Haus des Jahres 2019

Durch eine professionelle Wärmedämmung, bei der die Gebäudehülle energetisch verbessert wird, können der Wärmeverlust eines Hauses und damit die Heizkosten drastisch reduziert werden. Denn Lüftungswärmeverluste entstehen vor allem durch undichte Fenster, ein luftdurchlässiges Dach oder eine nicht gedämmte Häuserfassade.

Die Energiesparverordnung (EnEV) fordert deshalb, dass die wärmeübertragende Umfassungsfläche eines Gebäudes luftundurchlässig abgedichtet werden soll. Für die Wärmedämmung schreibt die EnEV für Neubauten und Altbausanierungen spezielle Anforderungen an Fenster, Dächer, Fassaden etc. vor, die vorgegebene Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Werte) nicht überschreiten. Ein kleiner U-Wert zeigt, dass die Menge der Wärme gering ist, die durch das Bauteil dringt, sodass Wärmeverluste möglichst gering gehalten werden.

Möglichkeiten der Wärmedämmung

Für die Wärmedämmung gibt es verschiedene Methoden, wobei sie sich vor allem dadurch unterscheiden, an welchen energetischen Schwachstellen des Gebäudes die Wärmedämmung ansetzt:

  • Dachdämmung
  • Dämmung der oberen Geschossdecke
  • Fassadendämmung – Außendämmung
  • Fassadendämmung – Innendämmung
  • Kellerdämmung
  • Fenster/Türen

Den hohen Kosten und dem oftmals hohen Aufwand für die verschiedenen Maßnahmen zur Wärmedämmung stehen viele Vorteile gegenüber. Im Folgenden werden die wichtigsten Vorteile und Nachteile aufgezeigt, damit Sie besser entscheiden können, an welcher Stelle, in welchem Umfang und in welcher Qualität Sie bei der Wärmedämmung Ihres Hauses ansetzen möchten.

Vorteile der Wärmedämmung

Vorteil 1: Sinkende Heizkosten

Bei einer erfolgreichen Wärmedämmung geht weniger Wärme durch Dach, Fenster, Wände etc. verloren, der Energiebedarf sinkt und die Energiekosten ebenso. Gerade in Zeiten wie heute, in denen die Energiekosten immer weiter steigen bzw. bereits sehr hoch sind, ist eine gute Wärmedämmung also eine Investition in die Zukunft. Und dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren fortsetzen wird, ist mehr als wahrscheinlich.

Vorteil 2: Wertsteigerung der Immobilie

Wenn Sie Ihr Haus eines Tages verkaufen oder vermieten wollen, müssen Sie den Interessenten einen Energieausweis vorlegen, damit sie den energetischen Zustand des Hauses besser einschätzen können. Eine gute Wärmedämmung wirkt sich auf die Werte im Energieausweis auf jeden Fall positiv aus, sodass potenzielle Mieter bzw. Käufer von niedrigen Energiekosten ausgehen können, was sich auf den Wert der Immobilie spürbar auswirkt.

Vorteil 3: Gesteigerter Wohnkomfort

In einem gedämmten Haus befinden sich die Raumtemperatur und die innere Oberflächentemperatur der Außenwände in einem guten Verhältnis. So haben Sie keine kalten Innenwände mehr, was Ihren Wohnkomfort gerade in der kalten Jahreszeit deutlich erhöht. Außerdem wird Tauwasseranfall vorgebeugt, sodass bei richtigem Lüftungsverhalten gesundheitsschädlicher Schimmel keine Chance mehr hat.

Vorteil 4: Besserer Klimaschutz

Geht weniger Wärme verloren, wird auch weniger Energie zum Heizen benötigt. Hand in Hand mit einem geringeren Energieverbrauch geht die Einsparung von CO2-Emissionen. So sparen Sie mit einer guten Wärmedämmung nicht nur Energiekosten, sondern schonen auch die Ressourcen der Erde und verringern die Umweltbelastung durch CO2-Emissionen.

Nachteile der Wärmedämmung

Nachteil 1: Hohe Kosten

Eine Wärmedämmung zeigt nur dann eine gute Wirkung, wenn sie professionell und fehlerfrei durchgeführt wurde. Fenster austauschen, die Außenfassade dämmen – alle Maßnahmen zur Wärmedämmung erfordern hohe Investitionen, die erst einmal aufgebracht werden müssen, wobei einige Maßnahmen deutlich kostengünstiger sind als andere, wie zum Beispiel das neue Abdichten der Fensterfugen.

Nachteil 2: Großer Aufwand

Der Aufwand der verschiedenen Maßnahmen zur Wärmedämmung unterscheidet sich je nach Methode. So ist der Austausch von Fenstern mit mehr Dreck und Aufwand verbunden als beispielsweise das Abdichten von alten Fensterfugen. Auch die Dachdämmung eines nicht ausgebauten Dachbodens gestaltet sich deutlich einfacher als etwa die Innendämmung in einer bewohnten Immobilie.

Fazit:

Eine gute Wärmedämmung Ihres Hauses kann für geringere Energiekosten, eine Wertsteigerung Ihrer Immobilie, höheren Wohnkomfort und einen besseren Klimaschutz sorgen. Diesen Vorteilen stehen Kosten und Aufwand für die verschiedenen Maßnahmen gegenüber. Für eine sinnvolle Investition in die Zukunft sind professionelle Dämmmaßnahmen zu empfehlen, um Ihr Haus zukunftssicher zu gestalten und es vor Wertverlust zu beschützen. Je nach Budget und persönlichen Möglichkeiten kann auch erstmal mit günstigeren Maßnahmen begonnen werden. Denn jeder Schritt in Richtung Wärmedämmung zählt.

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