Haus des Jahres 2019

Einbrecher kommen selten durch die Haustür, verschaffen sich eher durch Terrassentüren und Kellerfenster Zugang zum Gebäude. Was tun gegen ungebetene Gäste? Wie effektiver Einbruchschutz aussieht, erklären wir hier.

Mechanische und elektronische Systeme kombinieren

Im Spätherbst und Winter haben Einbrüche Hochsaison. Die Dunkelheit spielt den Kriminellen in die Karten, die meisten Delikte ereignen sich am Nachmittag und frühen Abend. Besonders häufig von Einbrüchen betroffen sind Einfamilienhäuser und Erdgeschosswohnungen von Mehrfamilienhäusern. Je besser der Einbruchschutz, umso länger benötigen Einbrecher, sich Zutritt zu verschaffen. Und umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie unverrichteter Dinge abziehen: Dauert der Einbruchsversuch zu lange und wird zu aufwendig und geräuschintensiv, steigt das Risiko, entdeckt zu werden.

Besonders wirksam ist es, beim Einbruchschutz mechanische und elektronische Systeme zu kombinieren:

  • Tür- und Fensterriegel
  • abschließbare Griffe
  • Fenster- und Türrahmen mit Kontaktverbindung zur Alarmanlage
  • Glasbruchsensoren mit Kontaktverbindung zur Alarmanlage
  • Überwachungskameras mit Nachtsichtfunktion
  • Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern.

Tipp: Lassen Sie keine Leitern, Gartenmöbel oder sonstige Aufstiegshilfen achtlos im Garten liegen, wenn Sie länger nicht zu Hause sind. Diese können Einbrecher nutzen, um an eine höher gelegene und nicht gut gesicherte Einstiegsmöglichkeit zu gelangen.

Beleuchtung als Einbruchschutz: Licht ins Dunkel bringen

Einbrecher schätzen die Dunkelheit und agieren am liebsten im Verborgenen, sie meiden in aller Regel die Konfrontation mit Bewohnern. Eine per Zeitschaltuhr oder auch via App aus der Ferne gesteuerte Innenbeleuchtung suggeriert Anwesenheit auch bei längerer Abwesenheit.

Im Garten, auf den Wegen rund ums Haus und auf der Terrasse sollte die Beleuchtung an Bewegungsmelder gekoppelt sein. Sie lassen das Licht anspringen, sobald sie in ihrem Erfassungsbereich Personen registrieren.

Wichtig im Winter: Außensteckdosen abschalten– Einbrecher verdienen keine Gratisenergie für ihre elektrischen Utensilien!

Garagen und Gartenhütten mit Werkzeugen und Gartengeräten sind beliebte Einbruchsziele und häufig unzureichend gesichert. Die Gartenlaube im Winter einbruchsicher machen? Tipps dazu gibt’s in diesem Video.

Weniger Einbrüche wegen besserem Einbruchschutz

Ein Blick in die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt: Die Zahl der Einbruchsdelikte ist 2017 deutlich gesunken – um fast zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2017 betrug die Anzahl der Wohnungseinbruchdiebstähle 116.540, 2016 waren es 151.650. Beliebte Diebesgüter: Schmuck, Uhren und Bargeld. Die Aufklärungsquote ist 2017 minimal gestiegen, betrug im Durchschnitt aber nur 17,8 Prozent.

Ein Grund für den Rückgang bei den Einbrüchen ist, dass Immobilienbesitzer verstärkt in den Einbruchschutz investieren. Entsprechende Maßnahmen zahlen sich also aus. Das betont auch „Keinbruch“, eine Initiative von Polizei und Wirtschaft zur Aufklärung der Bevölkerung.

Aktuell Bau GmbH

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