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enbw_smart%20meter_270px_72dpi  Verivox hat die zeitvariablen Stromtarife der 100 größten Grundversorger untersucht. Der Vergleich zeigt, dass die zeitvariablen Angebote der Energieversorger bisher noch nicht wettbewerbsfähig sind, da sie von den Verbrauchern viel Aufmerksamkeit verlangen und ihr Einsparpotenzial nur gering ist. Seit Jahresbeginn müssen Energieversorger einen Tarif anbieten, der die jeweilige Zeit des Verbrauchs berücksichtigt. Das bedeutet, dass der Strom je nach Uhrzeit einen anderen Preis hat.

Wann wie viel verbraucht wurde, wird mit Hilfe eines smart meter, eines intelligenten Zählers gemessen. So sollen Kunden die Möglichkeit erhalten, ihren Verbrauch effizienter zu steuern.„Die Versorger experimentieren derzeit mit verschiedenen Angeboten“, so Peter Reese, Verivox. „Es gibt Tarife mit sechs unterschiedlichen Zeitzonen oder ein Teil des Preises wird an den stundengenauen Spotmarkt der Strombörse gekoppelt. Diese Konstrukte können aber nur attraktiv sein, wenn die erhöhte Aufmerksamkeit mit entsprechend günstigen Preisen belohnt wird. Doch das ist bisher nicht der Fall.“
Die zeitvariablen Angebote lohnen sich nicht
96 der 100 größten Grundversorger haben ein entsprechendes Angebot im Programm. Dabei gehört jedoch bei nur rund einem Drittel der Angebote auch ein smart meter dazu, die anderen setzen einen herkömmlichen Zwei-Tarif-Zähler voraus. In beiden Fällen gilt, dass der Einbau eines neuen Zählers notwendig ist, was in der Regel vom Verbraucher bezahlt wird. Diese einmaligen Kosten liegen zwischen 80 und 150 Euro.
Verivox hat die neuen Angebote den Grundversorgungstarifen gegenübergestellt. Geht man davon aus, dass der Verbrauch eines Musterhaushaltes dem „Standardlastprofil“ privater Haushalte entspricht, ergibt der Kostenvergleich für 4000 kWh nur eine Einsparung von 18 Euro im Jahr.
Dabei fallen große Preisunterschiede zwischen den Versorgern auf. So ist der zeitvariable Tarif der Energieversorgung Leverkusen bei gleichem Verbrauch 120 Euro teurer als der normale Grundversorgungstarif. Bei der Energiedienst AG hingegen ist der zeitvariable Tarif rund 120 Euro günstiger als die Grundversorgung.
Nennenswerte Ersparnis nur bei sehr starker Verhaltensumstellung
Um eine höhere Ersparnis zu erreichen, müssen die Kunden ihr Verbrauchsverhalten drastisch ändern. Wenn sie es schaffen, zehn Prozent ihres Verbrauchs in die günstigeren Preiszonen zu verlagern, werden die jährlichen Stromkosten um etwa 44 Euro reduziert.
Um dies zu erreichen, muss der Alltag dem Diktat des Zählers unterworfen werden. Denn wesentliche Verbraucher wie Gefriergeräte und Kühlschränke laufen immer. Die Nutzung von Wasserboiler, Unterhaltungselektronik oder Herd unterliegt dem Alltagsrhythmus. Um das Verbrauchsverhalten zu ändern, kann der Einsatz von Waschmaschine, Trockner und Bügeleisen noch am ehesten beeinflusst werden. Klassische Energiesparmaßnahmen und ein günstigerer Tarif reduzieren die jährlichen Stromkosten jedoch weitaus deutlicher.
Verivox GmbH Am Taubenfeld 10 69123 Heidelberg
Tel.: 06221 / 79 61-100 Fax: 06221 / 79 61-184
E-Mail: service@verivox.de
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