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Gab es früher nur wenige Möglichkeiten, die Fassade einer Immobilie individuell zu gestalten, gibt es heute eine Vielzahl an Variationen für jeden Geldbeutel und jeden Bedarf. Dabei prägt eine Fassade nicht nur das individuelle Aussehen Ihres Hauses, sondern hat auch bezüglich der Wärmedämmung eine große Bedeutung. Zwar entscheidet in erster Linie Ihr Geschmack über die gewählte Fassade, trotzdem sollten Sie sich auch über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Fassadenarten informieren. Einige davon werden nachfolgend kurz vorgestellt.

Kostengünstige Putzfassade

Moderne Einfamilienhäuser verfügen auch heute noch besonders häufig über einschalige massive Außenwände, die mit einer klassischen Putzfassade kostengünstig gestaltet werden können. Dabei wird der Putz bei einer einfachen Putzfassade direkt auf die einschalige Außenwand aufgetragen. Die Auswahl an Putzarten ist riesig, sodass der Gestaltung kaum Grenzen gesetzt sind.
Zum einen gibt es Kunstharzputz, der widerstandsfähig und wasserabweisend ist, aber gerne Algen und Pilze anzieht. Zum anderen finden sich auf dem Markt mineralische Putze, die diffusionsoffen und kaum schimmelanfällig sind, aber aufgrund fehlender Elastizität anfälliger für Risse. Inzwischen gibt es aber auch Mischputze, wie etwa Silikatputz, die die Nachteile beider Putzarten zu vermindern versuchen. Ein Nachteil von Putzfassaden ist, dass sie immer mal wieder gereinigt und nachgestrichen werden müssen.

Dämmende Fassade mit Wärmedämmverbundsystem

Für eine hochdämmende Putzfassade wird zunächst ein Wärmeverbundsystem (WDVS) zur besseren Wärmedämmung auf die Fassade geklebt oder gedübelt und dann erst der Putz aufgebracht. Dabei besteht die Dämmschicht meistens aus Styropor, sodass die Fassade nicht diffusionsoffen ist. Durch den aufgetragenen Putz haben Sie auch bei dieser Variante viele Gestaltungsmöglichkeiten. Darüber hinaus können durch die gedämmten Wände Heizkosten eingespart werden. Wärmeverbundsysteme können jedoch nicht nur mit einer Putzschicht, sondern auch mit einer flachen Klinkerverkleidung versehen werden. Ein großer Nachteil bei einer Fassade mit WDVS sind die hohen Kosten.

Pflegeleichte Klinkerfassade

Vor allem in Norddeutschland, aber auch anderswo sind Klinkerfassaden sehr beliebt. Für eine echte Klinkerfassade werden die hartgebrannten Klinkersteine vor der tragenden Wand aufgemauert, wobei die dazwischen liegende Dämmschicht für eine ausgezeichnete Dämmung sorgt. Die pflegeleichten Klinkersteine geben dem Haus nicht nur ein schönes Gesicht, sondern haben darüber hinaus eine wartungsfreie und lange Lebensdauer und müssen nicht gestrichen werden.
Als kostengünstigere Alternative können auch sogenannte Klinkerriemchen Verwendung finden, die in verschiedenen Farbtönen und zahlreichen Ausführungen von matt bis glänzend zu haben sind. Dabei werden flache Klinkerscheiben wie Fliesen auf die Außenwand geklebt und werten die Fassade optisch deutlich auf. Ein Nachteil einer Klinkerfassade ist: Klinkersteine und -riemchen sind zwar in verschiedenen Naturtönen wie Grau, Braun, Rot und Beige erhältlich, aber die Farbegestaltung ist nicht so frei wie bei Putzfassaden.

Natürliche Holzfassade

In Deutschland werden vorgehängte hinterlüftete Holzfassaden immer beliebter. Denn Holz ist ein natürlicher, nachwachsender Rohstoff, der nicht nur wärmt und isoliert, sondern auch besonders wohnlich aussieht. Dazu wird auf die tragenden Mauern eine Unterkonstruktion aus Holz aufgeschraubt und daran die hölzernen Elemente, was man Holzständerbauweise nennt.
Nachteil ist, dass die empfindliche Holzoberfläche regelmäßig behandelt werden muss. Denn sonst verwittert das Material sehr schnell und verliert seine natürliche Schönheit. Da bei einer Holzfassade leicht Wärmebrücken entstehen, ist für die Montage besonders viel Fachwissen erforderlich.

Hightech-Fassaden

Modernste Fassaden, die Hightech zum Energiesparen nutzen, sind auf dem Vormarsch. Was heute vor allem in öffentlichen Gebäuden vorzufinden ist, wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten auch bei Einfamilienhäusern immer üblicher werden. Wirkungsvolle Fassaden, die als Wärmespeicher dienen oder Feinstaub neutralisieren, sind bereits in Entwicklung.

Passen Sie Ihre Fassade den Nachbarhäusern an!
Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Fassade auch auf die Häuser in der näheren Umgebung. Ein einzelnes Klinkerhaus in einer ganzen Reihe von verputzten Häusern kann die Harmonie eines ganzen Straßenbildes stören. Mit einem Putz in Ihrer Lieblingsfarbe können Sie auch bei einer Putzfassade individuelle Akzente setzen.

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