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Nicht an der falschen Stelle sparen und Stromkreise mit FI-Schalter absichern

Überall im Haus können gefährliche Fehlerströme auftreten. Sie entstehen durch marode Leitungen, Defekte bei elektrischen Geräten oder auch, wenn der Haartrockner in das Badewasser fällt. Eine bestimmte Menge Strom – der sogenannte Fehlerstrom – fließt dann, anstatt über die Installationsleitung zur Steckdose zurückzukehren, über andere Wege ab.

Für den Menschen gefährliche Stromschläge, aber auch Sachschäden an Elektrogeräten bis hin zu Schwelbränden können die Folge sein. Defekte Elektrogeräte sind immer noch die häufigste Brandursache: ein gutes Dittel aller Wohnungsbrände werden auf diese Weise ausgelöst.Dabei ist es ganz einfach, sich vor einem Stromunfall zu schützen: Ein Fehlerstromschutzschalter, kurz FI-Schalter, überwacht den Isolationszustand der elektrischen Anlage sowie der angeschlossenen Elektrogeräte und erkennt selbst kleinste Fehlerströme. Innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde unterbricht er die Stromzufuhr zum elektrischen Gerät und rettet damit Leben. Hartmut Zander von der Initiative ELEKTRO+ rät, bei der Installation nicht an der falschen Stelle zu sparen: „Alle Stromkreise mit Steckdosen in Häusern und Wohnungen müssen mit einem FI-Schutz ausgestattet sein. Das gilt für den Neubau wie auch für neu installierte Stromkreise bei der Modernisierung.“ Wer aber nur einen einzelnen FI-Schalter für alle Stromkreise im Haus einbaue, der gehe immer noch auf Risiko: „Kommt es an einer Steckdose zu einem Fehlerstrom und ist alles über einen einzigen FI-Schalter abgesichert, schalten sich gleich alle Geräte im Haus aus und die Bewohner tappen im Dunkeln.“ Um diese Gefahrenquelle zu vermeiden, rät Zander, Lichtstromkreise grundsätzlich getrennt von den Steckdosenstromkreisen zu installieren. Wenn dann der FI-Schutz den Strom abschaltet, bleibt das Licht weiter an. Bestehende Anlagen, die keinen FI-Schutz besitzen, lassen sich einfach aufrüsten, indem die Steckdosen durch solche mit eingebautem FI-Schalter ersetzt werden.

Sicherheit in allen Räumen

Besonders wichtig ist der FI-Schutz im Bad. Hier kommt es oft vor, dass man nach dem Baden oder Duschen mit feuchter Haut und barfuss Elektrogeräte wie Haartrockner oder Rasierer benutzt. Haben diese Geräte einen Defekt, ist das unter Umständen lebensgefährlich. Deshalb muss heute bei Neuinstallationen die gesamte elektrische Anlage des Bades geschützt sein.Auch Kinderzimmer sollten unbedingt durch FI-Schalter abgesichert werden. Dort kann nicht nur der Entdeckerdrang der Kleinen, sondern auch elektrisches Spielzeug schnell zu einer ernstzunehmenden Gefahr werden. Auch hier gilt – ist die elektrische Anlage schon älter, sollten die bestehenden Steckdosen unbedingt durch Steckdosen mit eingebautem FI-Schalter ersetzt werden.

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