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Geht es um die Renovierung eines Raumes, bleibt der Bodenbelag nach jahrelanger Nutzung meist nicht unberührt. Waren noch in den 1990er-Jahren Teppichböden die erste Wahl, liegen mittlerweile Bodenbeläge in Naturoptik im Trend. Vor allem Parkett und Laminat werden von vielen Haus- und Wohnungsbesitzern bevorzugt. Optisch sind sich Parkett und Laminat auf den ersten Blick sehr ähnlich. Die Unterschiede liegen in erster Linie in der Zusammensetzung, dem gewählten Material und oft auch in der Haltbar- und Belastbarkeit. Geht es um die Pflegeleichtigkeit, steht keiner der Bodenbeläge dem anderen in etwas nach.

 

Kosten im Blick behalten

Wie bei jeder Renovierung müssen auch bei der Erneuerung der Bodenbeläge die Kosten im Blick behalten werden. Laminat gibt es in verschiedenen Preisklassen. Grundlegend ist Parkett jedoch die teurere Wahl. Parkett ist ein Naturprodukt. Dagegen handelt es sich bei Laminat um einen günstigen Bodenbelag, der in der Herstellung mit geringeren Kosten verbunden ist als das hochwertige Naturprodukt. Meist bewegen sich die Quadratmeterkosten für Parkett zwischen 30 und 80 Euro. Wie teuer Parkett genau ist, hängt unter anderem vom ausgesuchten Holz ab. Eichen-, Ahorn- und Buchenparkett verursachen in der Produktion verschieden hohe Kosten, was sich wiederum beim Preis im Handel bemerkbar macht. Deutlich günstiger ist Laminat, das in seiner preiswertesten Ausführung bereits ab 5 Euro je Quadratmeter im Handel zu finden ist. Doch selbst Laminat wird zum Teil deutlich über dem Mindestpreis angeboten. In diesem Fall besitzt der Bodenbelag eine höhere Nutzschicht und ist damit belastbarer. Es kann es auch in Räumen mit hoher Beanspruchung verlegt werden. Die Erneuerung des Bodenbelags lässt sich auf Wunsch und bei entsprechender Bonität über Renovierungskredite stemmen, die mit flexibel gewählten Darlehenssummen gestaltbar sind.

 

Die Verarbeitung

War die Verarbeitung von Laminat und Parkett lange extrem unterschiedlich, wurden die Arbeitsschritte angepasst. Beide Bodenbeläge lassen sich ähnlich verarbeiten. Bevor mit der Verlegung begonnen wird, gilt es den Raum vorzubereiten:

  1. Alten Bodenbelag entfernen
  2. Untergrund ausgleichen / bei starken Unebenheiten neuen Estrich einsetzen
  3. Verlegen der Dampfsperre
  4. Auslegen der Trittschalldämmung (insbesondere bei Laminat unverzichtbar)
  5. Beschaffung des passenden Werkzeugs bzw. Zubehörs: Laminat- oder Parkettschneider, Hammer, Abstandshalter

Beim Hammer gilt es auf ein Modell mit weichem Kopf zurückzugreifen. Grundsätzlich ist auch der Einsatz von Abstandshaltern empfehlenswert. Bei einer schwimmenden Verlegung stellen sie den richtigen Wandabstand sicher, was insbesondere für Einsteiger eine Hilfe ist.

Zwischen neuen Bodenbelag und Wand wird ein kleiner Abstand gelassen, durch den sich Laminat und Parkett ausbreiten können. Grundsätzlich ist dieser Abstand empfehlenswert, denn damit wird dem Aufwölben von Brettern oder unschönen Erhebungen vorgebeugt. Auf den Abstand zwischen Bodenbelag und Wand sollte nur verzichtet werden, wenn Parkett oder Laminat verklebt werden. In diesem Fall muss allerdings ein absolut ebener Boden vorhanden sein. Weiterhin ist das Entfernen des Bodenbelags so nach einigen Jahren deutlich aufwendiger.

 

Parkett und Laminat im direkten Vergleich

Parkett und Laminat weisen in der Regel eine Holzoptik auf. Unterschiede zwischen den Bodenbelägen zeigen sich in der Haltbarkeit und Qualität.

Die wichtigsten Merkmale von Laminat:

  • Unterschiedliche Beanspruchungsmöglichkeiten je nach Nutzklasse
  • im Alltag sehr robust
  • kann nicht abgeschliffen werden
  • gegenüber Feuchtigkeit besonders empfindlich
  • Haltbarkeit ist deutlich begrenzt – beträgt meist zwischen 10 und 15 Jahren
  • recht preiswerter Bodenbelag
  • in vielen Designs erhältlich
  • einfache, komfortable Verarbeitung

Parkett wird von folgenden Merkmalen gekennzeichnet:

  • natürlicher Bodenbelag aus Holz
  • im Gebrauch empfindlicher als andere Beläge
  • in verschiedenen Stärken und Nutzschichten erhältlich
  • recht empfindlich gegenüber Feuchtigkeit
  • trocknet bei Feuchtigkeit ab
  • sehr lange Haltbarkeit
  • Optik kann durch Schleifen wieder aufbereitet werden
  • Lebensdauer inkl. abschleifen: über 50 Jahre

Bei Laminat ist das Designangebot deutlich umfassender als Parkett, denn hierbei handelt es sich immer um einen Holzfußboden. Verschiedene Designs sind hier an die Holzarten, eventuelle Einfärbungen sowie an gebeizte und ungebeizte Ausführungen gebunden.

 

Welcher Bodenbelag ist empfehlenswert?

Laminat und Parkett sind pflegeleichte und optisch sehr ansprechende Bodenbeläge. Bei Qualität und Nutzung zeigen sich Unterschiede. Für welchen Bodenbelag Sie sich entscheiden, ist vorrangig Geschmackssache. Allerdings sollten gerade Hausbesitzer mit dem Verlegen von Parkett liebäugeln, denn es geht mit einer deutlich längeren Nutzung einher und verursacht damit über die Jahre hinweg geringere Folgekosten. Dagegen eignet sich Laminat hervorragend für Mietwohnungen.

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