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Zugegeben, Trends gibt es viele. Und vor allem beim Hausbau kann es mitunter recht teuer werden, immer den Trends „hinterherzurennen“, denn diese bedeuten auch, dass umgebaut, angebaut,  modernisiert und saniert werden muss. Was sich hinter dem Vintage-Trends versteckt und welche Möglichkeiten es gibt, Vintage-Möbel wie die von Wohnen.de ins Eigenheim zu integrieren, verrät dieser Ratgeber.

Wortwegweiser: Vintage, Antiquität, Used-Look und Shabby-Chic

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Abbildung 1: Bei diesem Stuhl mit Tisch handelt es sich ganz klar um ein altes Modell. So würde sich dieses Modell wohl kaum einer in die Wohnung stellen. Aufbereitet hingegen durchaus. – Foto: pixabay.com © MichaelGaida (CC0 Public Domain)

Eine eindeutige Definition dessen, was als Vintage bezeichnet wird, gibt es nicht. Stattdessen kursiert in der Welt der Wortwegweiser die Definition, dass Möbel, die zwischen 1920 und 1980 erbaut wurden, mit dem Begriff „Vintage“ bezeichnet werden. Möbel, die bereits vor dieser Zeit produziert wurden, fallen hingegen in die Kategorie „Antiquität“.

In Anlehnung an das Möbeldesign von anno dazumal kreierte Sessel, Schränke und Co. werden in aller Regel als „Retro“ bezeichnet. Sie nutzen Formen, Farben und Materialien, die aus alten Zeiten bekannt sind, um diese zu imitieren und neu zu produzieren. Der Vintage-Stil stiftet in diesem Zusammenhang die meiste Verwirrung, denn auch beim Vintage-Stil handelt es sich um neue Möbel, die aber einen bestimmten Look haben: den sogenannten Used-Look.

Merken kann man sich diesen Begriff gut, wenn man an die Mode denkt, denn der Used-Look bedeutet beispielsweise bei der Jeans, dass diese nicht mehr im satten Dunkelblau erstrahlt, sondern im hellen, verwaschenen Blau. Ebenso „gebraucht“ sehen auch Möbel im Vintage-Stil aus. Der moderne Ausläufer des Vintage-Stils bei Möbeln ist übrigens der Shabby-Chic-Stil, der die Used-Optik aufgreift und mit schicken Details kombiniert.

Die Farbe Weiß dominiert die Vintage-Möbelwelt

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Abbildung 2: Weiße Möbel wie etwa dieser Tisch erreichen durch die Aufbereitung im Vintage-Stil erst ihre Besonderheit. Durch die Oberflächenbehandlung wird die Holzmaserung sichtbar. Das verleiht dem Tisch Charakter. – Foto: pixabay.com © kaboompics (CC0 Public Domain)

Weiß ist jedoch nicht gleich Vintage-Weiß, denn ein hochreines Weiß, im schlimmsten Fall noch glänzend, hat rein gar nichts mit dem Vintage-Weiß zu tun, das häufig in Shabby-Chic-Optik daherkommt. Das heißt, dass beim makellos weiß wirkenden Esstisch durchaus die Maserung des Holzes sichtbar werden kann.

Weiße Vintage-Möbel wirken so besonders gut:

  • Einen edlen Touch bekommen Vintage-Möbel dann, wenn sie mit der Farbe Grau kombiniert werden. Im Esszimmer strahlt diese Kombination ein edles Ambiente aus und sorgt gleichzeitig für Wärme, denn das Grau bricht das kühle Weiß.
  • Besonders in Szene setzen lassen sich weiße Vintage-Möbel immer dann gut, wenn sie vor einer farbigen Wand stehen. Ein sattes Dunkelrot bringt einen tollen Kontrast in den Raum. In Wohnräumen, aber auch im Schlafzimmer kann dieser Effekt besonders gut zur Geltung kommen.
  • In Kombination mit Pastelltönen werden Vintage-Möbel zur guten Wahl fürs Kinderzimmer. Wer eine hochwertige Kommode im Vintage-Stil anschafft, braucht sich nicht darum zu sorgen, dass das Kind sich daran verletzten könnte. Ins Mädchen-Zimmer bringt der romantisch wirkende Vintage-Look einen Hauch von Prinzessinnen-Flair.
  • Die Kombination weißer Vintage-Möbel mit Holz-Elementen funktioniert immer, weil beide Parts natürlich anmuten und deswegen gut kombinierbar sind. Wem die Kombination aus Holz und Weißtönen zu einfallslos scheint, der kann Farbe nach Belieben ins Spiel bringen – entweder an der Wand (mithilfe kreativer Wandgestaltung) oder mithilfe kleiner (meist textiler) Accessoires.
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Abbildung 3: Schilder aus Holz mit groß geschriebenen Botschaften sind beliebte Dekorationsartikel im Vintage-Stil. An einer freien Wand in der Küche, im Wohnzimmer, im Flur oder im Eingangsbereich werden sie zum Hinkucker und runden den Vintage-Look optisch ab. – Foto:pixabay.com © free-photos (CC0 Public Domain)

Einzelstücke wirken gut im Patchwork-Stil

Vintage-Möbel müssen weder einfarbig noch eintönig sein. Ganz im Gegenteil. Vintage-Möbel können auch ein buntes Dekor aufweisen, das an die Zeit der Hippies erinnert.

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Abbildung 4: Ein Büro in dieser „altbackenen“ Variante zu gestalten, ist sicherlich witzig, aber nicht gerade praktisch. Manche Möbel ermöglichen den Spagat zwischen praktischem Vintage-Look und schicker, alter Optik. – Foto:pixabay.com © o12 (CC0 Public Domain)
  • Ein einfarbiger Kommoden-Korpus bekommt erst durch bunt beklebte Türchen und Schubfächer den Vintage-Touch, der das Möbelstück zum Hingucker in einer Wohnung macht. Bester Platz für ein Einzelstück dieser Coleur ist der Eingangsbereich. Hier ist die Kommode sicherlich der Eyecatcher für alle Gäste.
  • Denkbar ist an eben diesem Standort auch eine Garderobe im Vintage-Look, deren Korpus aus Holz gearbeitet ist und die mit bunt beschrifteten Fronten den Flair eines Einzelstücks verbreitet. Natürlich darf auch eine Vintage-Kommode nicht nur ansehnlich sein, sondern sollte auch für alles einen Platz gewähren, was im Eingangsbereich zu finden sein muss – das heißt für Schuhe, Jacken, Taschen, Schals, Schlüssel, Geldbeutel und andere Dielen-Dinge. Wer weniger Platz hat, kann für den Eingangsbereich auch eine Garderobe mit Haken im Vintage-Stil finden.
  • Wer sein Büro im Vintage-Stil einrichten möchte, setzt auf einen Sekretär, der sicherlich an alte Zeiten erinnert. Auch die Kombination aus einem schlichten Holzregal, einem Holzschreibtisch und einem schlichten Stuhl ist eher an den Vintage-Trend angelegt als beispielsweise graue Büroschränke mit Schiebetüren.

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