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Mieter oder Besitzer einer Immobilie möchten in den eigenen vier Wänden Ruhe und Entspannung finden. Laute Geräusche von nebenan oder den angrenzenden Stockwerken durch Schritte, Stühlerücken, Treppensteigen, laufende Waschmaschinen oder spielende Kindern möchte man in der Regel so weit wie möglich ausblenden. Eine gute Isolierung der Wände ist dabei schon sehr hilfreich, ebenso wichtig ist eine gute Dämmung im Fußboden. Altbauten müssen diese noch nicht immer entsprechend neuerer Normen aufweisen, für moderne und hochwertige Bauten ist eine gute Schalldämmung jedoch mittlerweile ein Standardkriterium.

Schall als Lärmbelästigung

Die auftretenden Geräusche durch Personen oder benutzte Haushaltsgeräte in angrenzenden Nachbarräumen oder -gebäuden werden als sogenannter Raum- oder über den Fußboden auch als Trittschall bezeichnet. Diesem Schall sollten Bewohner einer Immobilie nach aktueller DIN-Verordnung nicht ausgesetzt sein, da er nicht nur eine Belästigung darstellt, sondern zudem auch gesundheitsschädigend wirken kann. Bewohner haben laut einem BGH-Urteil diesbezüglich einen zivilrechtlichen Anspruch auf einen angemessenen Lärmschutz.

Daneben soll eine gute Schalldämmung auch energieeffizient wirken. In alten Gebäuden müssen die Lärmschutzbestimmungen gegenwärtig erst bei Um- oder Ausbaumaßnahmen eingehalten werden, da die Verordnungen zur ursprünglichen Bauzeit noch nicht den aktuellen Standards entsprachen. Neuere Bauvorhaben müssen sich allerdings an die jeweiligen Baugesetze und festgelegten Normen halten, um die Bewohner vor der wissenschaftlich erwiesenen gesundheitsschädigenden Lärmbelästigung zu schützen.

Die Übertragung von Schall

Wände sind aufgrund der Wärmespeicherung und damit verbundenen Energieeffizienz in den meisten Immobilien bereits gut isoliert und gedämmt, was Geräusche von außen weitestgehend abschwächt. Oft kann man dämmungstechnisch jedoch an der Konstruktion der Decke nicht viel ausrichten. Hat man allerdings eine massive Decke, beispielsweise aus Stahlbeton, so werden schon aufgrund der Dicke weniger Geräusche übertragen. Einer weniger massiven Decke kann man, unter Berücksichtigung der Statik, bei der Schalldämmung also mit etwas mehr Gewicht nachhelfen.

Dem Trittschall kann durch eine geeignete Trittschalldämmung entgegengewirkt werden. Dazu müssen Boden- oder Treppenelemente lediglich federn oder keinen Kontakt zu angrenzenden Bauelementen haben. Im Treppenbau sorgen meist elastische Beläge für genügend Lärmschutz, wie bei den sogenannten Flüstertreppen. In den Fußboden lässt sich eine Trittschalldämmung auf verschiedene Arten integrieren.

Maßnahmen zur Eindämmung von Trittschall

Besonders bei harten Bodenbelägen, wie etwa Parkett, Laminat, Stein oder Fliesen ist die Gefahr eines lauten Trittschalls sehr groß. Die gängigsten Baumaßnahmen sind dabei die Anwendung von schwimmendem Estrich unter dem Fertigparkett oder Laminat. Im Massivbau eignet sich dazu eher das Einlegen von Mineralwolle, Hartschaum, Kork oder Dämmunterlagen unter den eigentlichen Bodenbelag. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Rohboden mit einer reißfesten und Feuchtigkeit absorbierenden Dämmschicht vom Estrich getrennt wird. Durch die zwischenliegenden Materialien werden Tritte besser abgefedert und Geräusche gedämpft. Über die schwimmende Konstruktion wird den Bewegungen des Bodenbelags zudem ein größerer Spielraum ermöglicht. Zusammen mit eingesetzten Randdämmungen hat der Estrich so keinen Kontakt zu den Wänden und überträgt weniger Geräusche. Eine gute Schallberatung kann bei der Wahl der passenden Materialien helfen.

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