Haus des Jahres 2019

Die Vorfreude auf die eigenen vier Wände wird schnell getrübt, wenn es an den Wohnungsauszug geht. Schließlich nimmt die Aufgabe einer Mietwohnung mitunter viel Zeit in Anspruch. Worauf einstige Mieter zu achten haben, welche Rechte und Pflichten sie beim Wohnungsauszug berücksichtigen müssen, erklären die Experten des Immobilienverbandes Deutschland, kurz IVD.

Häufiger Knackpunkt beim Wechsel von der Mietwohnung in die eigenen vier Wände ist die vorzeitige Auflösung eines Mietvertrages. Grundsätzlich hätten Mieter keinerlei Anspruch darauf, vor Ablauf der Kündigungsfrist (meist drei Monate) aus dem Mietvertrag entlassen zu werden. Nur bei besonderen vertraglichen Vereinbarungen oder in Härtefällen sei dies möglich, erklärt der IVD.

Wohnungsauszug: Übergabe der Wohnung

Steht das Datum des Auszuges fest, muss die Übergabe der Wohnung an einen Vermieter vorbereitet werden. Nicht zwangsläufig muss die Wohnung am Ende komplett renoviert werden. „Häufig stellt der Vermieter im Vertrag einen so genannten Fristenplan für Schönheitsreparaturen auf“, erklärt der IVD. Solche Regelungen seien allerdings nicht immer zulässig. So werden starre Vorgaben für Renovierungszeiträume regelmäßig von deutschen Gerichten bemängelt. Darüber hinaus hat der Bundesgerichtshof auch die sogenannte Quotenabgeltungsregelung gekippt. Zweck solcher Regelungen war es, den Mieter beim Auszug anteilsmäßig an den Renovierungskosten zu beteiligen. Allgemein fielen unter den Begriff „Schönheitsreparaturen“ nur Arbeiten, die mit Pinsel, Farbe, Kleister und Tapete fachgerecht erledigt werden können. „Klempner- oder Glaserarbeiten gehören nicht dazu“, heißt es vom IVD. Allerdings müssten Mieter alle ihre in die Wohnung verbrachten Dinge entfernen. Dazu zählten ggfs. auch Bodenbeläge, die sie verlegt haben oder die Einbauküche, wenn diese ihnen gehört. Hilfreich und sinnvoll ist zudem ein von beiden Seiten zu unterzeichnendes Auszugsprotokoll, in dem der Zustand der Räume festgehalten wird.

Kaution nach Wohnungsauszug

Nach Ende des Mietverhältnisses muss der Vermieter die gestellte Kaution zuzüglich Zinsen zurückzahlen. „Teile der Kaution dürfen allerdings zurückbehalten werden, wenn noch Mietzahlungen offen sind oder als Ersatz für Schäden“, teilt der IVD mit. Auch für eine später noch zu erwartende Betriebskostenabrechnung dürfe ein angemessener Geldbetrag einbehalten werden. Außerdem sei der Vermieter nicht zu einer sofortigen Zwischenabrechnung zum Auszugsdatum verpflichtet. (ots/ gäd.)

Aktuell Bau GmbH

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