Aktuell Bau GmbH

Das neue Badezimmer zu planen, ist gar nicht so einfach. Zu vieles muss beachtet werden, was einer freien Planung im Wege steht. Hinzu kommt, dass Badezimmer oft nur als funktionale Räume betrachtet werden. Dabei verbringen wir doch kostbare Zeit darin, in der wir uns ganz uns selbst widmen können.
Setzen Sie der langweiligen Gestaltung üblicher Badezimmer also etwas entgegen und entwerfen Sie Ihr eigenes Bad. Dabei spielt die Größe des Raumes eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist, dass Sie den Raum klug nutzen und sich von der Vielfalt möglicher Kombinationen inspirieren lassen. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen fünf Möglichkeiten, wie Sie Ihr individuelles Bad planen.

1. Skizze und Einkaufsliste anfertigen, um Angebote zu vergleichen

Auch wenn Sie später einen Onlineplaner nutzen wollen, jede gute Badplanung beginnt mit dem gründlichen Ausmessen des Raumes. Statt sich die Messwerte einfach nur zu notieren, zeichnen Sie diese in eine Skizze ein. Nicht Schönheit zählt dabei, sondern Genauigkeit. Gut geeignet für die zeichnerische Darstellung ist Millimeterpapier. Das Papier können Sie kaufen oder aber mit einem Badplaner, wie ihn beispielsweise Hornbach online bereitstellt, herunterladen und ausdrucken.
Als Hilfsmittel stehen ein Zollstock, ein Maßband oder ein Lasermessgerät zur Auswahl. Lasermessgeräte, auch als Distanzmessgeräte bezeichnet, erhalten Sie ab ca. 30 € im Baumarkt oder im Onlinehandel. Günstigere Geräte gibt es auch, doch müssen Sie damit rechnen, dass die Messgenauigkeit bei sehr preiswerten Geräten um bis zu 5 mm schwankt. Beachten Sie hierzu die Herstellerangaben.
Die eigentliche Messung von Länge, Breite und Höhe des Raumes nehmen Sie am besten an verschiedenen Stellen vor. Wollen Sie beispielsweise die Länge ausmessen, legen Sie Ihr Messgerät an den beiden Wänden und in der Mitte des Raumes an. So lässt sich feststellen, ob Unregelmäßigkeiten zu verzeichnen sind. Schrägen, Säulen oder andere Raumelemente zeichnen Sie ebenfalls in Ihre Skizze ein, außerdem

  • vorhandene Anschlüsse und Installationen,
  • Türen und Fenster, Schwellen und Fensterbänke,
  • Steckdosen und Lichtschalter,
  • Heizkörper und alles, was bereits installiert ist und das freie Aufstellen weiteren Inventars verhindert.

Haben Sie Ihren Grundriss erstellt, nehmen Sie diesen als Grundlage für die weitere Planung mit einem Onlinetool. Oder aber Sie zeichnen weiter von Hand, indem Sie nun eintragen, wo Sie welche Installationen und Badmöbel anbringen und aufstellen möchten. Aus der Skizze wird dann zugleich eine Einkaufsliste, mit der Sie die Angebote verschiedener Hersteller leicht auf Ihren Bedarf hin vergleichen können. Wollen Sie Maße und Preise unterschiedlicher Hersteller in Ihre Skizze eintragen, kopieren Sie diese mehrfach, damit Sie den Überblick behalten.

2. Planungshilfe aus dem Baumarkt: Badplaner zum Ausschneiden oder doch lieber Fachberatung?

Eine besondere Art der Badplanung erlaubt Ihnen der Hornbach-Badplaner, den Sie als PDF (Portable Document Format) herunterladen und ausdrucken können. Auf der ersten Seite finden Sie Millimeterpapier, in das Sie den Grundriss Ihres Bades eintragen. Auf den weiteren Seiten finden Sie Badewannen, Duschwannen, WCs, Waschtische und Badheizköper in verschiedenen Größe und Formen zum Ausschneiden. Wer also fürs Zeichnen nicht das geeignete Händchen hat, stellt sich das Inventar durch fröhliches Hin- und Herschieben zusammen. Badmöbel und Teppiche umfasst der Badplaner zum Ausschneiden jedoch nicht.
Mit dem oder ohne das Resultat Ihrer Vorplanung können Sie natürlich auch eine Fachberatung aufsuchen – in den Baumärkten wie in allen Fachgeschäften. In der Regel ist diese Beratung unverbindlich und kostenlos. Fühlen Sie sich also nicht genötigt, sofort etwas zu kaufen, auch wenn man Sie gern dazu überreden möchte.

