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Auch wenn manchmal das pure Chaos darin herrscht: Keinen Raum verbinden wir so sehr mit dem Begriff „Zuhause“ wie die eigene Küche. Leider kommt es aber insbesondere in der Küchenplanung immer wieder zu fatalen Fehlern. In diesem Beitrag machen wir Sie daher mit den Grundsätzen einer vorausschauenden Küchenplanung vertraut.

Messen, messen und noch mal messen

Für die Küchenplanung können Sie ein Küchenstudio aufsuchen, einen Berater zu sich nach Hause bestellen oder aber zunächst einmal in Eigenregie festlegen, wie Sie sich Ausstattung und Einrichtung der Küche vorstellen. Eine Planung in Eigenregie hat den Vorteil, dass Sie gut vorbereitet in die anschließenden Verkaufsgespräche gehen und einschätzen können, ob das, was Ihnen dort vorgeschlagen wird, auch wirklich zu Ihren Vorstellungen, zu den Besonderheiten des Raumes und zu Ihrem Budget passt.

Jede gute Küchenplanung beginnt mit sorgfältiger Ausmessung des Raums.
Und sorgfältig bedeutet in diesem Zusammenhang: Es reicht nicht aus, die Breite und Länge des Raumes an einer einzigen Stelle zu messen. Machen Sie sich die Mühe, und messen Sie an mindestens drei Stellen die jeweiligen Längen oder Abstände aus. Denn schon leichte Ungleichmäßigkeiten an Boden oder Wänden können dazu beitragen, dass Ihnen am Ende ein oder zwei Zentimeter zum Aufstellen des Mobliars fehlen. Und auf genau diese wenigen Zentimeter kommt es in der Küchenplanung an.

Die gemessenen Werte übertragen Sie in einen Grundriss,
in dem Sie darüber hinaus skizzieren,

  • wo sich Fenster und Türen befinden;
  • welche Steckdosen und Schalter vorhanden sind;
  • wo Vorsprünge, Schrägen oder Fensterbänke und Heizkörper die freie Aufstellung behindern;
  • wo sich die Anschlüsse für Wasser, Strom oder Gas befinden

! Wichtig ist, dass Sie wirklich jede Kleinigkeit berücksichtigen. Geht beispielsweise die Tür nach innen auf, so messen Sie aus, ob und welche Stellfläche dahinter bleibt. Ist der Raum für die Küche insgesamt knapp bemessen, können Sie in Ihre Küchenplanung natürlich auch den Austausch der Standardtür gegen eine Schiebetür einbeziehen.

Was sind Rastermaße und wie beeinflussen sie die Küchenplanung?

Unter den Küchenherstellern finden Sie einige wenige Unternehmen, die sich auf die Fertigung individuell geplanter Küchen spezialisiert haben. Die meisten Hersteller arbeiten jedoch mit sogenannten Rastermaßen, die die Küchenplanung vereinfachen. Um die Tiefe Ihrer Küchenmöbel einzuzeichnen, müssen Sie sich nur einen einzigen Wert merken: 60 Zentimeter. Denn das ist der Standardwert, den Sie bei allen Herstellern vorfinden werden.

Etwas mehr Auswahl haben Sie bei der Bestimmung der Höhe und Breite Ihrer Küchenmöbel. Ausgehend von einem Mindestmaß von 15 oder 20 cm wird beispielsweise die Breite um jeweils 10 oder 15 cm erhöht. Abhängig vom Rastermaß eines bestimmen Küchenherstellers können Sie also beispielsweise für die Schränke 15, 30, 45 cm oder 20, 40, 60 cm und höher einplanen.

TIPP:Sind Sie mit diesen Maßen bisher nicht vertraut, schauen Sie sich einfach ein paar Modelle von Herstellern an, die Sie interessieren – Sie werden feststellen, es klingt komplizierter, als es tatsächlich ist.

Wollen Sie sich eine Küche nach Ihren eigenen Vorgaben anfertigen lassen, haben Sie die volle Planungshoheit, was die Maße anbelangt. Bedenken Sie aber, dass auch eine indviduell geplante Küche nur einen harmonischen Eindruck erweckt, wenn Fugen und Verblendungen, Abschlüsse und Höhen gut aufeinander abgestimmt sind.

Mobiliar und Geräte: Wie viel Küche braucht der Mensch?

