Haus des Jahres 2019

Ältere Heizsysteme verbrauchen meistens viel Energie und sind durch Verschleiß deutlich störanfälliger als moderne Anlagen. Deshalb ist es wichtig, sich über die Erneuerung der Heizung Gedanken zu machen. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Heizungsaustausch? Woran erkennt man, dass die Heizung nicht mehr gut genug ist? Und kann man vielleicht sogar Fördermittel beantragen, wenn man seine Heizung energieeffizient modernisieren will?

Austausch der Rohre und Heizkörper

Eine herkömmliche Heizungsanlage besteht aus drei Elementen – aus der Heizungsanlage, den Leitungen und den Heizkörpern –, wobei nicht immer alle Teile ausgetauscht werden müssen. Ein Austausch der Rohre und der Heizkörper ist in der Regel nur notwendig, wenn sie Roststellen haben, verschlammt sind oder Ihnen aus optischen Gründen nicht mehr gefallen. Manche Häuser verfügen auch heute noch über dicke Rippenheizkörper, die nicht mit moderner Einrichtung harmonieren. Hier ist ein Austausch eher zu empfehlen, als wenn sich bereits moderne flache Heizkörper in den Zimmern befinden.
Nur wenn Sie von einem Verbrennungsofen, wie Gas, Holz, Kohle oder Öl, auf eine Wärmepumpe oder auf Solarthermie umsteigen wollen, sollten Sie die Heizkörper immer austauschen. Denn die alten Heizkörper sind in der Regel nicht für die niedrigeren Vorlauftemperaturen von Wärmepumpe und Solarthermie geeignet.

Was für den baldigen Austausch von Rohren und Heizkörpern spricht:

  • Roststellen
  • Verschlammung
  • unmodernes Aussehen
  • Umstieg von Verbrennungsofen auf Wärmepumpe oder Solarthermie
  • Austausch der Heizungsanlage

Ist die Heizungsanlage älter als 15 Jahre, gilt sie allgemein als veraltet und die Reparaturen beginnen sich oft zu häufen. Deshalb sollte eine Heizungsanlage nach 15 Jahren von einem Fachmann überprüft werden. So kann am besten beurteilt werden, wie lange die Heizungsanlage vermutlich noch in Betrieb bleiben kann. Der Heizungsfachmann kann im Zuge einer Inspektion auch beurteilen, ob die Heizungsanlange noch wirtschaftlich ist. Bei älteren Anlagen sind die Regeltechnik nicht mehr auf dem neusten Stand der Technik und der Brennstoffverbrauch entsprechend hoch. Allein durch die eingesparten Heizkosten refinanziert sich eine moderne Heizungsanlage oft schon nach ca. 10 bis 15 Jahren. Und der geringere Energieverbrauch ist letztendlich natürlich auch besser für die Umwelt. Denn moderne Heizungsmodelle stoßen rund 30 % weniger Schadstoffe aus als ältere Heizungen.
Ein untrügliches Zeichen, dass die Heizung reif für einen Wechsel ist, zeigt sich außerdem in einem warmen Heizungsraum. Denn daran erkennt man, dass die Isolierung des Heizkessels zu schlecht ist und zu viel Wärme und damit Energie verlorengeht.
Oft stellt auch der Schornsteinfeger bei den Abgasprüfungen fest, dass die Messwerte immer schlechter werden. Am besten machen Sie sich dann Gedanken, die Heizungsanlage bald auszutauschen. Denn können die Grenzwerte für den Kohlenoxidausstoß nicht mehr eingehalten werden, wird das Heizgerät gesperrt und sie müssen es dann sofort austauschen, was unnötig Stress und Hektik im Alltag verursacht.
Auch wenn Sie sich als Hausbesitzer mehr Komfort bei der Heizungsanlage wünschen, kann dies für einen Austausch sprechen. Heute lassen sich moderne Anlagen beispielsweise über einen Außentemperaturfühler abhängig vom Wetter steuern oder über eine Smart-Home-Steuerung, was bei älteren Heizungsmodellen meistens nicht möglich ist. Ob Sie jeden Heizkörper einzeln über ein Wandthermostat steuern wollen oder den Betriebszustand aus der Ferne – moderne Heizungen schenken Ihnen einfach einen besseren Bedienkomfort.

