bauen.de_stiebel-eltron_finanzierung_270px_72dpi  Wer ein Haus erwerben möchte, hat in den seltensten Fällen den gesamten Kaufpreis auf der hohen Kante. Folglich müssen die meisten Bauwilligen auf eine Finanzierung zurückgreifen. Aber kann man ein Haus auch ganz ohne Eigenkapital bauen? Leider gibt es auf diese Frage keine allgemein gültige Antwort. Nach klassischer Meinung sind 20 bis 25 Prozent Eigenkapital Basis einer soliden Finanzierung.

Unter diesem Blickwinkel sehen sich Bauherren ohne nennenswerte Rücklagen der Frage ausgesetzt, wie sie künftig einen Kredit bedienen wollen, wenn sie nicht über Reserven verfügen. Hier können zwar Eigenleistungen helfen, die von den Kreditinstituten wie Eigenkapital behandelt werden – allerdings sollten sich Bauherren dabei nicht überschätzen.Vollfinanzierung – 100 Prozent des Kaufpreises und mehrEinige Banken bieten Kredite an, bei denen sie 100 und sogar mehr Prozent des Kaufpreises finanzieren. Dann müssen die künftigen Bauherren auch die Erwerbsnebenkosten wie Maklercourtage für das Grundstück, Grunderwerbssteuer oder Notarkosten nicht flüssig haben. Aber Institute lassen sich das meist teuer bezahlen – mit einem zusätzlichen Zinsaufschlag. Bevor die finanzierende Bank eine Vollfinanzierung zusagt, muss sie eine Risikoentscheidung treffen. Sie wird dazu die Situation der Erwerber und das Bauvorhaben genau prüfen.Kein Geld mit befristetem JobDie Lebensumstände der Bauherren sind ein wichtiger Punkt für die Bank. Sie wird vor allem wissen wollen, ob das Einkommen für eine Vollfinanzierung hoch genug ausfällt und dauerhaft, erzielt wird. Zeitarbeit, befristete Arbeitsverträge oder Anstellungen auf Probe halten diesem Kriterium nicht stand. Außerdem wird die Bank prüfen, wie viel Geld den Antragstellern verbleibt, wenn alle Lebenshaltungskosten abgezogen wurden. Die Leasingrate fürs neue Auto oder ein Ratenkredit können so zu Buche schlagen, dass der Bank der verbleibende Betrag zu klein erscheint. Für Erwachsene sollten etwa 500, für ein Kind 300 Euro als Mindestlebenshaltungskosten angesetzt werden.Qualität der ImmobilieWer ein Eigenheim erwerben will, ist immer gut beraten, alle Aufwendungen lückenlos zu berücksichtigen. Namhafte Anbieter verfügen über genug Erfahrung und geschulte Berater, um ihren Kunden einen sicheren Überblick über die entstehenden Gesamtkosten zu geben. Für jedes Bauvorhaben ist eine möglichst ausführliche Baubeschreibung unumgänglich. Ein detaillierter Zahlungsplan, gemäß Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) klar in Bauabschnitte gegliedert, gehört ebenfalls zu den unverzichtbaren Unterlagen. Denn nur werthaltige Objekte versprechen für den Fall der Fälle – die Zwangsversteigerung – Bank und Eigentümern noch akzeptable Erlöse. (bauen.de)Das könnte Sie ebenfalls interessieren:Welche Sicherheiten müssen Bauherren für ein Darlehen geben?Eigenleistungen müssen sich finanziell lohnenKosten richtig planen

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