Haus des Jahres 2018

Das Licht kann in der Wohnung oder im Haus sehr viel ausmachen – das helle Licht sorgt beispielsweise für eine bessere Stimmung, während gedimmtes Licht den eigenen vier Wänden eine gemütliche Atmosphäre verleiht. Bei der Konzeption eines Neubaus ist es daher klug, die Beleuchtung von Anfang an mit einzuplanen. So erspart sich der Hausbauer Enttäuschungen nach dem Einzug oder gar teure Nachbesserungen.

Früher war alles schlichter

Bei der Planung der Innenbeleuchtung gab es früher wenig Spielraum: Für jeden Raum wurde eine Deckenleuchte eingeplant, für den Flur die üblichen Wandleuchten, fürs Bad eine Spiegelleuchte und für Ess- und Wohnzimmer noch ein Extrastromanschluss für eine weitere Innenleuchte. Mittlerweile hat sich bei den Beleuchtungsmöglichkeiten viel getan: LED-Leuchtmittel, gedimmte Lampen, Bodenstrahler und indirekte Beleuchtung erweitern das Spektrum der Möglichkeiten wesentlich – und erschweren daher auch die Entscheidung, welches Licht das Richtige für die eigenen vier Wände ist. Um diese Möglichkeiten auch voll nutzen zu können, müssen sie beim Hausbau in die Planung einfließen – am besten schon in der frühen Planungsphase, damit alle baulichen Voraussetzungen für die gewählte Beleuchtungsmöglichkeit erfüllt sind.

Anschlüsse im Vorwege planen

Es empfiehlt sich, möglichst früh mit einem Innenarchitekten oder Lichtplaner abzuklären, ob und wie sich die persönlichen Vorstellungen zur Beleuchtung in die Tat umsetzen lassen. So lässt sich beispielsweise ermitteln, in welchen Räumen wie viele Steckdosen nötig sind. Werden während des Hausbaus alle notwendigen Leitungen unter Putz verlegt, müssen die Bewohner später nicht mit unästhetischen Verlängerungskabeln improvisieren.

Auch der Einsatz der Lichttechnik sollte bereits im Vorfeld geplant werden: LED-Lichtleisten beispielsweise sind besonders praktisch, da sie in Verbindung mit Bewegungsmeldern den dunklen Flur oder die Treppe automatisch erhellen. Das sorgt also für besonders viel Komfort in den eigenen vier Wänden.

Vielfalt bei der Wahl der Leuchten

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Bildnachweis: Unsplash, 203199, steinar-engeland

Räume, in denen sich oft aufgehalten wird, sollten über verschiedene Lichtquellen verfügen und sich unterschiedlich beleuchten lassen. Es empfehlen sich drei bis fünf verschiedene Leuchten mit verschiedenen Lichtfarben, von gemütlich warm bis taghell und klar. So lassen sich Raum-, Spot- und Effektbeleuchtung getrennt voneinander ein- und ausschalten beziehungsweise dimmen.

Halogenspots im Wohnzimmer richten den Blick auf Kunstwerke und Bilder. Eine indirekte Beleuchtung lässt sich mittels einer Stromschiene realisieren, zum Beispiel über dem Sofa. Einen ähnlichen Effekt erzielen Wandleuchten, die nach oben zur Decke gerichtet sind. In beiden Fällen empfehlen sich Leuchtmittel mit einer warmen Lichtfarbe (zwischen 2.500 und 3.300 Kelvin). In Räumen, in denen das Licht länger als zwei Stunden am Tag brennt, ist eine Beleuchtung mit LED-Leuchtmitteln die optimale Lösung. LEDs besitzen gleich mehrere Vorteile: Sie verbrauchen wenig Strom, sind langlebig und liefern sofort die volle Lichtleistung.

FazitPlanung ist die halbe Miete
Die Beleuchtungsmöglichkeiten sind mittlerweile sehr vielfältig. Von LED-Leuchtmitteln und Bodenstrahlern über indirekte Beleuchtung bis hin zu dimmbaren Varianten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Um schon im Vorfeld sicherzugehen, dass die gewählte Beleuchtungsform sich umsetzen lässt und alle baulichen Voraussetzungen dafür erfüllt sind, sollte die Beleuchtung bereits bei der Konzeption eines Neubaus mit eingeplant werden. So können Enttäuschungen, teure Nachbesserungen oder unästhetische Improvisationen mit Verlängerungskabeln vermieden werden.

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