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Energieausweis oder energetische Beratung: Tipps für Immobilienbesitzer

Wer eine Wohnimmobilie veräußern, vermieten oder baulich erweitern will, muss zuvor einen Energieausweis erstellen lassen. Der Energieausweis bewertet den energetischen Bedarf der Immobilie und enthält Vorschläge zur Modernisierung. Das klingt gut, weist aber in der Praxis einige Tücken auf. Unterschiedliche Berechnungsarten und fragwürdige Ergebnisse schmälern die Aussagekraft von Energieausweisen. Welchen Nutzen haben die verschiedenen Energieausweise dann? Lohnt sich die Investition? Der folgende Beitrag skizziert wichtige Unterscheidungsmerkmale.

Bedarfsorientierter oder verbrauchsorientierter Energieausweis?

Anfänglich hatten Immobilienbesitzer die Wahl zwischen bedarfsorientierten und verbrauchsorientierten Energieausweisen. Mittlerweile ist für einige Gebäudetypen festgelegt, dass ein bedarfsorientierter Energieausweis ausgestellt werden muss. Dazu gehören
  • Altbauten, die bis 1965 errichtet wurden,
  • Neubauten,
  • Gebäude mit maximal vier Wohneinheiten, die vor 1977 errichtet wurden bzw. bei denen die Wärmeschutzverordnung von 1977 nicht berücksichtigt wurde.
Die genannten Gebäudetypen erhalten einen Energiebedarfsausweis, für dessen Berechnung verbrauchsunabhängige Faktoren wie Bauweise und Material, Standort und Witterung herangezogen werden. Der Energiebedarfsausweis geht vom Primärenergiebedarf aus. Für die Ermittlung der Kennzahlen wird die Nutzung erneuerbarer Energien berücksichtigt. Wird beispielsweise eine Photovoltaikanlage für die Stromerzeugung genutzt, verbessert dies den Wert. Entscheiden Sie sich für die Berechnung des Energieverbrauchswertes, liegen dem die Messwerte der vergangenen Abrechnungsperioden zugrunde – also beispielsweise für Heizung, Strom und Wasser.

Welchen Aussagewert hat ein Energieausweis?

Der Aussagewert eines Energieausweises ist umstritten. Die ermittelten Kennzahlen geben nur bedingt Auskunft über den tatsächlichen Bedarf oder Verbrauch. Vergleiche haben zudem extreme Ergebnisschwankungen zutage gebracht.

Fazit: Wer seine Immobilie selbst bewohnt, fährt mit einer Energieberatung besser

Benötigen Sie in absehbarer Zukunft keinen Energieausweis, weil Sie Ihre Immobilie selbst bewohnen? Dann suchen Sie besser eine fachmännische Energieberatung auf, die von der öffentlichen Hand bezuschusst wird.