Haus des Jahres 2018

Das ist wohl der Alptraum jedes Hauseigentümers: Man kommt am Abend nach Hause und die Haustür steht offen. In der Wohnung herrscht Chaos und Verwüstung – das Werk von Einbrechern. Doch zum Glück bleiben laut Zahlen des Bundeskriminalamtes immer mehr Menschen von Hauseinbrüchen verschont. Bereits 2016 ist die Zahl der Einbrüche in Deutschland um fast zehn Prozent zurückgegangen. Und diese Zahl dürfte weiter sinken. Wohl auch, weil immer mehr Hauseigentümer auf eine neue und moderne Haustür setzen, denn sie garantiert nicht nur mehr Sicherheit, sondern hilft aufgrund ihrer besseren Dämmeigenschaftenzusätzlich dabei, bares Geld zu sparen.Höchste Zeit also, um die alte Haustür auszutauschen.

Da sie dem eigenen Haus ein Gesicht verleiht, steht bei einer neuen Haustür vor allem die Optik im Vordergrund. Die Materialauswahl ist groß, deswegen sollte man sich zunächst Gedanken machen, welche Funktion die Haustürübernehmen soll. Zudem gibt es gesetzliche Vorgaben, denn bei Sicherheit und Wärmeschutz gelten spezielle DIN-Normen.

Welches Material ist das Richtige?

Trotz des Rufs der „Billigtür“ zählen Haustüren aus Kunststoff immer noch zu den Klassikern im Eingangsbereich. Kritiker bemängelten in der Vergangenheit bei Türen aus PVC das schlechte Preis-Leistungs-Verhältnis. Doch Türen, insbesondere aus hochwertigen Kunststoffen, müssen sich aufgrund ihrer Robustheit und Pflegeleichtigkeit nicht verstecken. Die Farbauswahl ist fast unbegrenzt, ein eingebauter Metallrahmen garantiert zusätzliche Stabilität. Die Preisspanne reicht hier von 1.000 bis rund 4.000 Euro. Hauseigentümer sollten jedoch für eine effektive Wärmedämmung auf ein integriertes Luftkammersystem setzen.

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Foto: © Breadmaker/shutterstock

Daneben ist Aluminium im Kommen, denn das Leichtmetall hält einiges aus und ist extrem haltbar. Die Türen sind einfach zu reinigen. Preislich liegen sie im Schnitt zwischen 1.000 und gut 5.000 Euro. Wem die Oberfläche zu sehr glänzt, verbirgt sie einfach unter einer Holzverkleidung. Dennoch gibt es einen Nachteil: Aluminium dämmt kaum. Solche Türen sollten für eine gute Energiebilanz des Hauses im Inneren unbedingt mit einem Dämmschaum ausgekleidet sein.

Der absolute Superstar unter den Haustürmaterialen ist und bleibt aber Holz. Kein anderer Baustoff strahlt so viel Wärme und Gemütlichkeit aus. Holz eignet sich hervorragend als Dämmmaterial, im Gegensatz zu Aluminium und Kunststoff benötigt es aber viel Pflege. Trotz spezieller Beschichtungen muss eine langlebige Holztür regelmäßig eingeölt werden. Bis zu 7.000 Euro müssen Bauherren hier einkalkulieren.

Die Hilfe von Profis ist unerlässlich

Neben der Optik sollten Bauherren den Sicherheitsaspekt einer Haustür nicht vernachlässigen. Wichtig ist, dass die Tür die Vorgaben der europäischen Prüfnorm erfüllt, nach der es für Haustüren sechs sogenannte Widerstandsklassen gibt. Laut Polizei sind bei Privathäusern die Klassen RC2 und RC3 ausreichend. Daneben sollte jede Haustür mit einem zuverlässigen Sicherheitsschloss ausgerüstet sein. Was genau so ein Schloss ausmacht, ist hier zusammengefasst. Daneben kann man die Haustür mittlerweile per Fingerabdruck oder mit dem Smartphone steuern. Ein zusätzliches Schloss ist dann überflüssig. Wie das funktioniert und viele nützliche Tipps zum Thema Schlösser und Anbindung an die Hauselektronik gibt es bei spezialisierten Händlern für Sicherheitstechnik. An dieVorgaben vom Hersteller der Sicherheitstür, sollte man sich beim Einbau halten. Es geht hier schließlich um die Sicherheit des gesamten Haushalts und da sind Fachbetriebe die besten Ansprechpartner.

Übrigens, wer seine Haustür auf den neuesten Stand bringt, muss die Kosten nicht alleine tragen, sondern hat unter Umständen Anspruch auf staatliche Förderung. Hier erfährt man, welche Regelungen im Einzelfall gelten. Wird der Zuschuss nicht genehmigt, kann zumindest die Handwerkerrechnung steuerlich abgesetzt werden.

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