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Viele Bauherren möchten ihr Haus auch im Hinblick auf energetische Werte sinnvoll sanieren.

Viele Bauherren möchten ihr Haus auch im Hinblick auf energetische Werte sinnvoll sanieren. Doch wo werden Prioritäten gesetzt? Wo besteht Handlungsbedarf? Eine repräsentative Umfrage gibt Aufschluss.Private Eigentümer haben im vergangenen Jahrzehnt in die Gebäudemodernisierung ihrer selbst genutzten Immobilie durchschnittlich 27.000 Euro investiert. Unter Einbeziehung der Eigenleistungen hatten die Modernisierungsmaßnahmen eine Größenordnung von 36.000 bis 40.000 Euro. Das ergab eine vom Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) und dem Verband Wohneigentum e.V. in Kooperation mit dem Institut für Bauforschung e.V. Hannover bundesweit durchgeführte Umfrage. Befragt wurden 1.270 private Hausbesitzer zu den Themen Energiesparen, Energieberatung und energetische Gebäudemodernisierung. Allein die befragten Wohneigentümer investierten in den vergangenen zehn Jahren insgesamt 33 Millionen Euro. Private Investitionen beim selbst genutzten Wohneigentum prägen damit entscheidend das Bauen im Bestand.

Kostenersparnis und Klimaschutz

Die Umfrage zeigt, dass Eigentümer die Ziele energetischer Modernisierung klar vor Augen haben: drei Viertel der Befragten sehen Prioritäten in der Einsparung von Energiekosten, 46 Prozent bei verbessertem Klimaschutz, 36 Prozent bei der Wertsteigerung und 24 Prozent bei der Erhöhung des Wohnkomforts. Die Mehrheit der Befragten heizt mit Erdgas oder Erdöl, nur wenige noch mit Kohle. Alternative, Regenerative Energien wie Erdwärme, Sonnenenergie oder Holzpellets werden bereits von einem Viertel eingesetzt, oft in Kombination mit fossilen Energieträgern.Insgesamt ist die Bereitschaft vorhanden, den energetischen Standard des Gebäudes zu optimieren. In unterschiedlichen Bereichen haben Eigentümer bereits energetisch saniert, häufig neue Fenster oder Türen eingebaut oder die Heizungsanlage ausgetauscht. Generell werden energetische Einsparpotenziale eher in den Außenbauteilen der Gebäudehülle, in Fenstern, Türen und Dach gesehen. Innenliegende Bauteile wie die oberste Geschossdecke oder die Kellerdecke sind weniger im Fokus. Viele Hauseigentümer planen innerhalb der nächsten drei Jahre weitere Investitionen in erheblichem Wertumfang für die energetische Modernisierung, neben Verbesserungen der Außenhülle geraten die Heizanlage und der Einsatz von Solartechnik in den Blick.

Beratung erwünscht

Fast jeder zweite Wohneigentümer wünscht eine unabhängige technische Beratung. Der 1. Vorsitzende des Bauherren-Schutzbund e.V., Peter Mauel, sieht darin eine große Herausforderung für den weiteren Ausbau der Verbraucherberatung beim Altbau. Deshalb hat der BSB sein Serviceangebot durch den Modernisierungs-Check, die Energieberatung, den Instandhaltungs-Check und die baubegleitende Qualitätskontrolle für den Altbau wesentlich erweitert. Ebenso bietet der Verband Wohneigentum e.V. Informationen und zunehmend Bau- und Energieberatungen an und unterhält diesbezüglich eine Kooperation mit dem BSB. Knapp drei Viertel der Befragten haben ihr Erspartes für die Investitionen eingesetzt.

Förderung notwendig

Auch wenn Bauspardarlehen eine gewisse Rolle spielen, fällt auf, dass KfW-Mittel in sehr geringem Umfang wahrgenommen wurden. Nun hat jedoch die Hälfte der Befragten die Maßnahmen in zwei und mehr Abschnitten durchgeführt und nicht, wie in den Förderrichtlinien vorgeschrieben, auf einmal. Zwei Drittel der Umfrageteilnehmer halten die Ausweitung staatlicher Zuschüsse daher für notwendig. Für direkte Zuschüsse plädieren über 60 Prozent, für verbilligte Kredite nochmals knapp 30 Prozent. Für 41 Prozent der Wohneigentümer besitzen zusätzliche steuerliche Anreize bei der energetischen Modernisierung selbst genutzten Wohneigentums einen besonders hohen Stellenwert.

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