaliger Bauherren profitiert der Interessent.

Je realistischer der Interessent seine finanziellen Möglichkeiten bewertet, umso mehr Freude hat er an seiner Immobilie. Sprengt die Finanzierung den persönlichen Rahmen, ist die Miete erstmal die sichere Alternative.

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