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Hochbeete sind unter Hobbygärtnern sehr beliebt. Besonders in kleinen Gärten werden die Hochbeete sehr gerne genutzt. Doch was ist alles nach dem erfolgreichen Aufbau zu beachten? Gerade die Wasserzufuhr ist sehr wichtig. In den Sommermonaten können Hochbeete sogar mehrfach täglich gegossen werden. Wie gedeihen Obst, Gemüse und Blumen besonders gut und was ist bei der Pflege vom Hochbeet zu bedenken?


 

Gießen und Düngen

Das Hochbeet gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen: Aus Holz, Kunststoff, Aluminium, Stein oder Ziegeln. Unabhängig vom Design haben die Hochbeete allerdings alle eines gemeinsam. Sie sind eine platzsparende Variante für die Bepflanzung im eigenen Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Obst, Gemüse und Blumen gedeihen im Hochbeet besonders gut, da es in den unteren deutlich mehr Wärme generiert und sammelt – und damit das Pflanzenwachstum positiv beeinflusst. Damit Hobbygärtner wirklich viel Freude an ihrem Hochbeet und ihrer späteren Ernte oder andauernden Blütenpracht haben, sollten sie jedoch ein paar Dinge beim Gießen und Düngen beachten:

  • Düngen im Hochbeet: Günstige Lichteinstrahlung und organische Materialien sorgen dafür, dass es im Hochbeet zu einer Wärmeentwicklung kommt, die sich positiv auf die Pflanzen auswirkt. Die organische Wärme im Inneren des Hochbeets lässt sich auch als Verrottungswärme bezeichnen. Die Verrottung der organischen Stoffe führen dazu, dass sich der Boden mit vielen wertvollen Nährstoffen anreichert. Da der Boden im Hochbeet durch die Verrottungswärme bereits sehr nährstoffreich ist, kann hier auf das Düngen problemlos verzichtet werden. Der Boden enthält bereits durch natürliche Substanzen und Vorgänge ausreichend Grundlagen für ein tolles Pflanzenwachstum. Es reicht aus, das Hochbeet lediglich im Spätherbst oder Frühjahr mit etwas Kompost nachzufüllen.
  • Hochbeet gießen: Zwar ist die Wärme, die sich im Hochbeet generiert, besonders vorteilhaft für die darin wachsenden Pflanzen. Mehr Wärme bedeutet allerdings auch, dass Hobbygärtner für ein gutes Wachstum auch mehr gießen müssen. Die aufgestaute Hitze lässt das Wasser schneller verdunsten, wodurch eine höhere Flüssigkeitszufuhr notwendig ist als bei anderen Beeten. Doch nicht nur die Verrottungswärme lässt den Wasserbedarf hoch ausfallen. An heißen Sommertagen gilt es für alle anderen Beete auch, dass häufiger – teilweise zwei Mal am Tag – gegossen werden muss, damit die Pflanzen nicht vertrocknen. Wer auf häufiges Gießen selbst verzichten möchte, kann sich zum Hochbeet auch ein Bewässerungssystem anschaffen, das die „Früh- oder Spätschichten“ automatisch übernimmt. Technik muss also auch im Garten nicht fehlen und erleichtert den Alltag ungemein.

Neben den allgemeinen Tipps zum Gießen und Düngen im Hochbeet, sollten Hobbygärtner natürlich auch auf die Bedürfnisse ihrer individuellen Pflanzen achten. Je nach Sorte und Art kann gerade der Bedarf an Feuchtigkeit stark voneinander abweichen. Das gleiche gilt übrigens auch für den Standort. Während manche Pflanzen es lieber schattig mögen, fühlen sich andere in der prallen Sonne wohl.

Wenn man sich ein Hochbeet anlegen möchte, sollte man sich vorher genau erkundigen, welche Pflanzen im Hochbeet zueinander passen und ähnliche Bedürfnisse haben. Konkurrieren die Pflanzen untereinander, gelingt eine erfolgreiche Ernte oder eine farbenfrohe Blütenpracht nur selten.

