Haus des Jahres 2019

Technische Neuerungen helfen den Menschen, ihre alltäglichen Aufgaben effizienter und zeitsparender zu erledigen. Die moderne Technik – das sogenannte „Smart Home“ ist inzwischen in vielen Wohnungen und Häusern angekommen. Immer häufiger finden sich die intelligenten, appgesteuerten Systeme in der Küche wieder. Um die Küchengeräte intelligent per Smartphone oder Tablet zu steuern, gibt es verschiedene Ansätze und Möglichkeiten. Einige prognostizierte Funktionen sind und bleiben allerdings vorerst Zukunftsmusik.

Voraussetzungen der smarten Küche im Eigenheim

Um eine Küche von Morgen ergonomisch zu gestalten, verlangt es nach einer sorgfältigen und fachkundigen Planung mit erfahrenen Küchenspezialisten. Für die Inbetriebnahme der smarten Küche sind viele Voraussetzungen nötig. Verbraucher benötigen appfähige, mobile Endprodukte wie ein Smartphone oder Tablet, um die Geräte zu steuern. Um das Smarte Home zu bedienen, müssen die Geräte in ein Heimnetzwerk eingebunden werden, das in den meisten Haushalten mit einem WLAN-Zugang funktioniert. Einige wenige Hersteller der Smart Home Küchengeräte nutzen eigene Funknetze, die ein Gateway am Router erfordern. Grundsätzlich funktioniert das smarte Netzwerk am besten, wenn alle Küchengeräte demselben Hersteller oder zumindest derselben Firmengruppe angehören. Nur dann lassen sich die Geräte ausnahmslos von einer gemeinsamen App steuern.

Das Prinzip der „smart Kitchen“ funktioniert per App

Die meisten Menschen zeigen sich in Bezug auf die fortschreitende Digitalisierung bisher eher zurückhaltend. Zwar interessieren sich die meisten Verbraucher laut der aktuellen „Trendmonitor Deutschland“-Studie für neue, smarte, digitale Produkte. Doch nur ein Bruchteil der Interessenten kaufte die neuen Innovationen tatsächlich. Für die vernetzten Küchengeräte zeigten 37 Prozent der Befragten grundsätzliches Interesse, doch lediglich zwei Prozent der Teilnehmer zogen einen Kauf in Erwägung. Die Skepsis beruhe hauptsächlich auf der Skepsis vor einer überdimensionalen Digitalisierung, die wenig Raum für Privatsphäre ließe.

Dabei verspricht die Küche von Morgen komfortable, sichere und zukunftsfähige Konzepte, von denen besonders Senioren und Familien profitieren. Berufstätige Menschen sind dank der appgesteuerten Geräte in ihrer Küche deutlich flexibler und bekommen die privaten und beruflichen Aufgaben dank der zeitlichen Ersparnis eher unter einen Hut. Die sich rasant verändernde Küche, welche die Arbeitsgemeinschaft Küche e. V. in einem Beitrag näher beschreibt, überzeugt in Sachen Komfort und Sicherheit: Die appgesteuerten Geräte ermöglichen es, die smarten Hausgeräte aus der Ferne an- und auszuschalten, weiterhin helfen sie bei auftretenden Bedienungsfehlern, sodass ein Servicetechniker überflüssig ist.

Interessiert die Bohne – Kaffee vom Smartphone aus kochen

Bei der Nutzung der smarten Küche erwartet die Verbraucher der vollmundige Kaffee bereits, bevor sie in der Küche erscheinen. Ermöglicht wird dies durch die modernen Kaffeevollautomaten, die per App steuerbar sind. Die passende Verbindung per WLAN und Bluetooth bindet sie ins Heimnetzwerk ein. Smarte, intelligente Kaffeemaschinen sind von verschiedenen Herstellern erhältlich. Sie brühen den Kaffee in der gewünschten Stärke vor und lassen sich per Zeitsteuerung automatisch ein- und ausschalten.

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Dank der intelligenten Smart Home Bediensysteme kocht sich der Kaffee (fast) von allein. Foto:Pixabay.com © kannapoonan (CC0 Creative Commons)

Smarte Kühlschränke mit WLAN, Kamera und integriertem Tablet

Früher undenkbar, heute gelebte Realität: Von unterwegs aus einen Blick in den Kühlschrank werfen. Die neuen Smart Home Kühlschränke machen es möglich. Via App kann der Verbraucher einsehen, welche Lebensmittelvorräte vorhanden sind oder zur Neige gehen. Der smarte Kühlschrank beinhaltet integrierte Sensoren, die ihn wissen lassen, ob er gänzlich geschlossen ist oder offensteht. Weiterhin verfügen viele Modelle über eine „NoFrost“-Funktion, die ein ungewolltes Abtauen verhindert.

