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Ein Garten für Ihre Fassade? Damit liegen Sie im Trend der Zeit! Für die Fassadegestaltung einer Immobilie gibt es viele Fassadenarten – von der klassischen Putzfassade bis zur innovativen High-Tech-Fassade. Im Trend liegen Sie mit einer sogenannten Grünfassaden. Darunter versteht man Gebäudefassaden, die teilweise oder auch ganz mit Grünpflanzen bewachsen sind. Grünfassaden sind nicht nur ökologisch attraktiv und sorgen für mehr Grün in den Städten, sondern eröffnen Ihnen auch völlig neue Gestaltungsideen.

Ökologische Pluspunkte

Eine Hausfassaden mit Grünpflanzen bewachsen zu lassen, bietet viele ökologische Vorteile. Denn die Grünpflanzen produzieren nicht nur Sauerstoff, sondern binden auch luftverunreinigenden Staub und Kohlendioxid. Außerdem tragen Grünfassaden vor allem in Innenstädten zur Artenvielfalt und zum allgemeinen Wohlgefühl bei. Denn wie bei einer natürlichen „Klimaanlage“ wird das Kleinklima durch die beschattende Wirkung und die Verdunstung positiv beeinflusst, ganz anders als bei anderen Fassadenarten. Die Begrünung schützt zudem gegen UV-Strahlung und Schlagregen, was der Fassade eine längere Lebensdauer schenkt.
Doch das ist noch nicht alles: Darüber hinaus haben dauergrüne Fassadenbepflanzungen im Winter einen isolierenden Effekt, was den Energiebedarf senkt und damit die Heizkosten. Im Sommer hingegen verringern die Grünpflanzen wirksam das Aufheizen des Gebäudes.

Voraussetzungen für eine sichere Begrünung

Zunächst müssen Sie die Fassade genau kontrollieren und gegebenenfalls ausbessern. Denn der Putz darf für eine Grünfassade keinerlei Risse aufweisen und muss stabil genug sein, um die zusätzlichen Zuglasten durch die Begrünung auszuhalten. Dabei ist wichtig zu wissen, dass für Fassaden mit Außendämmung spezielle Vorschriften gelten.
Ist die Fassade geeignet und entsprechend vorbereitet, werden je nach ausgewählter Pflanzenart für eine bodengebundene Bepflanzung Rankhilfen oder Spaliere kraftschlüssig an die Außenwand gedübelt, wobei in der Regel verschiedene rankende, spreizklimmende und schlingende Pflanzen zur Auswahl stehen. Für eine fassadengebundene Bepflanzung gibt es auf dem Markt zahlreiche Fassadensysteme, die teilweise sogar mit integrierten Bewässerungssystemen ausgestattet und für verschiedene Fassadenarten geeignet sind.
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Bodengebundene Bepflanzung

Bei einer bodengebundenen Bepflanzung werden die ausgewählten Pflanzen vor der Fassade in den Boden gepflanzt. Sogenannte Selbstklimmer wie Wilder Wein haften sogar an glatten Oberflächen, sodass meistens kaum bauliche Maßnahmen nötig sind. Für Wurzelkletterer wie Efeu muss die Fassade indessen rauer sein, um der Pflanze mehr Halt zu bieten. Ansonsten muss der Wurzelkletterer mit Kletterhilfen unterstützt werden. Das hört sich nach wenig Arbeit an, doch selbstklimmende Pflanzen müssen gegebenenfalls bewässert und nachgeschnitten werden, um Türen und Fenster freizuhalten.
Neben den Klimmern gibt es sogenannte Ranker wie Clematis, Schlinger wie die Glyzinie und Spreizklimmer wie Kletterrosen. Diese Pflanzen haben keine Haftorgane, sondern brauchen Kletterhilfen (gespannter Draht, spezielle Pflanzengitter etc.). Dabei ist darauf zu achten, dass die stabilen, wetterfesten Kletterhilfen passend zur Fassade und zum voraussichtlichen späteren Gewicht der Pflanzen ausgewählt werden. Die Flächen, die begrünt werden sollen, können dabei genau festgelegt werden. Außerdem bleibt die Fassade von Haft- und Rankwurzeln verschont.

Fassadengebundene Bepflanzung

Um die Fassaden auch in höheren Bereichen begrünen zu können, reichen bodenwachsende Pflanzen oft nicht aus, da sie eine beschränkte Wachstumshöhe aufweisen. Außerdem ist es nicht überall möglich, bepflanzbare Zonen vor der Fassade zu schaffen. Aber auch in diesen Fällen muss nicht auf eine schöne Grünfassade verzichtet werden.
Denn inzwischen gibt es fertige hinterlüftete Systemwände als Fassadenverkleidung, in die Pflanztröge integriert werden können. Dabei wachsen die Pflanzen nicht nach oben, sondern raffiniert vertikal aus der Wand heraus. Die Kosten sind in der Regel deutlich höher als bei bodengebundenen Bepflanzungen. Allerdings begrüßt Sie von Anfang an ein grüner Pflanzenteppich auf Ihrer Fassade und Sie müssen nicht erst lange auf das Wachstum der Pflanzen warten.

Fazit

Allen Fassadenbegrünungen gemein ist, dass sie die Fassaden beleben und die Lebensqualität im öffentlichen Raum erhöhen. Zudem sind Begrünungen ökologisch attraktiv, dämmen die Fassade auf natürliche Weise, filtern Staub und CO2, unterstützen die Artenvielfalt im Stadtraum und verbessern das Kleinklima.
Je nach baulichen Voraussetzungen, Budget und Vorlieben können Sie sich für eine bodengebundene oder eine fassadengebundene Begrünung entscheiden, um Ihr Haus in neuem Glanz erstrahlen zu lassen!

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