Haben Sie die zur Verfügung stehenden Maße ermittelt, folgt die Planung der Kücheneinrichtung. Beginnen Sie mit dem unbedingt Notwendigen.

Hierzu gehören in der Regel:

  • Spüle und Geschirrspüler.
  • Kühl-Gefrierkombination.
  • Kochfeld, Backofen und Mikrowelle,
  • Dunstabzugshaube,
  • Kaffeemaschine und weitere Kleingeräte
  • eine Sitzgruppe oder eine Kochinsel mit integrierter Sitzfunktion.

Auch den benötigten Stauraum für Geschirr und Töpfe, für Lebensmittel und Küchenhelfer müssen Sie berücksichtigen. In einem zweiten Schritt kommen dann all die kleinen Dinge hinzu, die nicht unbedingt benötigt werden, die den Alltag aber verschönern oder erleichtern. Eine LED-Lichterleiste beispielsweise, verschiedene Dekoartikel, ein Smoothie-Mixer oder ein Eckschrank mit Innenleben von LeMans. Moderne Technologien und Übertragungsgeräte wie Tablet, kabellose Lautsprecher oder Internetradio lassen sich ebenfalls problemlos in die Küche integrieren.

Bezüglich der Aufstellung des Mobiliars kann es sinnvoll sein, dieses in Funktionsgruppen zu unterteilen. Haben Sie Platz für einen Küchenblock, dann verbinden Sie ihn doch mit einer Theke oder einer versenkbaren Arbeitsfläche, die im Handumdrehen zum Mittelpunkt Ihrer Sitzgruppe wird. Umgekehrt können Sie durch den Kauf autarker Geräte auch gewohnte Kombinationen aufheben, beispielsweise, indem Sie das Kochfeld in einen Unterschrank integrieren, den Backofen aber in bequemer Höhe in einen Hochschrank einbauen.

Wichtige Eckpunkte für Ihre Küchenplanung ergeben sich zudem aus

  • der Berechnung der Nischenbreite zwischen der unteren Abschlusskante der Hängeschränke und den Unterschränken beziehungsweise der Arbeitsplatte;
  • dem Ausmessen der benötigten Höhe und Länge der Arbeitsplatte;
  • der Einhaltung des Mindestabstands zwischen Kochfeld und Dunstabzugshaube;
  • dem Umstand, auf welcher Seite sich die Türenanschläge befinden müssen;
  • der Frage, ob auch die Waschmaschine in der Küche untergebracht wird.

Materialien und Fronten

Im nächsten Schritt befassen Sie sich dann mit den Materialien, aus denen Ihre Küche gefertigt sein soll und natürlich mit der Optik Ihrer neuen Küche. Ist bereits ein Bodenbelag vorhanden, der nicht ausgetauscht werden soll, beziehen Sie dessen Material und Farbgebung in Ihre Planungen ein.

Moderne Einbauküchen werden zumeist aus beschichteten Spanplatten in verschiedenen Ausführungen und Qualitätsstufen gefertigt, doch gibt es vereinzelt auch Modelle in Massivholz oder in teilmassiver Herstellung. Eine große Spannbreite existiert zudem bei den Küchenfronten, die aus Kunststoff oder Lack, Glas oder Holz, Edelstahl oder Acryl bestehen. Die möglichen Farbgebungen lassen keine Wünsche offen und es bestehen zahlreiche Möglichkeiten, das Dekor der Arbeitsplatte und die Form der Griffe oder Griffmulden ganz dem eigenen Geschmack entsprechend zu kombinieren.

Energie und Umwelt

Bei der Auswahl der Elektrogeräte steht das Thema Energieeffizienz im Vordergrund. Überprüfen Sie dennoch, welche weiteren Aspekte für Sie persönlich von Bedeutung sind. Und achten Sie darauf, welche Größe oder welches Volumen Sie benötigen, damit Sie den Geschirrspüler nicht mehrmals täglich oder halb leer anstellen müssen.

TIPP:Legen Sie viel Wert auf eine ressoucenschonende Produktion, muss das Ihr Budget nicht überstrapazieren. Die meisten Küchenhersteller achten heute nicht mehr nur auf Gütesiegel, sie bieten auch Produkte mit Umweltlabeln an, beispielsweise für die Verwendung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Preislich werden Sie dabei keine großen Unterschiede feststellen.

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