In punkto Lebensmittel sorgen die Hersteller ebenfalls vor: Smarte Kühlschränke von Bosch beispielsweise halten ihre Lebensmittel mithilfe der „VitaFresh“-Funktion länger frisch. Die moderne App auf dem Smartphone unterstützt das zeitgemäße Smart Kitchen mit wertvollen Tipps und Tricks zur Lagerung der Lebensmittel sowie der Möglichkeit, die Luftfeuchtigkeit im Kühlschrank mit den vorrätigen Nahrungsmitteln zu synchronisieren. Die modernsten Kühlschränke gehen noch einen Schritt weiter: Sie sind zuverlässige Familien-Organizer mit einem integrierten Tablet, verschiedenen Apps, Kalendern und Wetterdiensten. Selbst die Musiksteuerung ist auf diesen Geräten per Streaming möglich. Hinsichtlich der automatischen Erkennung der Lebensmittel sind den cleveren Kühlschränken weiterhin Grenzen gesetzt. Zwar gibt es von Samsung mittlerweile erste Prototypen, doch ein smarter Kühlschrank ist nicht in der Lage, selbstständig zu erkennen, welche Lebensmittel fehlen oder nicht.

Herd und Ofen mit integrierten Touchscreens

Nahezu jeder Induktionsherd verfügt mittlerweile über einen integrierten Touchscreen, der per Fingerabdruck steuerbar ist. Via Smart Home kommuniziert er mit der Dunstabzugshaube, welche die gewählte Einstellung des in Betrieb laufenden Kochfelds automatisch übernimmt und auf dieser Basis das optimale Raumklima einstellt.

Die modernen Öfen von Herstellern wie AEG oder Bosch weisen ebenfalls ein integriertes Touchsystem auf, zusätzlich überwachen sie den Bratvorgang und schicken die entsprechenden Bilder live an das vernetzte Smartphone oder Tablet. Mit den zugehörigen Apps auf dem Android oder IOS-Betriebssystem überwacht der Verbraucher den Garvorgang, gibt Dampf hinzu oder regelt die Temperatur. Mit der integrierten Rezeptdatenbank ist es ihm darüber hinaus möglich, binnen weniger Klicks das gewünschte Rezept zusammenzustellen.

Licht und Schatten in der Küche per App oder Sprachbefehl steuern

Unter den Begriff „Smart Lighting“ fallen alle Beleuchtungssysteme, die durch elektronische Schalter, Sprachbefehle oder mobile Apps bedienbar sind. In der Küche macht sich diese technische Neuerung besonders bemerkbar, da sie zu den energieeffizienten Maßnahmen zählt. Verbrauchern steht es frei, das Licht entweder mit einer entsprechenden App ein- und auszuschalten, zu dimmen oder endgerätelos zu agieren. Die intelligenten Sprachassistenten wie Alexa, Siri oder Google Home steuern das Licht per Sprachbefehl und sind mit vielen gängigen Smart Home Systemen kompatibel.

Smartes Integrieren der gesamten Haustechnik

Ein Smart Kitchen ist mit den passenden Schnittstellen ausgestattet, die sich auf komfortable Weise mit der gesamten Haustechnik verbinden und das Wohnen und Leben sicherer gestalten.

• Rauchmelder lassen sich problemlos in das Smart Home System einzubinden. Bei unerwarteten Unfällen, Kurzschlüssen oder Bränden informiert die App die Verbraucher umgehend über das Geschehen. Dasselbe Prinzip gilt bei einem auftretenden Wasserschaden sowie einem Einbruchsversuch.
• Smart Kitchen sind höhenverstellbar und passen sich mit ihren ergonomischen Modulen der Arbeitsweise des Besitzers an.
• In punkto Datensicherheit brauchen sich die Verbraucher nicht zu sorgen. Die gebräuchlichen Smart Kitchen Systeme sind geprüft und unterliegen hohen datenschutzrechtlichen Standards. Den Verbrauchern steht es bei vielen Anwendungen offen, selbst festzulegen, welche Daten sie preisgeben wollen und ihre Entscheidungen zu einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf zu widerrufen.

Aktuell Bau GmbH

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