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Nicht nur beim Hausbau, auch bei einer Haus-Sanierung steht oft die Entscheidung für neue Fenster an. Moderne Fenster sorgen dafür, dass Wärmeverluste und damit die Heizkosten reduziert werden. Dies zeigt sich nicht nur auf der Jahresabrechnung, sondern auch in der Umweltbilanz: Wer mit neuen Fenstern die Heizintensität und Heizdauer senkt, pustet pro Jahr um die 5,5 Tonnen Kohlendioxid weniger in die Luft!

Das Angebot an Fenstern ist groß, und die Wahl fällt schwer. Sollen es Fenster aus Kunststoff oder aus Holz sein? Wo liegen die Vorteile der jeweiligen Materialien? Was ist beim Kauf zu beachten? Und gibt es – wie im Fashion-Bereich – auch bei Fenstern aktuelle Trends? Dieser Artikel informiert ausführlich zu den unterschiedlichen Punkten.

Kunststoff-Fenster: vielseitig, stabil und für ein langes Leben konzipiert

Welches Material bei neuen Fenstern das Rennen macht, lässt sich pauschal nicht sagen. Sowohl Holz als auch Kunststoff haben ihre Vor- und Nachteile. Wer ein altes Gebäude saniert, muss gegebenenfalls auf Vorgaben achten, zum Beispiel hinsichtlich des Denkmalschutzes. In der Herstellung sind Kunststofffenster mit Abstand das am höchsten geschätzte Material. PVC ist preiswert, flexibel in der Anpassung und äußerst pflegeleicht. Es hält Feuchtigkeit und Witterungseinflüssen mühelos stand und lässt sich mühelos mit handelsüblichen Reinigungsmitteln säubern.

Im Vergleich zu Holzfenstern sind bei Kunststofffenstern zur Instandhaltung kaum Maßnahmen zu treffen. Fenster aus PVC halten sehr lange, benötigen keinen regelmäßigen Anstrich und müssen nur – wie alle anderen Fenster auch – in gewissen Abständen neu im Rahmen eingestellt werden. In der Herstellung lässt sich das Material außerdem gut formen. Dies ermöglicht den Einbau komplexer Wärmekammern, die wiederum hervorragend dämmen.

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Kunststofffenster: Langlebige und pflegeleichte Alternative zu Holzfenstern

Selbstverständlich haben auch Holzfenster überzeugende Vorteile. Es handelt sich um ein natürliches Material, das eine angenehm warme Optik verbreitet. Als natürlich nachwachsender Rohstoff ist Holz weitestgehend klimaneutral; außerdem weist es sehr gute Dämmeigenschaften auf. Allerdings sind Fenster aus Holz im Vergleich zu Kunststofffenstern deutlich teurer, und auch der Pflegeaufwand ist hoch. Holz reagiert empfindlich auf Sonneneinstrahlung, Kälte und Feuchtigkeit und sollte im Schnitt einmal pro Jahr einen neuen Anstrich erhalten.

Wer lieber die Vorteile von Kunststofffenstern genießen will, muss dennoch nicht auf eine edle Holzoptik verzichten. Kunststofffenster sind in zahlreichen Varianten erhältlich, vor allem hinsichtlich ihrer farblichen Gestaltung. Schlichtes Weiß ist selbstverständlich immer noch sehr beliebt. Aber aktuelle Trends zeigen: Es ist noch viel, viel mehr möglich!

Aktuelle Trends: moderne Kunststofffenster in neuem Look

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurden Fenster aus Kunststoff fast ausschließlich in Weiß angeboten. Dieser Standardlook ist allerdings nicht sonderlich dekorativ, und die Farbe passt auch nicht immer zum Gesamtbild des Gebäudes. Aber auch bei den Kunststofffenstern gibt es mittlerweile eine große Auswahl an Farben und sogar Formen – es ist für jeden Geschmack das richtige dabei. Hinsichtlich der Farbgebung von Kunststofffenstern sind aktuell zwei Trends deutlich zu erkennen.

Viele Hausherren, die auf pflegeintensive Holzfenster verzichten möchten, können dennoch die naturgetreue Optik genießen: von Bergkiefer über Eiche und Nussbaum bis hin zu edlem Mahagoni ist fast alles möglich. Die überraschend exakte Nachbildung von Holzfarbe und Holzmaserung wird mit Hilfe hochwertiger Dekor-Folierung erreicht. Dabei verlieren die Fenster gar nichts von ihrer ursprünglichen Langlebigkeit. Auch die technische Qualität und die einfache Pflege bleiben gewährleistet.

Wer sich für die Holzoptik nicht begeistern kann, dem steht eine recht umfangreiche Farbpalette zur Verfügung. Von cremigem Weiß über edles Anthrazit bis hin zu sattem Stahlblau sind zahlreiche Farbtöne im Angebot. Der Klassiker in Weiß liegt zwar nach wie vor im Trend. Aber auch grüne, graue und blaue Töne werden derzeit stark nachgefragt.

Große Fenster, kleine Fenster – welche Entscheidung ist die richtige?

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Ist der Hausbau noch in der Planungsphase, stellt sich für die Bauherren die Frage, wie groß die Fenster bemessen sein sollten. Aufgrund des Klimawandels und der damit schon sehr hohen Temperaturen in den Sommermonaten hört man häufig die Empfehlung, auf kleine Fensterflächen zu setzen, damit sich die Gebäude nicht zu stark aufheizen.

Dem gegenüber steht der Bedarf des menschlichen Organismus‘ nach möglichst viel Tageslicht. Tageslicht fördert die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden. Gleichzeitig verbessert es die Konzentration und beugt Müdigkeit vor. Für Kinder ist eine ausreichende Versorgung mit Tageslicht noch viel wichtiger. Aktuelle Erkenntnisse zeigen, dass Kinder bereits sehr früh an ausgeprägter Kurzsichtigkeit leiden, weil sie während der Wachstumsphase zu wenig Tageslicht erhalten.

Ein weiterer Vorteil großer Fensterflächen besteht in der deutlichen Energieeinsparung. Tagsüber wird teures Kunstlicht vermieden, und in den Morgen- und Abendstunden können die ins Gebäude fallenden Sonnenstrahlen genutzt werden. Vor allem im Herbst, Winter und Frühling können durch die Unterstützung des Sonnenlichts die Heizkosten spürbar reduziert werden.

Die häufig zu hörende Forderung nach kleinen Fensterflächen ist also insgesamt betrachtet nicht sinnvoll. Wie aber sollte man dann mit zu starker Sommerhitze im Gebäudeinneren umgehen?

Für „kühle Lösungen“ bieten sich zahlreiche Möglichkeiten des Sonnenschutzes an. Diese sind nicht nur äußerst effektiv, sondern optisch ansprechend und in den unterschiedlichsten Varianten erhältlich. Wer auf klassische Rollläden verzichten möchte, findet attraktive Alternativen wie Raffstoren, Schieb- und Klappläden sowie unterschiedliche textile Lösungen wie Markisen und Plissees.

Je nach Produkt werden die Systeme außen vor dem Fenster angebracht, im Zwischenraum der Scheiben integriert oder innen am Fenster montiert. Manche Systeme können automatisch gesteuert werden und vermeiden so eine Überhitzung sogar dann, wenn die Bewohner gar nicht anwesend sind.

Aktuell Bau GmbH

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