Aktuell Bau GmbH

Ist das eigene Haus noch in der Planungsphase, stehen Ihnen für die Badplanung alle Möglichkeiten offen. Beginnen Sie in diesem Fall bei der Ermittlung Ihres Bedarfs und Ihrer Wünsche, um die erforderliche Raumgröße, Raumaufteilung und die Installationen festzulegen.

Anders sieht es natürlich in Bestandsbauten aus. Auch wenn sich hier und da noch Änderungen am Raum vornehmen lassen, beispielsweise durch den Einbau neuer Fenster, durch begehbare Duschen oder die Integration von Installationswänden, ist die Größe und damit die Nutzungsart im Wesentlichen festgelegt. Ihre Planung beginnen Sie dann bei der Raumgröße und der Badausstattung, die diese erlaubt.

Was gehört zur Badezimmerausstattung?

WC und Waschbecken, Spiegelschrank und Dusche gehören zur Grundausstattung des Badezimmers. Auch wenn Sie ein oder zwei Gästetoiletten im Haus eingeplant haben, lohnt es sich, das Badezimmer ebenfalls mit einem WC auszustatten.

Sollen Dusche und Badewanne in einen kleinen Raum integriert werden, müssen oft Kombilösungen her: So können Sie die Badewanne beispielsweise durch das Anbringen einer Badewannen-Faltwand duschtauglich gestalten. Auch eine Eckbadewannne lässt sich mit einer Duschkabine ausstatten. Oder aber Sie bringen eine begehbare Dusche direkt neben der Eckbadewanne an und haben eine Seite des Raumes dadurch bereits optimal genutzt.

Heizkörper haben Sie sicher schon eingeplant, aber wie sieht es mit einem zusätzlichen Heizelement aus, das zugleich als Handtuchhalter dient? Weitere Elemente, die Sie integrieren können, sind beispielsweise

  • Bidet und Urinal,
  • Whirlpool,
  • Handwaschbecken oder zweiter Waschtisch,
  • Badmöbel wie Hocker, Wäschetruhe, Duschvorleger, Wäscheschrank, Unterschrank, Regal.

Je weniger Fläche Ihnen zur Verfügung steht, desto mehr sollten Sie in die Höhe planen. Statt eines Regals kann es dann beispielsweise ein abwaschbares Aufbewahrungssystem sein, das sich an die Wand hängen lässt. Und auch mit Teleskopstangen lässt sich viel Platz in die Höhe gewinnen, etwa für die Ablage in der Dusche oder für ein Regal, das über dem WC-Spülkasten angebracht wird.

Wenn irgend möglich platzieren Sie die Waschmaschine lieber im Keller als im Badezimmer. Sauna und Solarium lassen sich ebenfalls in großen Badezimmern unterbringen, auch hier empfiehlt es sich aber, eine separate Lösung zu wählen, insbesondere, wenn mehrere Personen Bad und Wellnessbereich nutzen.

Zu guter Letzt wählen Sie dann Accessoires und technologisches Zubehör für Ihr Badezimmer aus: eine digitale Personenwaage beispielsweise, wasserdichte Bluetoothlautsprecher oder ein tragbares Badezimmerradio, stimmungsvolle Beleuchtung für den gesamten Raum und kühles Licht sowie einen Vergrößerungsspiegel für den Schmink- und Manikürebereich.

Wie unterscheiden sich die Bad-Programme der Hersteller?

Haben Sie eine ungefähre Vorstellung davon, welche Möbel, Keramikinstallationen und Accessoires ins Badezimmer sollen? Dann geht es im nächsten Schritt um die Auswahl des Herstellers oder Händlers und um die Festlegung des Budgets.

Die Badezimmereinrichtung können Sie einzeln zusammenstellen oder aber Sie bestellen ein Komplettbad und ergänzen gegebenenfalls das ein oder andere Element. Legen Sie Wert auf eine einheitliche Optik, empfiehlt es sich, dass Sie sich für einen Hersteller oder einen Händler entscheiden. Komplettbäder erhalten Sie im Baumarkt oder aber im Sanitärfachhandel. In Möbelgeschäften werden dagegen nur die Badmöbel, nicht aber Einrichtungskomponenten wie Badewannen oder Heizkörper verkauft.

Die Programme der verschiedenen Hersteller unterscheiden sich nach Preisen, Ausstattung, Material und Design. In der Regel werden vier verschiedene Designtypen angeboten, nämlich

  • ein klassisches Design in hellen Farben, bei dem der Schwerpunkt auf der Funktionalität und Qualität der Einrichtung liegt.
  • ein puristisches Design, das sich durch eine Betonung von Linien und Formen sowie durch ein dezentes, aber prägnantes Farbenspiel auszeichnet. Während das puristische Design auf überflüssige Accessoires verzichtet, finden sich hier oft viele technologische Neuerungen.
  • ein natürliches Design, bei dem natürliche Materialien zum Einsatz kommen, die eine hohe Luftfeuchtigkeit vertragen – beispielsweise Bambus oder imprägnierte Hölzer.
  • ein fantasievolles, verspieltes Design, das mal romantisch ausfällt, mal mit bunten Farben und auffälligen Formgebungen spielt.

Variierbar sind viele Serien und Programme durch die Wahl der Armaturen und durch die Ergänzung um Badmöbel und Accessoires. Denken Sie gerade beim Armaturenkauf auch ans Energiesparen und an mögliche Gefahren, sofern Kinder oder hilflose Personen im Haushalt sind.

Das Budget festlegen

Eine erste Einschätzung vorzunehmen, was das geplante Bad kosten wird, ist nicht immer ganz einfach. Viele Hersteller zeigen in Katalogen und auf Webseiten wunderschöne Möbel oder Installationen, „vergessen“ aber leider, die Preisempfehlungen mit abzudrucken. Es bleibt Ihnen daher nur die Möglichkeit, Händlerprospekte zu vergleichen oder sich in Geschäften vor Ort nach den Preisen zu erkundigen. Ist das Budget nicht zu knapp bemessen, können Sie sich auch Kostenvoranschläge von Unternehmen einholen, die Bäder planen und komplett installieren. Fragen Sie nach, mit welchen Herstellern man zusammenarbeitet und ob die Möglichkeit besteht, den Hersteller frei zu wählen, falls Sie ein bestimmtes Unternehmen favorisieren.

Wer ein Bad von 9 m2 komplett neu einrichten möchte, muss mit Kosten ab etwa 10.000 € rechnen. Nach oben sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Sparen können Sie, indem Sie so viele Einbauten und Sanierungsarbeiten wie möglich selbst übernehmen. In unserem Ratgeber- und Servicebereich erhalten Sie hierfür viele Tipps und Anleitungen – und täglich kommen neue Beiträge hinzu.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!

Ich akzeptiere

Please enter your name here