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Rollputz eignet sich hervorragend zur Gestaltung von Innenwänden, denn er vereint die Eigenschaften von Wandfarbe und normalem Putz in einem Arbeitsgang. Rollputz ist fertig im Handel erhältlich und wird statt mit einer Putzkelle einfach mit einer Farbrolle auf die Wand aufgetragen. Im Vergleich zu Wandfarbe bietet Rollputz aber zusätzlich eine spezielle Oberflächenstruktur, die dem ganzen Raum eine besondere Optik verleiht.
Wer sich für eine Wandrenovierung mit Rollputz statt mit Tapete entscheidet, muss sich überlegen, welche Körnung der Putz haben soll. Allgemein gibt es Rollputz mit feiner, mittlerer und grober Körnung bis hin zu 8 Millimeter. Feinen Rollputz gilt dabei als gute Alternative zu herkömmlicher Wandfarbe.
Gut zu wissen: Statt von Rollputz wird oft auch von Streichputz gesprochen. Der Unterschied zwischen Streichputz und Rollputz ist, dass Rollputz mit einer Rolle aufgetragen wird und Streichputz mit einem Pinsel oder Quast. In der Regel sind aber die meisten feinen Rollputzprodukte auch streichbar.

Fakten zum feinen Rollputz

Feiner Rollputz hat eine feine Körnung bis 1 Millimeter und ist für Untergründe wie Beton, Gips und Gipskarton geeignet. Dabei kann feiner Rollputz nicht nur auf Wände, sondern sogar auch auf Decken aufgetragen werden. Feiner Rollputz ist meistens geruchsneutral atmungsaktiv, offenporig, deckt gut und ist leicht zu verarbeiten. Deshalb eignet er sich für alle Räume, z. B. auch für Schlaf- oder Kinderzimmer.
Optisch verleiht Rollputz durch seine feine Körnung Ihren Wänden eine edle Struktur, wobei der Putz meistens matt ist. Rollputz gibt es bereits fertig angemischt oder als Pulver zum Selberanrühren.

Die Vorteile von feinem Rollputz

  • Farbe und Struktur in einem Arbeitsgang
  • Feine Körnung sorgt für moderne, einheitliche Optik
  • Lässt sich mit Rolle oder Pinsel auftragen
  • Auch für Anfänger leicht zu verarbeiten
  • Meistens reicht ein Anstrich
  • Es setzt sich weniger Staub ab als bei mittlerer oder grober Körnung
  • Eignet sich als Untergrund für Wandtattoos
  • Nahezu überall erhältlich

Die Nachteile von feinem Rollputz

  • Optisch nicht so gut für rustikale Wohnräume geeignet
  • Weniger auffällig als grober Rollputz, da kaum Schattenbildung
  • Kann nur mit 5 % abgetönt werden, für kräftige Farbe muss er übergestrichen werden
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Bild: © viennapro / Fotolia

Darauf sollten Sie beim Rollputzkauf achten

Für Rollputz gibt es verschiedene Bindungsbasen: Kalk, Kunstharz und Lehm.

  • Kalkputz ist vergleichsweise teuer, aber dafür schimmelhemmend, atmungsaktiv und geruchslos. Er eignet sich beispielsweise für Steinwände und feuchte Räume, wie Bäder und Küchen, aber auch für Keller.
  • Kunstharzputz gilt als besonders günstig und robust, denn er passt sich gut den Umgebungsbedingungen an. Außerdem lässt er sich besonders dünn auftragen und trocknet schnell. Kunstharzputz ist jedoch nicht diffusionsoffen, dadurch können die Wände nicht atmen und sind anfälliger für Schimmel.
  • Lehmputz verspricht ein besonders angenehmes Raumklima, da er Feuchtigkeit aufnehmen kann. Auf der anderen Seite ist er weicher als andere Putze und sehr nässeempfindlich.

Wie wird feiner Rollputz verarbeitet?

Wie bei allen Putzarten muss die Wand vor dem Auftragen eben, trocken, sauber und fettfrei sein. Saugende Untergründe müssen zudem mit einer Grundierung vorbehandelt werden. Anschließend wird der feine Rollputz auf die Wand bzw. die getrocknete Grundierung aufgetragen, ganz einfach wie herkömmliche Wandfarbe. Dabei können Sie mit unterschiedlichen Werkzeugen ganz unterschiedliche Effekte erzeugen:

  • Mit der Lammfellrolle aufgetragen, wirkt die Struktur gröber.
  • Mit einer Schaumstoffrolle wird die Struktur feiner.
  • Mit Gummiwalzen lassen sich grafische Muster einarbeiten.
  • Auch eine individuelle Verarbeitung mit dem Pinsel ist möglich.

Was ist günstiger? Feiner Rollputz oder Tapete?

Zwar ist Roll- oder Streichputz auf den ersten Blick teurer als Tapete. Doch dafür ist Rollputz auch viel langlebiger. Auf lange Sicht gesehen, z. B. bei einem Eigenheim, lohnt es sich deshalb auf jeden Fall, über feinen Rollputz nachzudenken. Im Vergleich zu Raufasertapete sparen Sie sich mit feinem Rollputz darüber hinaus den Arbeitsgang des Tapezierens. Zudem kann Rollputz im Gegensatz zu z. B. Mustertapeten oder vielen Vliestapeten einfach übergestrichen werden, wenn Ihnen die Farbe irgendwann nicht mehr zusagt.

TIPP: Für einen Quadratmeter Wand brauchen Sie etwa 1 bis 1,2 Kilogramm Rollputz je nach Dicke des Auftrags. Dabei gibt es günstige Rollputz-Mischungen auf Kunstharzbasis zum Selberanrühren bereits ab 30 € für 20 Kilogramm. Fertig angerührte Produkte, Farbputze oder Marken-Rollputze sind oft deutlich teurer.

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