Was für den baldigen Austausch der Heizungsanlage spricht:

  • Heizungsanlage ist älter als 15 Jahre
  • Störungen beginnen sich zu häufen
  • Warmer Heizungsraum deutet auf schlechte Isolierung
  • Messwerte des Schornsteinfegers werden immer schlechter
  • Bedienkomfort wird als nicht mehr ausreichend empfunden

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Heizungstausch?

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, Ihre Heizungsanlage auszutauschen, muss nur noch der richtige Zeitpunkt gewählt werden. Solange die Anlage wegen Überschreitens der Grenzwerte durch den Schornsteinfeger nicht gesperrt wurde, haben Sie dafür in der Regel zeitlich etwas Spielraum.
Zwar kann der Austausch der Heizungsanlage rund ums Jahr erfolgen. Dabei dauert der Austausch meistens aber etwa ein bis zwei Tage. Wer im Sommer seine Heizungsanlage austauscht, spart sich damit die ein- bis zweitägige Ausfallzeiten und ungemütliche Temperaturen in der winterlichen Wohnung. Die neue Heizperiode kann dann ganz bequem mit der neuen störungsfreien Heizungsanlage begonnen werden.
Den Heizungsaustausch rechtzeitig zu planen, ist auch deshalb sinnvoll, weil bei einem Totalausfall der Heizung ganz plötzlich gehandelt werden muss. So hat man eventuell nicht ausreichend Zeit, sich über die neue Heizungsanlage und ihre Anforderungen Gedanken zu machen und auch um verschiedene Angebote einzuholen. Bei langfristiger Planung können die Kosten einfach besser eingeplant werden.
Auch wenn Sie in Erwägung ziehen, Ihr Haus in absehbarer Zeit zu verkaufen, lohnt es sich noch, die Heizung auszutauschen. Denn mit einer modernen Heizungsanlage erhöhen Sie den Wert der Immobilie und finden schneller Käufer oder gegebenenfalls auch geeignete Mieter.

Zuschüsse für die Heizungsmodernisierung beantragen

Wenn Sie eine moderne Heizungsanlage einbauen lassen wollen, können Sie sich an die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wenden, um dort Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite für die Modernisierung zu beantragen. Je nach geplanter Anlage kommen verschiedene Förderprodukte in Frage, die teilweise mit einem Investitionszuschuss bzw. Bonus des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) kombiniert werden können. Dabei darf die Gesamtsumme der Förderung in der Regel nicht höher sein als die Kosten für die Heizungsmodernisierung. Auch für Sanierungsmaßnahmen an Heizungsanlagen oder bei der Gründung einer Heizungsgemeinschaft, bei der mehrere Eigentümer gemeinsam eine Heizung anschaffen, können unter Umständen Fördermittel bei der KfW beantragt werden.

Ist Ihre Heizung schon mehr als 15 Jahre alt, neigt vermehrt zu Störungen oder zeigt bei den Messungen immer schlechtere Werte an, ist der Zeitpunkt gekommen, sich mit dem Thema Heizungsmodernisierung zu beschäftigen. Denn veraltete Heizungsanlagen verbrauchen mehr Energie als moderne Modelle und belasten dadurch die Umwelt und Ihren Geldbeutel. Auch wenn Ihnen die Heizung nicht mehr genug Bedienkomfort, wie ein Außentemperaturfühler oder die Möglichkeit der Smart-Home-Steuerung, können Sie über den Austausch Ihrer Anlage nachdenken.
Die Rohre und die Heizkörper müssen hingegen nur ausgetauscht werden, wenn sie Roststellen oder Verschlammungen aufweisen, wenn Sie von einem Verbrennungsofen auf eine Wärmepumpe oder Solarthermie umrüsten oder wenn Ihnen die alten Heizkörper nicht mehr zusagen.
Dabei sollte eine Heizungsmodernisierung langfristig geplant werden, um sich vorher genau zu informieren und verschiedene Angebote einholen zu können. Der Austausch selbst sollte möglichst im Sommer durchgeführt werden, damit Ausfallzeiten vermieden werden. Für eine Heizungsmodernisierung können bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verschiedene Fördermittel beantragt werden. Zusammen mit den Einsparungen beim Energieverbrauch zahlt sich eine Modernisierung Ihrer Heizung dadurch langfristig auf jeden Fall aus.

FazitVeraltete Heizungsanlagen verschwenden Energie und belasten Umwelt und Geldbeutel. Für den Austausch können Fördermittel beantragt werden, und daher rentiert sich zusammen mit dem geringeren Energieverbrauch die Heizungsmodernisierung immer.

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