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Ein Carport ist ein überaus praktischer Unterstand für das eigene Auto. Und aus Holz ist so ein Carport auch noch schnell und einfach selbstgebaut. Wichtig ist nur, auf dem Weg zum eigenen Holz-Carport einige Dinge zu beachten. Lesen Sie hier, worauf es ankommt.

Ist für Carports eine Baugenehmigung nötig?

Wenn Sie einen Carport planen, sollten Sie sich als Erstes beim zuständigen Bauamt informieren, ob Sie dafür eine Baugenehmigung brauchen. In der Regel wird eine Baugenehmigung benötigt, wenn der umbaute Raum eine festgelegte Höchstgrenze überschreitet und/oder wenn der Carport auf einem Beton-Fundament errichtet werden soll. Die Vorschriften unterscheiden sich dabei nicht nur von Bundesland zu Bundesland, sondern sogar von Ort zu Ort, sodass eine Anfrage bei Ihrem örtlichen Bauamt unumgänglich ist.
Beachten Sie bei Ihrer Planung, dass Sie einen Grenzabstand zum Nachbarn einhalten müssen, der in der Regel bei 3 Metern liegen muss. Wollen Sie direkt an der Grundstücksgrenze bauen, müssen Sie besondere Vorschriften beachten, die Sie ebenfalls beim Bauamt erfragen können.

Auswahl der Dachform und Dacheindeckung

Ein Carport sollte sich harmonisch in die Nachbarschaft einfügen und gut zu Ihrem Wohnhaus passen. Früher gab es vor allem Carports mit Flachdach, doch inzwischen sind auch Satteldächer sehr beliebt. Einige Dachformen und Dacheindeckungen für Carports werden nachfolgend vorgestellt:

  • Ein Flachdach aus PVC ist besonders günstig und leicht zu verlegen, aber nicht hagelfest.
  • Ein Flachdach aus Aluminium oder verzinktem Stahlblech ist bruchsicher, hagelfest und UV-beständig, allerdings teurer als PVC. Dabei sollte Stahlblech mindestens 0,75 mm und Aluminiumblech mindestens 1 mm stark sein.
  • Ein Flach- oder Satteldach mit Dachschalung wird beispielsweise mit Dachpappe oder Bitumenschindeln verkleidet. Bei Niederschlag ist dieses die leiseste Variante.
  • Ein Satteldach mit Dachpfanneneindeckung aus Zement oder Ziegel lässt sich optisch am besten an das vorhandene Haus anpassen, ist aber besonders aufwendig und teuer.

Auswahl der Holzsorte

Für den Eigenbau eines Carports kommen neben unterschiedlichen Dächern auch verschiedene Holzarten in Frage, die alle ihre Vor- und Nachteile haben:

  • Imprägniertes Nadelholz ist mit Salzen gegen Pilzbefall und Insekten vorbehandelt, wodurch es eine leicht grünliche Färbung hat. Das imprägnierte Holz ist nicht UV-beständig und sollte alle paar Monate nachbehandelt werden.
  • Das widerstandsfähige, sehr harte Douglasienholz zeigt sich von Natur aus resistent gegen Pilzbefall und Insekten. Im Laufe der Zeit bekommt das Holz eine edle, grausilbrige Oberfläche. Douglasienholz sollte mit offenporiger Lasur als UV-Schutz behandelt werden.
  • Unter Leimholz wird ein wetterfester, verleimter Verbund mehrerer Holzarten verstanden. Leimholz ist im Gegensatz zu natürlichem Holz verwindungssteifer und weniger anfällig für Risse. Allerdings muss Leimholz selbst gegen Pilze und Insekten behandelt werden.
  • Sogenanntes Konstruktionsvollholz hat eine höhere Verzugssicherheit und bessere Standfestigkeit als Bauholz. Damit ist es besonders für Konstruktionen mit höherer Beanspruchung geeignet. Das Konstruktionsvollholz sollte jedoch zum Schutz gegen Pilze, Schimmel und Vergrauung behandelt werden.

Wichtig zu wissen

Am einfachsten ist es, sich für einen fertigen Bausatz für Ihren Holz-Carport zu entscheiden. Denn in dem Bausatz sind alle Bauteile genau aufeinander abgestimmt. Sollten Sie Ihren Carport jedoch selbst planen wollen, ist unter anderem auf folgende Punkte zu achten:

  • Die Pfosten des Carports müssen besonders stabil sein und sollten deshalb ein Mindestmaß von 9 x 9 cm aufweisen.
  • Hochwertige Pfostenanker, die einbetoniert oder auf den Boden geschraubt werden, sorgen für sicheren und langen Halt der Konstruktion.
  • Je nach Dachlösung sollte eine Regenrinne montiert werden, damit das Wasser ungehindert ablaufen kann.
  • Besonders bei schweren Dachaufbauten, wie bei einem Satteldach mit Ziegeleindeckung, muss auf die Stabilität der Konstruktion geachtet werden.

FAZIT Einen Carport aus Holz zu bauen, erfordert handwerkliches Geschick und einige wichtige Vorbereitungen. Neben dem Beantragen einer Baugenehmigung sollten Sie sich sowohl mit Dachform und Dacheindeckung als auch mit der Auswahl des Holzes für die Carport-Konstruktion sorgfältig auseinandersetzen. Besonders einfach ist ein Holz-Carport mit einem fertigen Bausatz aus dem Baumarkt zu realisieren.

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