Der Austausch alter Fenster macht aus einer Immobilie noch kein Energiesparhaus, trägt aber erheblich zu einer positiven Energiebilanz bei. Entsprechend halten Bund und Länder verschiedene Fördermittel bereit, die es Ihnen ermöglichen, den Austausch zu finanzieren. Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten Fördermittel des Bundes vor und zeigen Ihnen, wie und wo Sie weiterführende Informationen über Fördermöglichkeiten in Ihrer Region finden.

Förderung von Einzelmaßnahmen durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau

Der Fensteraustausch gehört zu den Einzelmaßnahmen einer energetischen Sanierung, die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit verschiedenen Programmen gefördert werden, nämlich durch

  • günstig verzinste Kredite aus dem Programm „energieeffizient sanieren“;
  • Investitionszuschüsse, die ergänzend zu den Krediten vergeben werden;
  • die Finanzierung einer professionellen Baubegleitung.

Auf der Website der KfW können Sie sich über alle Kredite und Investitionen, die für die energetische Sanierung von Wohneigentum vergeben werden, informieren. Die Programme sind mit Ziffern versehen, die Ihnen das Auffinden erleichtern. Planen Sie als Privatperson einzelne Maßnahmen, also keine komplette energetische Sanierung, kommen das Kreditprogramm 152 und die Zuschüsse 430 sowie 431 für Sie infrage.
Das Kreditprogramm 152 sieht eine Förderung von Einzelmaßnahmen für Bestandsbauten vor, für die ein Bauantrag vor dem 01.02.2002 gestellt wurde. Die KfW stellt für diese Maßnahmen einen günstigen Kredit von maximal 50.0000 € bereit, der mit 0,75 % verzinst wird. Bescheinigt Ihnen ein Sachverständiger nach Abschluss der Maßnahme, dass ein energieeffizienter Standard erreicht wurde, gibt es darüber hinaus noch einen Tilgungszuschuss in Höhe von 7,5 % der Darlehenssumme, die Sie aufgenommen haben.
Benötigen Sie keinen Kredit für den Fensteraustausch, können Sie dennoch von den Investitionszuschüssen der KfW profitieren. Denn Maßnahmen, die der energetischen Sanierung dienen, werden über den Investitionszuschuss 430 der KfW mit einer Erstattung von 10 % der Investitionssumme (maximal 5.000 €) gefördert. Und auch die Beratung und Baubegleitung hält der Bund für förderungswürdig. So beteiligt sich das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit finanziellen Zuschüssen an Ihren Beratungskosten und die KfW unterstützt mit dem Programm 431 anteilig (maximal 4.000 €) eine professionelle Baubegleitung.

Regionale Förderprogramme für Beratung, Sanierung und Instandsetzung

Was viele Eigenheimbesitzer nicht wissen: Auch die Bundesländer vergeben Fördermittel, die für eine energetische Sanierung gedacht sind. Dabei ist grundsätzlich zu unterscheiden zwischen Förderprogrammen für Selbstnutzer und Förderprogrammen für Immobilienbesitzer, die Mietwohnungen instand setzen und/oder energetisch sanieren.
Regionale Zuschüsse gibt es für die Beratung vor dem Fensteraustausch und für die Durchführung. So fördert beispielsweise der Landkreis Harburg die Energieberatung für alle Haushalte mit einer hundertprozentigen Übernahme der Beratungskosten. Die Stadt Münster hat ein Förderprogramm für die Energieeinsparung und Altbausanierung von Immobilien aufgelegt, die vor 1995 bezugsfertig waren. Zu den Kosten, die von der Stadt bezuschusst werden, gehört auch die Erneuerung durch wärmegedämmte Fenster.
Wer in Sachsen-Anhalt wohnt und eine Bürgschaft für einen Förderkredit benötigt, sollte einen Beratungstermin bei der Investitionsbank (IB) Sachsen-Anhalts vereinbaren. Die IB vergibt unter dem Programmtitel „sicher bauen“ Förderkredite und Bürgschaften an private Vermieter, die eine Sanierung von Wohneigentum anstreben. Und auch in Schleswig-Holstein werden Selbstnutzer mit einem Förderzuschuss für die Modernisierung bedacht, wenn die energetischen Maßnahmen zu einer CO2-Einsparung von mindestens 20 % führen.

Hier finden Sie regionale Förderprogramme für den Fensteraustausch: die Förderdatenbank des Bundes

Welche Programme und Fördermittel in Ihrer Region für den Fensteraustausch oder andere Einzelmaßnahmen bereitstehen, ist oft nur schwer zu ermitteln. Tatsächlich gibt es aber kein Bundesland, in dem nicht mindestens ein Förderprogramm Ihre energetische Sanierung bezuschusst. Schließlich kommt das, was Ihnen nutzt, in diesem Fall auch der Allgemeinheit zugute.
Um Ihnen den Überblick zu erleichtern, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eine Webseite eingerichtet, die Sie unter Förderdatenbank des Bundes abrufen können. Die Förderdatenbank umfasst eine Schnellsuche, über deren Nutzung Sie rasch und einfach die aktuell verfügbaren Förderprogramme Ihrer Region finden.

Schnellsuche regionaler Förderprogramme

Die Schnellsuche nach regionalen Förderprogrammen verläuft in wenigen Auswahlschritten:

  • 1. Sie wählen den Fördergeber aus, in diesem Fall also das Land.
  • 2. Sie wählen aus dem vorgegebenen Menü Ihr Bundesland aus.
  • 3. Sie bestimmen als Förderberechtigten eine Privatperson.
  • 4. Sie wählen als Förderbereich den Unterpunkt „Energieeffizienz & Erneuerbare Energien“ aus.
  • 5. Sie geben die gewünschte Förderart ein (z. B. Zuschuss oder Kredit) oder lassen sich alle Programme anzeigen.
  • 6. Sie ergänzen optional einen Suchbegriff, beispielsweise das Stichwort „Fenster“.

Anschließend klicken Sie auf den Button „Finden“ und das Programm listet Ihnen die in Ihrer Region verfügbaren Programme auf. Jedes der angezeigten Programme ist zudem verlinkt, sodass Sie sich bei Interesse gleich die Details der jeweiligen Förderung im Überblick anzeigen lassen können.

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