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Wenn Ihre Heizkörper sich durch Geräusche bemerkbar machen, kann dies darauf deuten, dass ein hydraulischer Heizungsabgleich erforderlich ist. Häufiger ist es aber einfach ein Zeichen dafür, dass mal wieder eine Entlüftung ansteht. Im Folgenden erläutern wir Ihnen, wie Sie die Entlüftung einfach und schmutzfrei bewerkstelligen.

Material und Zeitaufwand

Für die Heizungsentlüftung benötigen Sie

  • einen Entlüftungsschlüssel,
  • einen Behälter zum Auffangen entweichender Flüssigkeit,
  • ein Tuch zum Trockenwischen, falls etwas danebengeht.

Entlüftungsschlüssel und Behälter erhalten Sie online oder direkt vor Ort in jedem Baumarkt. Optimal ist ein Behälter, den Sie an der Heizung einhängen können, damit Sie die Hände für das Aufdrehen des Entlüftungsventils freihaben. Zur Not tut es aber auch ein Joghurtbecher oder ein kleiner Eimer mit Henkel aus dem Haushaltswarengeschäft.

Heizungsentlüftung in nur vier Arbeitsschritten

Für das eigentliche Entlüften der Heizung benötigen Sie etwa eine Minute pro Heizkörper. Planen Sie aber eine zweistündige Wartezeit mit ein. Warum, erfahren Sie jetzt:

1. Pumpe aus, Thermostate an

Zu Beginn der Entlüftung stellen Sie die Umwälzpumpe aus und drehen alle Thermostate auf höchste Stufe. Warten Sie etwa 60 Minuten, bevor Sie zu Schritt 2 übergehen.

2. Heizkörperventil öffnen

Beginnen Sie mit der Entlüftung der Heizkörper im untersten Stockwerk. Das Entlüftungsventil befindet sich an der dem Thermostat gegenüberliegenden Seite des Heizkörpers. Setzen Sie den Entlüftungsschlüssel an und drehen Sie das Ventil langsam in Ihre Richtung, bis Sie ein erstes zischendes Entweichen der Luft vernehmen. Eine halbe Umdrehung des Ventils reicht zumeist aus. Sobald alle Luft entwichen ist, tritt Wasser aus, daher ist es wichtig, dass das Ventil nicht zu weit geöffnet wird.

Hängen Sie schon vor dem Öffnen den Behälter ein oder stellen Sie ihn direkt unter das Ventil. Sobald die ersten Tropfen in den Behälter fließen, drehen Sie das Ventil wieder zu. Mit dem Tuch trocken Sie noch einmal nach, falls nicht die gesamte Flüssigkeit im Behälter gelandet ist.

Wiederholen Sie diesen Vorgang an jedem Heizkörper.

Tipp:
Zumeist reicht ein einfaches Entlüften bereits aus, damit das Wasser wieder ausreichend Platz in den Heizkörpern findet. Ist jedoch viel Luft entwichen, bedeutet das auch, dass der Wasserdruck überprüft werden muss.

3. Wasserdruck prüfen

Stellen Sie, nachdem Sie alle Heizkörper entlüftet haben, die Umwälzpumpe wieder ein und überprüfen Sie den Wert, den Ihnen das Manometer anzeigt. Ist der Wert zu niedrig, füllen Sie auf die gewohnte Art und Weise Wasser nach, bis sich der schwarze Zeiger direkt unter dem roten befindet. Lassen Sie die Heizung anschließend eine Stunde laufen.

4. Erfolg der Entlüftung kontrollieren

Nach der Wartezeit versuchen Sie noch einmal, einem Heizkörper im oberen Stockwerk Luft zu entlocken. Ist die Anlage in Ordnung und haben Sie alles richtiggemacht, tritt sofort Wasser aus, da keine Luft mehr im Heizkörper ist.

Tritt dagegen weiterhin Luft aus oder regt sich gar nichts? Wird der Heizkörper trotz mehrfachen Entlüftens nicht warm? Dann lassen Sie besser einen Fachbetrieb nach dem Rechten sehen.

Tipp:
Die Entlüftung der Heizkörper und das regelmäßige Überprüfen des Wasserdrucks sind einfache Wartungsarbeiten, die sich bedeutend auf die Leistung und den Verbrauch Ihrer Heizung auswirken. Ist Ihnen der Aufwand für das Entlüften dennoch zu groß, besorgen Sie sich im Baumarkt vollautomatische Heizkörperentlüfter. Die Ventile lassen sich kinderleicht aufsetzen und sind für ca. 3,50 € pro Stück erhältlich.

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