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Besonders in Dachgeschosswohnungen oder schlecht gedämmten Häusern kommt bei hochsommerlichen Temperaturen oft der Wunsch nach einer Klimaanlage auf. Denn wenn die Temperaturen tagsüber über 30 °C klettern, bringt selbst nächtliches Lüften oft keine Abkühlung mehr. Sollten Sie über die Anschaffung einer Klimaanlage nachdenken, sollten Sie die Vor- und Nachteile der verschiedenen Systeme berücksichtigen.

Monoblock-Klimaanlagen – günstig und mobil

Günstig in der Anschaffung, aber dafür besonders teuer im Verbrauch sind sogenannte Monoblock-Klimaanlagen. Kleinere Geräte gibt es bereits ab rund 170 €. Ein Vorteil ist, dass sie nicht fest eingebaut werden müssen und demnach keinen Aufwand erfordern. Zudem können die mobilen Monoblock-Geräte von Zimmer zu Zimmer geschoben werden, sodass sie immer dort zum Einsatz kommen, wo man sie gerade braucht.

Ein großer Nachteil ist, dass sie aufgrund ihrer Funktionsweise einen großen Abluftschlauch besitzen, der bei Betrieb nach draußen geführt werden muss. Dies geschieht entweder mit mühsamen und oft unzureichenden Konstruktionen durch das Fenster oder durch einen fest installierten Wanddurchlass, wobei in diesem Fall der Vorteil der Mobilität wegfällt. Monoblock-Geräte erzeugen außerdem einen leichten Unterduck im Zimmer, sodass warme Luft durch alle Öffnungen ins Zimmer strömt, wie zum Beispiel durch das Fenster, durch das der Ablaufschlauch geführt wurde. Die warme Luft, die von draußen in den Raum eindringt, muss zusätzlich runtergekühlt werden, was die Stromkosten wiederum erhöht.

Inzwischen gibt es auch Geräte mit einem Zwei-Schlauch-System, bei denen das Unterdruckproblem wegfällt, allerdings sind diese Geräte gleich deutlich teurer. Zu erwähnen ist letztendlich noch die Laustärke der Monoblock-Klimaanlagen, die einen Betrieb im Schlafzimmer unangenehm macht.

Splitgeräte – sparsam im Verbrauch

Sogenannte Splitgeräte sind erst ab ca. 350 € zuzüglich Installationskosten zu haben, dafür kühlen sie deutlich besser als Monoblock-Klimageräte. Bei einem Splitsystem wird das Kühlteil im Zimmer, an Wand oder Decke, fest installiert, während sich der Kompresser draußen befindet und mit einer Kühlmittelleitung an das Kühlteil angeschlossen ist.

Der Vorteil ist, dass der laute Kompressor sich außerhalb der Wohnung befindet und dass die Fenster geschlossen bleiben können. Zudem ist der Stromverbrauch geringer als bei Monoblock-Geräten. Ein Nachteil ist, dass das Gerät fest installiert werden muss und damit an einen Raum gebunden ist. Zudem muss die Installation durch einen Fachmann erfolgen, wodurch mit zusätzlichen Kosten zu rechnen ist.

Zentrale Klimaanlage – teuer, aber komfortabel

Wenn Sie einen Neubau planen und eine Klimaanlage in Erwägung ziehen, gibt es auch noch die Möglichkeit einer zentralen Klimaanlage. Das System ist besonders bequem in der Handhabung, erfordert aber große bauliche Eingriffe in das Gebäude und damit die Beauftragung eines Fachmanns, der später auch die teure Wartung übernehmen sollte.

Unschlagbarer Vorteil ist, dass bei diesem System das Klimagerät im Keller oder auf dem Dachboden steht und die Zimmer mit einem Leitungs- und Lüftungssystem an das Gerät angeschlossen sind, um das ganze Haus zentral und komfortabel zu klimatisieren.

Luftkühler – für den kleinen Geldbeutel

Der Vollständigkeit halber sollen hier auch noch Luftkühler erwähnt werden. Sie sind zwar schon für unter 100 € erhältlich, bringen insgesamt aber nur wenig Abkühlung. Das Prinzip ist, dass Wasser oder Eis verdampft wird und die kühle Luft mittels Ventilator im Raum verteilt wird, was auch mit feuchten Tüchern und einem normalen Ventilator erreicht werden kann. Ein großer Nachteil ist zudem, dass bei schwülem Wetter die feuchte Luft noch feuchter und unangenehmer wird.

FAZIT

Welche Klimaanlage ist für wen zu empfehlen?

Wenn Sie an sehr heißen Tagen für etwas Abkühlung in verschiedenen Räumen sorgen wollen, ist ein Monoblock-System zu empfehlen. Es ist günstig in der Anschaffung und mobil einsetzbar. Fürs Schlafzimmer ist die Lautstärke allerdings meistens zu hoch.

Möchten Sie einen bestimmten Raum, zum Beispiel das Wohn- oder Schlafzimmer, über längere Zeit kühlen, ist ein fest installiertes Splitgerät zu empfehlen. Es verbraucht weniger Strom als ein Monoblock-Gerät, ist leiser und kühlt besser.

Wer einen Neubau plant, sollte über den Einbau einer zentralen Klimaanlage nachdenken. Zwar sind die Investitionskosten vergleichsweise sehr hoch. Allerdings ist das System besonders komfortabel für den Nutzer.

Luftkühler sind zwar für unter 100 € zu bekommen, bringen aber kaum Abkühlung und laden schwüle Luft auch noch zusätzlich unangenehm mit Feuchtigkeit auf. Solche Geräte sind deshalb – wenn überhaupt – nur bei sehr begrenztem Budget zu empfehlen.

1 KOMMENTAR

  1. Sehr geehrter Fachmann,
    Nur aus Neugierde zum Thema Luftkühler: Wieviel Kg Wassereis aus einer Tiefkühltruhe, die in einem anderen Raum steht, braucht man ungefähr, um einen Wohnraum mit Gipskartonwänden und 100 m³ Raumluft von 28° auf 18° abzukühlen? Steigert sich der Effekt, wenn man gefrorenes Salzwasser mit einem Ventilator auftaut?
    MfG. Rüdiger Koltze

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