3. Onlineplaner von Badmöbel-Herstellern

Viele Hersteller von Badezimmermöbeln und Sanitärkeramik bieten Ihnen online die Nutzung eines 3D-Badplaners an. Haben Sie sich bereits für einen Hersteller entschieden, schauen Sie am besten auf dessen Website, ob er diesen Service bereitstellt. Auf der Homepage von Duravit beispielsweise haben Sie die Möglichkeit, sich zwischen zwei Badplanern zu entscheiden.
Der erste Onlineplaner präsentiert Ihnen Vorlagen, die von Innendesignern gestaltet wurden und die Sie an den Grundriss des eigenen Bades anpassen können. Bei den vorgeplanten Bädern wurden Raumgrößen von 2,2 bis 26 m2 berücksichtigt.
Beim zweiten Raumplaner entscheiden Sie sich zunächst für ein Möbelprogramm des Herstellers. Anschließend geben Sie die Maße für den Grundriss ein und können mit der voreingestellten Möbelserie Ihr neues Badezimmer planen. Für die Nutzung beider Planungshilfen muss der Flash-Player von Adobe in Ihrem Browser installiert sein.

4. Barrierefrei planen mit einem 3D-Planer

Wenn Sie eine barrierefreie Planung des Bades wünschen, finden Sie einen passenden Online-3D-Planer auf der Website des eingetragenen Vereins „Barrierefrei Leben“: (Online-3D-Planer). Auch hier müssen Sie – falls nicht vorhanden – zunächst den Flash-Player installieren, um den Online-Badplaner nutzen zu können.
Die Planung ist für eine Raumgröße ab etwa 6 m2 gedacht, da die Nutzbarkeit des Bades für Rollstuhlfahrer berücksichtigt wurde. Ansonsten ähneln der Aufbau und die Vorgehensweise denen anderer Online-Planer. Sie geben zunächst die Raumform und die Maße an, fügen Türen und Fenster hinzu und ziehen dann alle gewünschten Komponenten mit der Maus in den Grundriss hinein. Auch die Gestaltung der Badezimmerfliesen können Sie hier planen. Abschließend haben Sie die Möglichkeit, Ihr Projekt zu speichern oder es als PDF-Dokument anzufordern.

5. Leicht zu handhaben und unverbindlich nutzbar: Onlinetool vom Badprofi

Wer sich mit Online-Planern schwer tut oder keine weiteren Programme wie den Flash-Player installieren möchte, kann auf das Angebot von Badprofi.at ausweichen. Dabei handelt es sich um einen Online-Badplaner, der von den Markenherstellern Polypex und Palme in Kooperation mit LeodeSIGN konzipiert wurde. Das Onlinetool ist leicht zu bedienen und ermöglicht die Planung kleiner wie luxuriöser Bäder. Für die Nutzung des Badplaners ist ein Besuch der Website nicht erforderlich, Sie können ihn direkt hier aufrufen und gleich mit der Planung beginnen.
Der Badplaner von Badprofi.at ist einfach zu bedienen und sehr detailliert angelegt. Nachdem Sie die Raummaße und die Form mitsamt allen Komponenten wie Fenster und Türen eingegeben haben, gelangen Sie zu einem Auswahlmenü, das neben der Sanitärkeramik auch Möbel, Teppiche, Pflanzen, Mauerteile oder Waschmaschinen einfügen lässt. Die Auswahl erfolgt durch das Herüberziehen mit der Maus. Die einzelnen Elemente lassen sich auch nachträglich leicht verschieben. Jedes Element ist zudem mit einem Rotationspfeil versehen, sodass Sie es beliebig platzieren und in die gewünschte Position drehen können.
Haben Sie Ihre Planung beendet, können Sie Ihre Kontaktdaten eingeben, um sich ein Angebot erstellen zu lassen. Sie können, müssen aber nicht. Sie können den Plan nach Belieben speichern, drucken oder als PDF herunterladen – ganz ohne Angabe Ihrer Daten.

Badgestaltung nach Maß – Gestaltungsideen gratis

Alternativ zur Eigenplanung bietet Ihnen der Badprofi den Zugang zu einer Planungsdatenbank. Hier geben Sie die Raummaße, den Grundriss und die gewünschte Ausstattung an. Wählen können Sie beispielsweise zwischen Dachbodenbädern, Klein- und Luxusbädern. Haben Sie alle Elemente bestimmt, klicken Sie auf den Button „suchen“ und erhalten im Ergebnis Badgestaltungen angezeigt, die Ihren Vorgaben entsprechen. Das Inventar stammt natürlich aus den Serien und Programmen der oben erwähnten Hersteller. Aber allein die Gestaltungsideen, die hier vorgeschlagen werden, sind es wert, den Badplaner zu nutzen – auch wenn Sie sich anschließend für die Produkte eines anderen Herstellers entscheiden. Denn auch diese Skizzen können Sie einfach ausdrucken, um sich davon inspirieren zu lassen.

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