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Über viele Jahrzehnte dominierten recht einheitliche Baustile das Bild der Architektur in Deutschland. Moderne Häuser zeichnen sich durch viele verschiedene Stile aus. In Wohngebieten, die neu erschlossen wurden und für die individuelle Bebauung freigegeben wurden, wird deutlich, wie vielfältig Eigenheime gestaltet werden können. Die klassische Konstruktion mit einem Satteldach ist zwar immer noch zu finden, doch es entscheiden sich immer mehr Bauherren für den Bau einer Stadtvilla mit Flachdach oder Walmdach. Auch Häuser mit Pultdach, die optisch mitunter futuristisch wirken, sind sehr beliebt. Baustile können auch einen stark regional geprägten Charakter besitzen. So ist der Landhausstil im Norden Deutschlands und in den ländlichen Regionen Bayerns, Thüringens und Sachsens bis heute sehr beliebt. In urbanen Regionen werden eher moderne Baustile bevorzugt.

Dachkonstruktion beeinflusst den Baustil

Bei der Betrachtung der verschiedenen Baustile, in denen Häuser errichtet werden können, fällt die Dachkonstruktion ganz besonders ins Gewicht. Sie bestimmt die Optik des Hauses. Aber auch die Möglichkeiten des Innenausbaus sind sehr stark von der gewählten Dachkonstruktion abhängig. Es werden verschiedene Dachkonstruktionen unterschieden. Alle kommen im modernen Bau zum Einsatz, wobei die Häufigkeit jedoch variiert.

Satteldach

Das Satteldach ist die klassische Form, die in Deutschland und anderen Ländern Mitteleuropas über Jahrzehnte vorrangig zum Einsatz kam. Zwei gleich große Dachflächen besitzen eine identische Neigung und berühren sich am Dachfirst. Die Häuser können ein- bis zweigeschossig sein. In der oberen Etage gibt es bei der ein- und der eineinhalbgeschossigen Bauweise schräge Wände. Das Dachgeschoss kann ausgebaut werden, wenn die Dachneigung in einem möglichst spitzen Winkel erfolgt. Zudem muss das Dachgeschoss so gestaltet sein, dass keine Querlattungen zur Stütze notwendig sind. Außerdem ist es wichtig, dass die Dachlatten begehbar sind. Dafür ist eine Verstärkung notwendig. Das Dach kann mit Gauben durchbrochen oder mit schrägen Dachfenstern gestaltet werden, um in den Räumen einen optimalen Lichteinfall zu gewährleisten. Im letzten Jahrzehnt ist die Anzahl der Neubauten mit Satteldach zurückgegangen.

Flachdach oder Walmdach

Diese Dachform erfreut sich seit dem Beginn der 21. Jahrhunderts einer sehr großen Beliebtheit. In allen Regionen Deutschlands entstehen attraktive Stadtvillen in zweigeschossiger würfelartiger Bauweise, die mit einem Flachdach oder einem Walmdach geschlossen werden. Der Vorteil dieser Bauweise liegt darin, dass es im oberen Geschoss keine schrägen Wände gibt. Dies erhöht die Wohnfläche und den Wohnkomfort. Die Häuser mit Flachdach wirken mediterran, während ein Walmdach viel Fläche für die Installation einer Solathermieanlage bietet. In den Grundflächen variieren die Häuser. Gängige Wohnflächen bewegen sich zwischen 140 und 300 Quadratmetern. Die Stadtvillen können mit Balkonen gestaltet werden, die rundum laufen oder von einzelnen Räume aus begehbar sind. Das Dachgeschoss ist bei diesen Baustilen nicht ausbaubar.

Pultdach

Bei dieser Dachkonstruktion gibt es im Vergleich zum Satteldach nur eine halbe Dachfläche. Die Häuser wirken asymmetrisch und sehr futuristisch. Diese Bauform ist sehr beliebt, weil sie einen besonders modernen Charakter hat. Es ist viel Platz vorhanden, da es nur teilweise schräge Wände gibt. Allein die Optik verleiht diesem Baustil eine besondere Note. Da in der heutigen Zeit modernes Bauen und außergewöhnliche Baustile sehr beliebt sind, sind Häuser mit Pultdach sehr viel häufiger anzutreffen als früher.

Weitere Dachformen

Es gibt weitere Dachformen, die in der Praxis von den Bauherren nicht mehr so häufig gewählt werden. Dazu gehören:

  • Schleppdach als erweitertes Satteldach
  • Tonnendach mit halbrunder Konstruktion der Dachflächen
  • Mansardendach als leichte Abwandlung des Tonnendachs

Diese Dachformen sind zum Teil sehr teuer, weil eine große Fläche mit Ziegeln eingedeckt werden muss. Darüber hinaus nehmen sie in den Sommermonaten sehr viel Sonnenlicht auf. Die darunter liegenden Räume heizen sich schnell auf.

Bungalow oder mehrgeschossiger Bau

In der klassischen Bauweise haben die Häuser zwei Etagen. Hinzu kommen das Dachgeschoss, wenn die Konstruktion des Daches einen Ausbau gestattet, und der Keller. Dreigeschossige Bauten sind möglich, werden aber selten realisiert. Beliebt ist hingegen die Bungalowbauweise. Dabei handelt es sich um einen eingeschossigen Bau, der eine große Grundfläche besitzt. Für den Bau ist ein größeres Grundstück erforderlich. Der Vorteil der Bungalowbauweise liegt darin, dass es im Haus keine Treppen gibt. Eine Ausnahme bilden Bungalowhäuser mit Walmdach, das sich aufgrund seiner Konstruktion für einen Ausbau eignet. Bien Zenker als Experte im Hausbau bietet Bungalowhäuser mit verschiedenen architektonischen Raffinessen an. So können Anbauten mit umlaufender Terrasse integriert werden, die zusätzlichen Wohnraum bieten. Eine schöne Gestaltung mit großen Fenstern lässt viel Licht ins Haus. Für ältere Menschen und Menschen mit Handicap ist die Bungalowbauweise aufgrund der fehlenden Treppen die erste Wahl.

Reihen- und Doppelhäuser

Diese Baustile sind am Rande großer Städte und Ballungszentren sehr beliebt. Die Häuser können auf kleinen Grundstücken realisiert werden. Sie haben eine kleine Grundfläche und bieten oftmals mit Keller und Dachgeschoss vier Etagen, sodass sich eine attraktive Wohnfläche von bis zu 160 Quadratmetern ergibt. Reihen- und Doppelhäuser sind in Bezug auf die Baukosten deutlich günstiger als freistehende Einfamilienhäuser. Der Nachteil liegt darin, dass die Nachbarn auf engem Raum zusammen leben. Dies kann mitunter als störend empfunden werden.

Der klassische Landhausstil

Klassische Landhäuser sind mit einem Walmdach geschlossen und zeichnen sich durch eine interessante Fassadengestaltung aus. Oftmals wird Fachwerk eingesetzt, dass aus modernen Elementen errichtet wird, aber doch die klassische Eleganz einer vergangenen Zeit besitzt. Gauben im Dach und ein Erker mit darüber liegendem Balkon sind weitere Element, die diesen Baustil bestimmen. Im Norden werden bis heute Landhäuser errichtet, die mit einem Reetdach gedeckt werden. Dies wirkt optisch sehr ansprechend und besitzt einen besonderen Charme.

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