Licht-emittierende Dioden (LED) liegen für die Innen- und Außenbeleuchtung derzeit voll im Trend: Sie sind leistungsstark, langlebig, energiesparend und hocheffizient. Zudem sind LED-Lampen in vielen Farben erhältlich und kommen ohne Einschaltverzögerung und giftiges Quecksilber aus. Doch das ist noch nicht alles. Inzwischen weiß man: LEDs können sich sogar positiv auf das Pflanzenwachstum auswirken. Wer seinen grünen Daumen also wirkungsvoll unterstützen will, greift am besten zu einer LED-Beleuchtung – vor allem im Winter oder bei der geplanten Überwinterung von Lieblingspflanzen im Keller.

LED für Zimmerpflanzen oder Gemüse im Gewächshaus

Pflanzen brauchen für ein gutes Wachstum nicht nur Wasser, sondern auch viel Licht. Draußen erledigt das die Sonne, die mit ihren Strahlen für ein gutes Pflanzenwachstum sorgt. Doch gerade bei Pflanzen in Innenräumen, wie etwa Zimmerpflanzen oder Gewächshauspflanzen, hat man die Qual der Wahl, wenn es um die passende Beleuchtung geht. Studien haben nun gezeigt, dass sich LED-Licht positiv auf das Wachstum von Pflanzen auswirken kann.
Forscher aus den Niederlanden haben Tomatenpflanzen zusätzlich mit spezieller LED-Beleuchtung versorgt und konnten nicht nur ein besseres Pflanzenwachstum, sondern auch einen höheren Vitamin-C-Gehalt feststellen. Kein Wunder: Denn durch die LED-Beleuchtung wurden auch die Stellen optimal beleuchtet, die sonst im Schatten der Blätter gelegen hätten. Den gleichen Effekt haben LED-Lampen auch auf Zimmerpflanzen, die dadurch einfach besser wachsen und gedeihen.

Warum gerade LED für ein besseres Pflanzenwachstum?

Am besten für Pflanzen ist Sonnenlicht. Zwar kann auch künstliches Licht das Wachstum von Pflanzen fördern, aber ausschließlich mit bestimmten Spektralbereichen. Denn nur der violett-blaue und orange-rote Spektralbereich kann von den Pflanzen für die Fotosynthese und damit ihr Wachstum genutzt werden. Bei der Fotosynthese nutzen die Pflanzen die Energie aus dem Licht, um Wasser und Kohlendioxid in Glukose und Sauerstoff umzuwandeln. Und das sind genau die Stoffe, die sie zum Leben und Wachsen dringend benötigen.
Besonders im Winter, aber auch in Innenräumen bekommen Pflanzen oft zu wenig Licht für ein gesundes Wachstum. So zeigt sich Lichtmangel zum Beispiel an langen Trieben oder verfärbten oder abfallenden Blättern. Abhilfe kann eine LED-Beleuchtung schaffen. Denn sie kann Ihre Zimmerpflanzen mit ausreichend Licht versorgen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass Sie spezielle LED-Lampen für Pflanzenwachstum nehmen, denn sie bieten genau die richtige Beleuchtungsstärke und das richtige Farbspektrum.
Dabei entwickeln LED-Lampen zudem nur wenig Wärme, sodass sie ganz in der Nähe der Pflanzen platziert werden können. Außerdem ist der Stromverbrauch relativ gering, sodass LED-Beleuchtung lange Zeit eingeschaltet bleiben kann.

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Bild: © stockphoto-graf / Fotolia

Spezielle LED-Lampen für Pflanzen wählen

Ob Sie LEDs für Ihre Zimmerpflanzen oder Ihr Gewächshaus suchen – am besten greifen Sie zu speziellen Pflanzen-LEDs, die natürliches Sonnenlicht nachahmen. Denn die Fotosynthese, die für das Pflanzenwachstum wichtig ist, findet in speziellen Wellenlängenbereichen statt und Pflanzen-Lampen konzentrieren sich auf genau diesen Lichtbereich.
Inzwischen sind viele Pflanzen-LED-Lampenmodelle erhältlich, die teilweise sogar komplett das natürliche Licht ersetzen können, etwa wenn Sie ihre Lieblingspflanzen frostsicher im Keller überwintern lassen möchten. Dabei passen die Pflanzen-LED-Lampen in der Regel sogar in herkömmliche Fassungen wie E14 oder E27 und können damit einfach in bereits vorhandene Leuchten eingesetzt werden.
Dabei gibt es im Handel LED-Pflanzenlampen für die Wachstumsphase, für die Blütephase oder mit gemischtem Farbspektrum.

Eignen sich auch andere Lampen-Arten für Pflanzen?

  • Leuchtstoffröhren verfügen über ein weites Farbspektrum. Für die Pflanzenbeleuchtung sind Standardröhren mit kaltweißem Licht geeignet. Der Stromverbrauch ist aber höher als bei LED-Lampen.
  • Natriumdampflampen haben eine große Lichtausbeute und sind besonders gut geeignet, um Pflanzen in der Blütephase zu beleuchten. Dabei erzeugen sie allerdings viel Wärme und verwenden ein für Pflanzen nicht gut nutzbares Farbspektrum. Zudem verbrauchen sie mehr Energie als LEDs.
  • Metallhalogendampflampen haben ein Lichtspektrum im blauen und weißen Bereich, wodurch sie am besten nur in der Wachstumsphase oder als Zusatzbeleuchtung eingesetzt werden sollten.

FAZITSpezielle LED-Pflanzenlampen sind für die Pflanzenbeleuchtung besonders zu empfehlen. Denn LEDs sind leistungsstark, langlebig und energiesparend, enthalten keine giftigen Stoffe und strahlen kaum Wärme ab, sodass sie auch dicht neben den Pflanzen positioniert werden können. Besonders wichtig ist jedoch, dass es LED-Lampen in verschiedenen Farbspektren gibt, sodass die Lampen besonders gut an die Bedürfnisse der Pflanzen – zum Beispiel in der Wuchsphase oder Blütephase – angepasst werden können.

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