 

Beetpflege – was ist wann nötig?

Ist man als Hobbygärtner erfolgreich unter die Hochbeet Besitzer gegangen, sollten einige Pflegetipps fürs Hochbeet befolgt werden:

  • Bevor der Hobbygärtner seine Saat im Hochbeet ausstreut, sollte er auf der oberen Erdschicht umlaufende Rillen setzen.
  • Nach einigen Jahren im Gebrauch, kann das Erdreich absacken. Spätestens dann ist es an der Zeit, das Hochbeet erneut mit Kompost zu befüllen.
  • Spätestens sechs Jahre nach der Inbetriebnahme sollten Hobbygärtner das gesamte Innere des Hochbeets austauschen. Dazu kann man jedoch die alte Erde nutzen und gemeinsam mit den neuen Schichten ins Hochbeet einbauen.
  • Speziell an heißen Tagen braucht das Hochbeet besonders viel Wasser. Zwar sollte das Beet nicht geflutet werden, aber der Hobbygärtner muss dennoch auf regelmäßige und ausreichende Feuchtigkeit sorgen.
  • Wer das Hochbeet als Frühbeet nutzen möchte, muss dazu eine Abdeckung anbringen, damit sich kein Frost ins Innere schleichen kann.
  • Gerade Holz ist ein Material, das unter ungünstigen Witterungsverhältnissen leidet. Da das Hochbeet bei Wind und Wetter im Freien steht, sollten Hochbeete aus Holz regelmäßig gepflegt werden. Abschleifen und neu lackieren hilft bereits oft. Ist das Material jedoch stark mitgenommen, kann es sein, dass man das Holz-Hochbeet nach wenigen Jahren vollständig austauschen sollte.

Das Hochbeet ist übrigens auch ein beliebter Unterschlupf für Wühlmäuse und auch Ameisen. Um nicht die ungebetenen Gäste zu beherbergen, sollte man am Boden ein Gitter zum Schutz anbringen.

 

Was ist sonst noch zu beachten?

1. Schicht (bodennah): Höhe circa 25 cm, bestehend aus Zweigen, Ästen, Laub, Wurzelstöcken und Strauchabfällen. Die Schicht wird zum Abschluss mit ein wenig Erde bedeckt.

2. Schicht: Eine Schicht, bestehend aus circa 10 bis15 cm mit dünnen Ästen, klein geschnittenem Holz und (unbedruckter) Pappe.

3. Schicht: Dung oder groben Kompost mit circa 10 bis 15 cm auf die zweite Schicht geben.

4. Schicht: Als vierte Schicht kommt eine circa 20 cm hohe Schicht aus einem Kompostgemisch ins Hochbeet. Dazu am besten eine Mischung aus Gartenerde oder gewöhnlichem Kompost von den Küchenabfällen nutzen.

5. Schicht: Als letzte Schicht kommt die Gartenerde ins Hochbeet. Damit wird das Hochbeet bis circa2 bis 3 cm unter dem Rand aufgefüllt.

 

Wärme als Wasserdieb und Pflanzentraum

regenwurm
Das Hochbeet ist vor allem in kleinen Gärten beliebt, um den Traum vom eigenen Gemüsegarten zu verwirklichen. Zwar sorgt die Verrottungswärme dafür, dass das Hochbeet öfter gegossen werden muss als andere Beete, dafür ist der Boden besonders reich an wichtigen Nährstoffen und die von innen ausstrahlende Wärme sorgt zusätzlich dafür, dass die Pflanzen besonders gut wachsen. Kommt der Hobbygärtner in die Verlegenheit, dass nach längerer Nutzung das Innenleben vollständig ausgetauscht werden muss, gilt es wieder, die Schichten 1 bis 5 der Reihe nach ins Hochbeet zu setzen.

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